Valentinstag – U oder Ü18?

Am heutigen Valentinstag waren wir uns insbesondere am Vormittag oft nicht ganz sicher, ob wir im Kindergarten oder auf einer Ü18 Veranstaltung sind. Alle Vorkommnisse bekomme ich wohl nicht mehr zusammen, aber es reicht vermutlich um zu zeigen, dass wir insbesondere Freitags viel Spaß hier haben.

Begonnen hat es gleich ganz amüsant, denn ein Kunde fragte, ob wir auch ab und zu rote Rosen von unserem Chef bekommen. Auf mein verdutztes Gesicht hin erklärte er, er habe ihn doch beim „Bachelor“ gesehen. Als ich versicherte, das könne gar nicht sein – schon deswegen weil unser Chef verheiratet ist, schien er beinahe enttäuscht.

Im Anschluss daran fragte mich eine unserer Kundinnen genauestens darüber aus, wann der Chef immer Nachtdienst hätte, ob er ein Bett im Büro habe, und ob er eigentlich immer noch verheiratet sei. Ich glaube, ich muss unbedingt mal den „Bachelor“ gucken!

Einer unserer Außendienstler musste sich die Frage von Bergen gefallen lassen, warum er keine Schokolade für uns mitgebracht hat (was ihn völlig aus der Bahn geworfen hat). Ich glaube er hat das sich das sehr zu Herzen genommen…

Als nächstes folgte ein Anruf, den Bergen entgegennahm. Als sie auflegte rief sie laut:

„Frau Meier hat gerade angerufen. Sie hat bei ihrem Mann gemessen, und er hat 19cm!

Alles lacht

Darauf ich: „Angeber!“

Sie lachend: „Neiiin! Ihr versteht mich nicht! Umfang meine ich!“

Ich: „Noch schlimmer!!!“

Sie prustend: „Handgelenk! Der Umfang! Vom Haaandgelenk! Wegen der Schiene!“

Danach war es aus mit der Contenance. Komplett. Als sie dann auch noch Birgit ein paar Rechnungen in die Hand drückte mir den Worten: „Kannst du mir die mal bitte unten reinstecken“ (gemeint war die Kiste mit der „Ablage“) war es sowieso vorbei.

Zwischendurch schaffte uns der Chef noch mit einem kurzen Kundendialog: „Ihr Arzt hat ihnen da etwas verordnet das schon aus dem Handel ist. Das hat er vermutlich nicht gesehen. Unsere Software erkennt das aber. Ihr Arzt ist vermutlich nicht so gut bestückt!“

Wenn man sowieso dauernd wegen irgendwelcher Anzüglichkeiten am Lachen ist, dann ist auch ein solcher pubertärer Quatsch witzig, und wir mussten wieder ins Backoffice abtauchen.

Bergen beschloss ihren Arbeitstag jedenfalls mit der Bemerkung: „Ich kann mit denen (Lea und mir) nicht arbeiten! Aber wir sollten mal zusammen was trinken gehen, das wird bestimmt lustig!“. Recht hat sie!

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ZAVA – Kooperation mit NOVENTI

Heute erreichte uns die Meldung, dass die Rezept-Bestell-App „Call-my-apo“ von NOVENTI eine Kooperation mit der britischen Online-Arztpraxis ZAVA eingegangen ist.

Wem ZAVA nicht so viel sagt, vielleicht ist Dr.Ed eher ein Begriff? Dort konnte man schon vor Jahren rezeptpflichtige Medikamente estellen, ohne jemals „physisch“ einen Arzt gesehen zu haben. Die gesetzlichen Krankenkassen spielen hier keine Rolle, die Online-Praxis beliefert ausschließlich Privatpatienten (oder Kunden der Gesetzlichen, die privat bezahlen).

Ich bin persönlich kein großer Freund dieser „zahl mir genug Geld, dann bekommst du alles“-Mentalität, da bin ich ehrlich, aber die Politik sieht das anders. Mit der Aufhebung des Fernbehandlungs- und des Fernverordnungsverbotes sind diese Geschäftsmodelle nun erlaubt und gewünscht. Bisher konnten allerdings ausschließlich die Online-Apotheken diesen wachsenden Markt bedienen. Das hat NOVENTI nun geändert.

Mit der „Call-my-Apo“/ZAVA-Kooperation darf jetzt auch die Apotheke vor Ort mitmischen, und das ist auch gut so! Es gibt natürlich genügend Aufschreie im konservativen Lager (und ich verstehe durchaus die Bedenken, die geäußert werden- ich teile sie sogar), und die Forderung, wir sollten uns an solch einem Geschäft nicht beteiligen (die ich dennoch nicht teile).

Denn mal ehrlich: was hätten wir denn von unserer Verweigerungshaltung? Die Politik will es, die Bevölkerung will es auch, es ist gesetzlich geregelt – so what? Hilft es den Apotheken vor Ort denn, den moralischen Zeigefinger auszupacken und in Schönheit zu sterben? Das kann doch auch niemand wollen.

Gesetze werden sich in dieser Hinsicht erst ändern, wenn genügend negatives vorgefallen ist. Wir können es uns nicht leisten, diesen Markt den Online-Apotheken zu überlassen. DocMorris kooperiert ja bereits mit der schwedischen Online-Arztpraxis Kry, mit GERDA gibt es in Baden-Württemberg ein Modellprojekt mit der Online-Arztpraxis „DocDirekt“. Da ist es nur folgerichtig, sich mit dranzuhängen um nicht abgehängt zu werden.

Ehrlich gesagt sehe ich das auch als Möglichkeit für die „unverbesserlichen“ unter den Apothekenkunden, die uns versuchen dazu zu zwingen, Medikamente ohne Rezept herauszugeben. Da zieht das Argument „mein Arzt ist telefonisch nicht zu erreichen“ oder „er ist mal wieder im Urlaub ohne Vertretung“ nicht mehr. Wir können an eine rund um die Uhr verfügbare Online-Arztpraxis verweisen, damit der Kunde sich dort ein Rezept besorgt.

Also: wer Probleme sieht, weil im Grunde nicht mehr der Arzt entscheidet was der Patient einnimmt, sondern der zahlungskräftige Patient selbst, der möge sich beteiligen und die Negativbeispiele dokumentieren, um dagegen argumentieren zu können. Wer keine Probleme sieht, der sollte ebenfalls mit ins „Call-my-Apo“-Boot kommen, um jetzt schon zu zeigen, dass wir schneller sind als jeder Versender- und genau so „digital“.

Die App wird von vielen unserer Kunden immer fleißiger genutzt (bisher nur um Rezeptfotos zwecks Vorbestellung zu übermitteln) und kommt total gut an. Ich bin gespannt wann wir das erste „digitale“ Rezept erhalten. Spannende neue Zeiten kommen da auf uns zu!

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Schaff‘ dir einen Fixstern…

Ein sehr guter Rat von Vera Birkenbihl, den ich seit einiger Zeit befolge, und mit dem ich vieles meistere. Erfolge, Rückschläge, Enttäuschungen und große Freude.

Ich habe mir meinen Fixstern gesucht, an dem ich mein Leben orientieren kann – ich brauche die „linke Schulter“ glücklicherweise nur selten. Doch jeder der diesen Ansatz noch nicht kennt (ich hatte ihn glaube ich schon einmal eingestellt) sollte ihn wenigstens einmal gehört haben und knapp 9 Minuten Lebenszeit für das Video opfern.

Ich glaube, ich habe im Alltag tatsächlich die meisten Schwierigkeiten mit Menschen, die ohne diesen Fixstern herumlaufen, denn sie blähen kleine zu großen Problemen auf, sind nachtragend (ein für mich ganz besonders unverständlicher Wesenszug), versuchen anderen zu schaden ohne dadurch selbst Vorteile zu haben, nur um jemanden scheitern zu sehen.

Eine große Sache trage ich immer im Herzen die mich leitet, und nach der ich mich orientiere. Viele kleine Ziele führen mich dort hin (oder auch nicht). Einen Fixstern muss ich nicht wirklich erreichen, er zeigt mir nur den Weg. Vielleicht sollten viele ein bisschen mehr wie ein Minnesänger denken. Der singt auch nicht für die Angebetete um sie tatsächlich zu erobern. Es ist auch schön, Menschen, Vorstellungen oder einer Liebe zu folgen – ob sich das Ziel letztendlich erreichen lässt ist beinahe unerheblich.

Viel Erfolg beim folgen wünsche ich!

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Corona-Panik

Selbst hier – etwas ländlicher gelegen – hat so mancher Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Wenn wir dazu in der Lage wären, dann könnten wir uns mit dem Verkauf von FFP2 und FFP3 Atemschutzmaslen eine goldene Nase verdienen.

Ich finde das ehrlich gesagt höchst befremdlich. Im Netz habe ich einen schönen Facebook Beitrag dazu gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Wer keine Lust hat so lange zu lesen, der soll sich bitte einfach nur die Grafik am Ende anschauen und sich die Zahlen zu Gemüte führen!

Da gibt es wenig hinzuzufügen.

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Die kluge Heilige



Das hat mir heute meine Mutter geschickt – da bleibt nicht viel zu sagen…

Außer, dass manche Dinge sich auch nach 500 Jahren nicht ändern (Teresa von Avila lebte von 1515 – 1582), und dass die Heilige nicht nur über eine sehr gesunde Selbstbeobachtungsgabe verfügte, sondern offenbar auch über einen gesunden Humor!

Das ist jedenfalls ein Gebet, das ich mir gerahmt in der Apotheke hängend gut vorstellen kann 🙂

(Das schlimme ist, dass ich JETZT SCHON entsprechende Tendenzen bei mir selbst feststellen kann! Das muss ich dringend reduzieren).

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Die Visionäre

Heute sind die Nominierungen für den VISION.A Award bekannt gegeben worden:

– apomap und Dive-Inn – Die Innovationsagentur GmbH mit „apomap – Die innovative Botendienstsoftware für Deine Apotheke“

– Berlin Institute of Health (BIH) mit „BIH Podcast: Aus Forschung wird Gesundheit”

– Cynteract GmbH mit „Gamification for healthcare Interaction for VR”deepc GmbH mit „deepc – AI Brain Imaging Solution“

https://www.doccheck.com/de/detail/articles/25106-2019-ncov-im-flextalkDocCheck AG und antwerpes ag mit „Auskultiert: Der DocCheck Podcast

– “Dr. Becker eHealth GmbH mit „gruppenplatz.de“

– Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH und Torben, Lucie und die gelbe Gefahr GmbH mit demRebrush der Marke Sanostol für Social MediaDr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH und Torben, Lucie und die gelbe Gefahr GmbH mit „holy.schritt

– der neue Instagram-Kanal von KadeFungin & KadeFemin“Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V. mit „#zeitfürdeinherz“

– G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG mit „NIE GEHÖRT – Der Podcast, der Dir eine Stimme gibt“

– GEHE Pharma Handel GmbH und caesar gustav Werbeagentur UG mit einem Social Media Workshopfür ApothekenHelloBetter by GET.ON

– Institut für Online-Gesundheitstrainings GmbH mit „HelloBetter by GET.ON

–Digitale Gesundheitstrainings mit Künstlicher Intelligenz“HelloBetter by GET.ON

– Institut für Online-Gesundheitstrainings GmbH mit „HelloBetter by GET.ON –Wir bieten Frauen mit sexuellen Funktionsstörungen eine wirksame Soforthilfe!“

– Hermes Arzneimittel GmbH und HitchOn GmbH mit „doc® Alltagsexperten / doc® IbuprofenSchmerzgel“

– kanyo mit „kanyo – Gesundheitspodcast“

– L’ORÉAL Deutschland GmbH mit „L’ORÉAL & Google Affiliate Location Extension“

– Mindable Health UG mit „Mindable – Digitale Therapie für Panik und Agoraphobie“

– MyLetics GmbH mit „Nola – Soforthilfe bei orthopädischen Beschwerden“

NOVENTI Health SE mit „ZEICHEN SETZEN! – Initiative klimaneutrale Apotheken Deutschlands“

– Oncare GmbH mit „myoncare – Die digitale Gesundheitsplattform“

– P&M Cosmetics / DERMASENCE und mediascale, WEFRA Mediaplus, WKW MÜNSTER,FÜRSTVONMARTIN mit „Angekommen – Hautprobleme endlich hinter sich lassen“

– PHARMATECHNIK GmbH & Co. KG mit einem digitalen, nachhaltigen Kassenbon in der Apotheke

– Protina Pharmazeutische GmbH und Buddybrand GmbH mit der Kommunikationsumsetzung SocialMedia am Produkt

– BasicaSanofi-Aventis Deutschland GmbH und Mindshare Deutschland GmbH mit einem Pilotprojekt zur digitalen Stärkung der stationären Apotheke durch eine crossmediale, lokale Kampagne mit Bestell- und Lieferfunktion

– Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG und Cross4Channel

– Gesellschaft für digitales Healthcare Marketing mbH mit „CED Forum“

– The Digital Architects GmbH mit „APOTHEKEN FACHKREIS”

– Victor‘s Group und Initiative „Proud to care” mit „PROUD TO CARE”

– Visionäre der Gesundheit mit „Visionäre der Gesundheit – Der Podcast“

– VisionHealth GmbH mit „Gesundheits-App Kata: Die digitale Revolution bei der Behandlung vonAtemwegserkrankungen“

– vitalfunktion GmbH | whatsin my meds mit „whatsin my meds – Die Suchmaschine für Medikamente“

– Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG – „#RentnerBravo – Die Retro-Kampagne derApotheken Umschau“

Ich fiebere natürlich ganz besonders mit NOVENTI und DocCheck mit!

DocCheck informiert in seinem Flextalk über interessantes und neues in der Medizin. Verlinkt habe ich heute den Podcast, der sich um den Coronavirus dreht. Bijan Fink (Mediziner und Ansprechpartner für alle inhaltliche Fragen im Flexikon) und Frank Antwerpes (Gründer von DocCheck, mit ganzem Herzen Vordenker) führen dort eine sehr interessante Unterhaltung. Ich habe das Glück, dass ich mich mit beiden im letzten Sommer bei „Med im Kornfeld“ unterhalten durfte.

NOVENTI liegt mir am Herzen, weil wir in der Apotheke mit ihrer Software „Awinta“ arbeiten. Auch hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten, die ich bei anderen Anbietern in dieser Form noch nicht gesehen habe. Vieles ist intuitiv zu bedienen, was ich sehr schätze. Außerdem ist NOVENTI der Arbeitgeber von Florian Giermann, der den wunderbaren Blog „Das Edikt von Cupertino“ schreibt, und damit per se schon mal sympathisch 🙂

Viel Erfolg in Berlin wünsche ich 🙂

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Abschied

Es gibt Kunden, die sind mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Dazu zählte ein ganz besonderer älterer Herr, der aus sehr vielen Gründen ein ganz besonderer Mensch gewesen ist. Ich habe ihn immer bewundert und gemocht. Er ist heute gestorben.

Aus diesem Grund zitiere ich aus einem Gespräch mit ihm, das ich geführt habe als seine Frau gestorben ist:

„Die Frau eines Kunden den ich bediente war kürzlich verstorben, so dass ich ihm mein Beileid aussprach. Er schaute mich lange an, lächelte und sagte, er ist dankbar, dass sie nicht lange leiden musste sondern einfach ruhig eingeschlafen ist. Seine Kinder sind auch extra angereist und haben alles erledigt was es an Schriftkram und Formalitäten zu erledigen gab, so dass er in Ruhe trauern konnte. Dankbar ist er auch für den schönen Gottesdienst, die vielen Menschen die ihn unterstützen, den herrlichen Blumenschmuck und den wundervollen Platz auf dem Friedhof. Er sagte er freue sich darauf, sich eines Tages neben seine Frau legen zu dürfen wenn seine Zeit gekommen ist. Ich erzählte ihm, dass ich am Grab schon das ein- oder andere Mal vorbei gekommen bin und auch immer die Blumengestecke bewundert habe, die sehr geschmackvoll und fröhlich arrangiert waren. Er lächelte und sagte, seine Frau habe immer gesagt, dass sie am liebsten nur drei Rosen auf ihrem Grab haben möchte – eine von ihm, und jeweils eine von jedem Kind. Wenn die Beerdigungsblumen verblüht sind wird er ihr den Wunsch erfüllen und immer drei Rosen am Grab stehen haben bis er sich selbst zu ihr legen kann.“

Er ist heute offenbar genau wie sie ruhig eingeschlafen. Da ich weiß, wo er seine letzte Ruhe finden wird, werde ich ihn wohl ab und zu besuchen – und ihm eine Rose dazu legen…

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