Tabula rasa

Heute vormittag war ganz der Einlagerung unserer Übervorräte gewidmet. Birgit hat sich voller Elan in die Mehrfacheinlagerung gestürzt, und richtig viele Regale leer gemacht. Grippostad, Voltaren, Prospan, Mucosolvan, Monapax – alles passte hinein in den neuen Rowa, teilweise sogar hundert Stück von einer Sorte. Selbst viele Großpackungen wurden „gefressen“, ich habe meine Kollegin selten so beglückt und begeistert erlebt. Es war richtig mitreißend, und ich habe ein tolles Foto von ihr für unseren Fotoband gemacht, auf dem sie strahlt wie selten. Einlagern scheint auf sie ähnlich entspannend zu wirken wie Luftballons zerstechen für mich – aufgrund dieses Bildes wird sie für uns immer die „Miss Mehrfacheinlagerung“ bleiben. Da der Rowa immer mehr und mehr aufnahm argwöhnten wir sogar, dass er eventuell ein schwarzes Loch beherbergt, und hoffen dass er auch alles wieder rausrückt wenn wir es brauchen…
Gegen 10Uhr klingelte das Telefon mit einer nur allzu bekannten Nummer auf dem Display – Herr V. Zum Glück erklärte er mir, dass er nur wieder das neue Handy ausprobieren wollte, und wünschte uns ein schönes Wochenende. 5min später klingelte es abermals – er wieder. Nun wolltest er das ALTE Telefon auf die Klangqualität hin vergleichen. Puuuh! Aber heute vormittag konnte mir nichts die Stimmung verderben.
Am Nachmittag war Sandra die ungekrönte Königin der Apotheke. Sie bediente einen Mann, der problemlos bei dem Film „7 Zwerge – der Wald ist nicht genug“ hätte mitspielen können. Was genau dessen Problem war habe ich gar nicht mitbekommen, nur dass es gefühlte Ewigkeiten gedauert hat bis er fertig war, und dass er ganz offensichtlich von ihr und ihrer Beratung hingerissen war. So sehr dass er sich dauernd beim Geld verzählte, etwas wie „ich kann mich gar nicht konzentrieren“ murmelte und am Schluss satte 4,65€ Trinkgeld gab. Sandra meinte nur trocken, dass dieser Kunde mindestens 30 Luftballons koste. Seine monetäre Zuwendung wurde dann zum Ausgleich des stark in Anspruch genommenen Nervenkostüms direkt in Kuchen umgesetzt, den wir mit dem Nachmittagskaffee  (die Maschine steht inzwischen im Büro) verschnabulierten.

Advertisements

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Tabula rasa

  1. Wölfchen schreibt:

    So langsam übertreibt er aber, oder?

    Gefällt mir

  2. ednong schreibt:

    Boah,
    die Autorin hat den Cliffhanger entdeckt …
    … so geht das aber hier nicht.

    Der neue Rowa hat die neueste Kompressionstechnologie – er braucht für die Packungen nun nur noch ein Fünftel des üblichen Platzes. Nur mit dem Entpacken, da sind die Entwickler noch nicht weitergekommen …

    Und Veränderungen im Outfit? Ich verbreitert euren Sonnenschutz, damit die busfahrenden Menschen nun sogar haptisch die Werbung auf Augenhöhe haben …
    … und die Busfahrer bekommen das Training „Wie spreche ich ruhig und dennoch richtig betont einen Werbetext aus“, gesponsert von irgendeinem eurer Lieferanten. Wahrscheinlich wird dann die Bushaltestelle noch direkt vor eure Tür eingerichtet. 😉

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s