Merkwürdige und seltsame Geschichten aus der Apotheke – Teil 2

…und das Beste: es ist noch nicht vorbei! Bald folgt Thread Nr. drei 🙂

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Merkwürdige und seltsame Geschichten aus der Apotheke – Teil 1

Damit es hier etwas zu lachen gibt, kommt hier mal wieder eine kleine Sammlung der Merkwürdigkeiten von Facebook.

Enjoy it!

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Die Vitamine zur Coronazeit

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so gut auf meinen Körper gehört wie jetzt. Seit Corona unseren Alltag bestimmt mache ich täglich etwa 30min. Sport, schlafe ausreichend (meist zwischen 6,30 und 7 Stunden) und nehme zusätzlich zu meiner Ernährung Vitamine und Mineralstoffe ein.

Was soll ich sagen – so fit war ich seit Jahren nicht mehr. Seit ca. 3 Wochen habe ich nicht mal mehr Rückenschmerzen (ich trau mich kaum es auszuschreiben), dabei hatte ich mich eigentlich schon damit abgefunden, dass sie mich für den Rest meines Lebens begleiten werden. Ich war seit Januar nicht mehr krank – nicht mal mehr ein kleiner Schnupfen oder ein Anflug von Halsschmerzen hat mich ereilt, einfach gar nichts.

Ich könnte jetzt schreiben, welche Vitamine und Mineralstoffe ich alle einnehme, aber die hat Jan Reuter eigentlich schon in den ersten 10 Sekunden seines neuen YouTube Videos wunderbar zusammengefasst (das Einzige was bei mir noch dazu kommt ist Magnesium):

Wer sich für einzelne Vitamine mehr interessiert, dem sei der Podcast ans Herz gelegt:

https://podcasts.apple.com/us/podcast/revolutionpharmacy-der-gesundheitspodcast/id1500312092

Viel Spaß beim informieren!

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Ein unmoralisches Angebot

Im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, bis ein solches Angebot kommt, aber als es dann so schriftlich vor uns lag waren wir zuerst amüsiert, dann leicht schockiert, dann richtig sauer auf die Gesundheitspolitik der jüngsten Zeit. Aber lasst mich von vorne beginnen.

Aufgrund der Grippeimpfstoff- Knappheit (die ja angeblich gar keine ist laut unserem Gesundheitsminister) führen wir inzwischen eine Liste. Der Kunde der zuerst bestellt hat liegt auf Platz 1 – das sind Patienten die etwa vor 3 Wochen mit ihrem Rezept zu uns kamen – und etwa auf Platz 70 liegen die Patienten aus dieser Woche. Wir sind ja keine allzu große Apotheke. Die liegen zum Teil bei mehreren hundert Vorbestellungen.

Häufig kommen inzwischen die Kunden rein um zu fragen, auf welchem Platz sie inzwischen liegen, das ist ja auch legitim.

Anfang der Woche bekamen wir nun eine Nachricht von einer Patientin, die versucht hat, sich einen Platz auf den vorderen Rängen zu erkaufen. Sie erklärte in ihrer Mail, dass sie Risikopatientin sei, und die Impfung dringend bräuchte. Für die Impfung oder die Vermittlung an einen Arzt der sie aus seinen Vorräten impft sei sie nun bereit, uns einen dreistelligen Betrag zu übergeben.

Nun ist ja mit dem VOASG die Preisbindung für Privatversicherte gefallen. Die Dame ist Privatpatientin. Wir verdienen an der „heißen Ware“ Grippeschutzimpfung pro Dosis genau 1€, wenn wir normal abrechnen…

Alle, die gedacht haben, dass Medikamente durch diese Regelung billiger werden seien durch dieses Beispiel kurz gewarnt. Der Markt wird zukünftig den Preis bestimmen. Welche Blüten das treibt sollte jedem noch aus dem Frühjahr in Erinnerung sein, der FFP2 Masken kaufen wollte und dafür pro Stück etwa 30 Euro bezahlen musste.

Wir machen das natürlich nicht (!!!), aber wird das zukünftig auch jeder so entscheiden? Ist es nicht verdammt traurig, wohin wir inzwischen gekommen sind? Ich befürchte, es wird nicht das letzte Mal sein, dass uns für ein knappes Gut zur Erhaltung der Gesundheit Geld angeboten wird.

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Wenn man die Unterwäsche im Gesicht tragen würde…

Zu Beginn der Pandemie waren die sogenannten „Alltagsmasken“ noch Mangelware. So einige Unterwäschehersteller verlegten sich daher auf diesen neuen Geschäftszweig, und nähten aus den Bustier-, BH- und Schlüpferteilen kurzerhand Masken. Diese erkennt man – wenn man das weiß – unschwer auf der Straße, beim einkaufen und in der Apotheke.

Ich grinse innerlich immer ein wenig, wenn jemand unangenehm ausfällig wird, und dabei durch eine Unterbuxe schimpft – das zieht die ganze Situation irgendwie ins groteske, findet ihr nicht? Oder der grantige ältere Herr, der in ein Bustierteil knurrt, das vermutlich seine Enkelin getragen hätte, wenn die Pandemie nicht dazwischen gekommen wäre… 🙂

Die zweite Assoziation die mir beim Thema Maske und Unterwäsche kommt ist dagegen weniger spaßig. Je länger die Pandemie andauert, desto zahlreicher blicke ich in Gesichter, deren Spuckschutz so aussieht, als seien sie seit März täglich im Einsatz und bisher noch nie gewechselt worden.

Ob Einmalmundschutz für 0,99€ das Stück oder FFP 2 Maske für 7-€ ist dabei egal. Kurz vor dem Betreten des Ladens wird das unappetitlich bräunlich/beige eingefärbte Teil, das in der Mitte bereits fadenscheinig wird, dessen Struktur vom häufigen anlegen und in die Hosentasche wandern bereits aufgeribbelt und angegriffen ist angelegt (manchmal auch erst im Laden drin). Inzwischen kann ich die Menschen kaum mehr anblicken, wenn sich zusätzlich zu dieser offensichtlichen Unsauberkeit auch noch Schmutzfingerflecken, Rotzreste oder eingetrocknetes Nasenblut auf dem Gesichtsfetzen erkennen lässt.

Mein Gott… ein EINMALmundschutz heißt so, weil er EINmal getragen werden sollte, und nicht 50-mal! Der nächste der sich beschwert, dass die Gummis „schon“ beim 7. oder 8. mal tragen abreißen, den werde ich fragen ob er sein Toilettenpapier auch nach der Benutzung für das „kleine Geschäft“ trocknen lässt, um es wieder zu verwenden. Und die Stoffmasken gehören nach dem tragen in die Kochwäsche. Wer nicht so häufig seine Wäsche kocht, der kann sie auch in einem Topf ins Wasser legen und auf dem Herd kochen.

Und da kommen wir auch schon zur angesprochenen zweiten Assoziation: wenn die Masken SO aussehen obwohl jeder sie sehen kann… wie sieht dann die Unterwäsche dieser Menschen aus?

So. Mit diesen Gedanken entlasse ich Euch in die Nacht liebe Leser – wo immer ihr auch gerade seid ❤

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Wenn Schweine fliegen können…

Ich dachte, dieser Tag käme erst dann, wenn Schweine fliegen können, aber er hat mich eines besseren belehrt: Franziskus, mein Lieblingspapst!

Wer weiß? Vielleicht wird auch noch erlaubt, dass Frauen predigen, und das Zöllibat wird aufgehoben? An so einem Tag ist eigentlich alles möglich, oder?

Seltsamer Tag heute. Ich kann nicht schlafen, obwohl ich früh wach war. Ich hab viel zu viel gegessen, obwohl ich eigentlich keinen Hunger hatte. Ich habe irre viel gemacht heute, halte mich aber gedanklich nur bei meinen Fehlern auf, die mir (vor allem gestern) unterlaufen sind. Ich hinterfrage mich ständig, das ist zermürbend.

Shutdown in Aussicht – war es nun gut, in diesem Jahr auf so vieles verzichtet zu haben, oder war es alles nur für die Katz? In vielerlei Beziehung frage ich mich das zur Zeit.

Dieses Jahr war seltsam kurz, es scheint mir, dass der Frühling kaum vergangen ist, und schon der Herbst vor der Türe steht – nur ohne all die schönen Dinge, die er sonst zu bieten hat. Keine Feiern für die Kinder (seien es nun Halloween oder Samhain), kein Treffen mit den Bloggerfreunden von DocCheck – nicht ein einziges im ganzen Jahr! Kein „mal ausbrechen aus dem Alltag“ und eine neue Stadt alleine erkunden, kein Berlin, kein Köln, kein Hamburg. Keine Straßenfeste, keine Flohmärkte, nur virtuelles „nicht-anfassen-können“. Obwohl man sich ja auch so nicht direkt anfasst… naja. Ihr wisst was ich meine, oder?

Was ist in Aussicht? Weiterhin nur abwarten (was eigentlich meine Stärke ist) und Tee trinken.

Sorry for that…

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You make my heart beat faster…

Man könnte meinen, ich hätte gestern trainiert. Ich hatte immerhin eine halbe Stunde „Trainingszone“, viel Zeit in der 90er Zone und einen Ausschlag bis zu 142 Pulsschläge pro Minute verzeichnet. In Wahrheit saß ich aber tatsächlich nur am Tisch und bin den ganzen Tag gerade einmal 2000 Schritte gegangen.

Das hier ist ein durchschnittlicher Tag an dem ich gut 12.000 Schritte gegangen bin (und nicht geärgert wurde).

Was ist also passiert?

Ich hatte eine Prüfungssituation im Zusammenarbeit mit meiner Pädagogischen Fortbildung für Quereinsteiger die mich zur Technischen Lehrkraft befähigen soll. Einfach gesagt: ich musste ein benotetes Referat vor dem Dozenten und der Lehrerklasse halten.

Ich bin noch bei weitem nicht so „cool“ wie ich gerne wäre, das merke ich immer wieder (trotz Atemtechniken und Entspannungsübungen). Ob ich das in meinem Leben wohl noch irgendwann einmal in den Griff bekomme?

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Von der Eule zur Lerche

Ich war eine Eule. Immer schon. Zumindest wenn es um meine Schlafangelegenheiten ging. Morgens nicht raus, und abends nicht rein war mein Motto, und das über 40 Jahre lang.

Vor etwa einem halben Jahr wurde mir klar, dass ich meinen Alltag auf diese Weise nicht geregelt bekomme, denn meine Familie besteht nur aus Eulen. Und ich brauche eigentlich viel Zeit für mich selbst. Alleine. Ich muss nachdenken, einfach mal nur für mich sein, schreiben, mich auf den Tag vorbereiten, Rechnungen bezahlen und stellen, mit anderen Menschen (schriftlich) in Ruhe korrespondieren. Und das, ohne dass immer irgendjemand meine Aufmerksamkeit benötigt.

So begann ich, früher schlafen zu gehen, um morgens früh aufzustehen. Dann, wenn meine Familie noch friedlich vor sich hindöst stehe ich auf, setze mich auf meinen Schreibplatz und bin zwei Stunden einfach mal nur ich selbst. Ich bezahle diese Ruhe mit meiner abendlichen Gemütlichkeit auf dem Sofa, aber es geht mir tatsächlich besser dabei.

Ich esse weniger unnötigen Süßkram, ich habe fast keine Kopfschmerzen mehr, ich bin ausgeruhter und kann klarer denken. Es ist gut so. Niemals hätte ich gedacht, dass ich auch am Wochenende freiwillig um 5,30Uhr oder 6,00Uhr aufstehen würde. Und es macht mir nicht einmal etwas aus, im Gegenteil!

Ich freue mich auf die ruhige Zeit, die ich habe um in den Tag zu starten, während die anderen noch lullern. Es ist schön, alles am frühen Morgen schon geregelt zu haben, und ohne Lasten im Hinterkopf den Tag zu verleben. Ich bin weniger gehetzt und ausgeglichener.

Ein wenig vermisse ich die Eulentage aber schon, und ab und zu (selten) „gönne“ ich mir mal wieder einen laaangen Fernsehabend – so wie gestern. Dann stehe ich am Feiertag eben mal erst um 7,00Uhr auf.

Wer weiß, vielleicht steckte diese Lerche schon immer irgendwo in mir drin, und hat sich all die Jahre nur getarnt und verborgen? Wer weiß, was sich da noch alles in mir finden lässt? Ich bin gespannt… Man sollte sich vielleicht öfter einmal hinterfragen,ob viele Dinge die man so selbstverständlich lebt eigentlich gar nicht mehr aktuell sind…

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Ich hab das nicht durchdacht…

Manchmal frage ich mich ernsthaft, wie Menschen ihren Job machen, ohne zu überdenken was sie den ganzen Tag so treiben. Besonders bedenklich finde ich es, wenn der Job mit der Gesundheit zu tun hat.

Aber nun konkret: in der letzten Woche habe ich drei völlig unausgegorene Rezepturen auf dem Tisch. Dreimal verordnet vom selben Hausarzt, der offenbar keinen blauen Dunst von der Dermatologie zu haben scheint. Trotzdem fühlt er sich offenbar dazu berufen, anderen Menschen Dinge zu verordnen, did entweder hoffnungslos unterdosiert oder massiv überdosiert sind, oder deren Hauptwirkstoff inzwischen seit Jahren aufgrund der zahlreichen systemischen Nebenwirkungen obsolet ist.

Und die Antwort, die ich von ihm bekomme ist immer irgendeine billige Ausrede. Entweder hat er die Dosierung „nur von der alten Tube abgeschrieben und nicht überdacht“, oder „oh, da muss wohl das Komma verrutscht sein“, oder „die MFA gibt mir jeden Tag hundert Rezepte zum unterschreiben, da kann ich nicht jedes Mal draufgucken“.

Unsere Apotheker bekommen auch jeden Tag hundert Rezepte zum draufgucken, und wenn da etwas nicht stimmt sehen sie das sofort. Wenn nicht, dann zahlt die Krankenkasse auch kein Geld, das diszipliniert uns alle ungemein. Außerdem wäre es ein Horror, würde ein Kunde wegen unserer Unachtsamkeit einen Schaden zurückbehalten. Warum scheint das diesen Arzt nicht zu jucken?

Und wenn das ständig bei Rezepturen passiert, die wir wirklich akribisch kontrollieren, was ist dann mit den Fertigarzneimitteln? Werden diese Verschreibungen auch genauso laissez-faire gehandhabt? Wer weiß was da alles im Argen liegt? Manchmal ist es echt frustrierend…

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Harte Worte

Den Kommentar der Overather Apothekerin Irene Arntz lasse ich einmal weitgehend unkommentiert. Er spricht für sich selbst…

(Gefunden in der neuesten Ausgabe der „Die erfolgreiche Apotheke“ 09-2020)

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