Frühjahrshunger(n)

Alle Jahre wieder wird mir der Winter zu lange. Es ist grau, kalt und hässlich da draußen. Ich will Sonne im Gesicht spüren, ich will Vögel zwitschern hören, ich will Bienen und Schmetterlinge sehen. Ich will Blumen und Blätter und Farben. JETZT.

Außerdem will ich mein Sommergewicht. Und zwar möglichst ohne zu hungern, ohne Gelüste, ohne schlechtes Gewissen wenn doch mal eine Tafel Schokolade angebrochen wurde. Ich will meine schönen Hosen anziehen, nicht mehr deprimiert aus Umkleidekabinen kommen, mein Paillettentop anziehen das ich mir in Berlin gekauft habe. Ich will. JETZT.

Blöd, dass beides nicht JETZT zu haben ist, und sich auch beides nicht schlagartig, sondern so schleichend einstellt, dass ich es meistens nicht optimal würdigen kann, wenn es dann so weit ist. Nicht dass ich chronisch unzufrieden wäre, neiiiinnnn! 😉

Aber warum dauuuert immer alles Gute so lange bis es eintrifft und Schlechtes trifft einen blitzartig aus heiterem Himmel? Keine Sorge, mir geht es gut – wirklich – aber Hunger macht mich immer schon ungeduldig. Sonnenhunger und echter Hunger. Miiiii

Gibt es da nix aus der Apotheke? Doch. Zumindest Vitamin D3 und Multan. Ziemlich mickriger Ersatz für das „Echte“, aber besser als nichts, oder?

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Geh’n wir Kollegen vergiften im Park?

Heute Morgen kam ich früh in der Apotheke an und wollte mir erst einmal einen Tee machen. So startete ich den Wasserkocher und schaltete die Computer und Kassen ein. Während ich die erste Ware einscannte wurde der Kocher langsam auch fertig mit dem erhitzen. Puuuh! Warum dauerte das denn so lange? Ganz einfach – das Teil war völlig verkalkt! Ein Fall für die abgelaufene Citronensäure aus der Rezeptur. Ich goss meinen Teebeutel auf und schüttete dann 2 Teelöffel der „Acidum citricum anhydricum“ in das verkalkte Gerät.

Dann waren diverse Telefonate mit Arztpraxen zu führen – Hautarzt wegen unklarer Rezeptur, Hausarzt wegen abgelaufenem Rezept, Kinderarzt wegen einem Fax – es war wieder alles geboten. Lea kam zu mir und fragte, ob ich noch einen Tee möchte. „Och nöö – einer reicht erst mal, Danke!“

Als ich später eine Hautcreme rührend in der Rezeptur stand nahm Lea einen großen Schluck von ihrem Heißgetränk, prustete plötzlich und spuckte in unser Handwaschbecken

„Mit dem Tee stimmt irgendwas nicht!“

Oh nein! Die Citronensäure!!! Ich meine – als Giftmischerin hat man mich ja schon öfter mal bezeichnet, aber dieses Mal stimmte es auch noch!

„Gut, dass es nur Citronensäure und kein Entkalker war“

sagte meine Kollegin tapfer. Oh Mann – in der Apotheke sollte man wirklich immer bei der Sache bleiben, sonst vergisst man die Hälfte und vergiftet sogar noch liebe Kollegen. Geht ja gar nicht!

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Apotheken als Kontrollinstanz

Die Geschichte der Bären Apotheke aus Ratingen die gerade bei Facebook erzählt wird ist typisch für die Aufgabe, die eine Apotheke täglich leisten muss: die Kontrollinstanz für Rezepte sein!

Ich hatte eine ähnliche Situation auch einmal vor gut 10 Jahren. Da kam eine Rezeptur aus dem Krankenhaus mit Kapseln für ein Baby mit Herzproblemen. Bei so etwas prüft man wirklich alles auf Richtigkeit, und die Normdosentabelle offenbarte nir damals: dreifach überdosiert. Der Arzt war damals sehr dankbar dass uns das aufgefallen war, gar nicht auszudenken was hätte passieren können…!

Gut, dass wir in den Apotheken nochmals nachkontrollieren. Da diese Kontrolle in den Krankenhäusern selbst oft fehlt nimmt es kaum Wunder, dass geschätzt zwischen 5 und 10 Prozent aller Medikamentenverordnungen dort fehlerhaft sind. Wie es besser geht zeigt eine Klinik in Hamburg: sie bindet den Krankenhausapotheker viel enger in die Versorgung ein.

Gut, dass es Apotheker gibt!

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Blödsinn zum Wochenende ;-)

Nachdem ich kürzlich dieses dänische Verbotsschild hier thematisiert hatte

erreichte mich durch eine Thailand- Urlauberin folgendes verstörende Foto (aufgenommen an Bord eines Bootes)

Bild 1 ist klar: don’t touch!

Bild 2 würde ich interpretieren als: bitte nicht über die Reling ääääh… genau

Bild 3: keine Schusswaffen

Bild 4: keine Handgranaten (warum das nach Bild 3 nötig ist weiß ich auch nicht…)

Bild 5: Du sollst nicht stehlen

…und Bild 6? Du darfst Deinen Mann nicht Gassi führen? Wie kommt der denn sonst mal an die frische Luft? In Thailand kann man ihn ja unkastriert schlecht frei rumlaufen lassen, oder! 🙂 🙂 🙂

Nur ein Scherz, bitte nicht drüber aufregen!

Wer den Sinn dieses Verbotsschildes verstehen kann (Pharmama vielleicht?) sagt bitte Bescheid. Würde mich wirklich interessieren!

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Neues von Jan Reuter!

…und dieses Mal ist es kein Video, sondern ein Buch!

Es heißt „Das selbstbestimmte Unternehmen“ und ist in vielerlei Hinsicht interessant. Um mein gestriges Thema wieder aufzugreifen geht es auch darum, den Spagat zwischen Heilberuf und Kaufmann menschlich und erfolgreichzu meistern.

Ganz sicher ein Buch, das ich mir zulegen werde!

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Mehr Aufmerksamkeit als mir lieb ist

Mein Blogartikel „Kaufmann oder Heilberufler“ wurde von DocCheck unter „Das Bachblüten- Dilemma“ veröffentlicht und hat bisher unfassbare 58.000 Klicks bekommen. Nun hat auch die GWUP diesen Artikel aufgegriffen.

Es ist zwar ganz interessant, dass so viele Menschen ihn lesen, aber auch schade dass viele ihn nicht als das nehmen können was er sein sollte. Ich wollte irgendwie Verständnis dafür schaffen, dass wir verschiedene Heilmethoden anbieten. Jede Gruppe findet irgendetwas besonders gut oder besonders schlecht. Wir sind für sie alle ein Ansprechpartner und lotsen unsere Kunden durch den Dschungel der unübersichtlichen Angebote auf dem Gesundheitsmarkt.

Stattdessen wird sich von den unterschiedlichen Interessengruppen wieder nur gegenseitig beharkt – Schade drum!

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Verliebt…

…wer verliebt ist, der braucht weniger Medikamente. Der Körper produziert Glückshormone wie Noradrenalin, Dopamin, Melatonin und Phelylethylamin. Im Zusammenspiel wirkt sich dieser Cocktail äußerst positiv auf die Gesundheit aus. Man wird seltener krank, und auch schneller wieder gesund. Haut, Haare und Nägel sehen vitaler, glänzender und kräftiger aus. Dadurch stärken sie die positive Aura und das gesteigerte Selbstbewusstsein, beugt Alterserscheinungen vor und dämpft Schmerzen.

Auf die Psyche hat das Verliebtsein ohnehin die stärkste Auswirkung. Depressionen bessern sich, die Kreativität wird gesteigert und der Schaffensdrang angekurbelt – nicht umsonst brauchen Künstler/innen ihre Muse um Dinge entstehen zu lassen (Lord Byron sagt dazu: „Um zum Dichter zu werden muss der Mensch verliebt sein, oder sich sehr elend fühlen“).

Also: wer verliebt ist muss seltener zum Arzt oder in die Apotheke! In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Valentinstag!!! :-*

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