Nächste Woche

…bin ich mal gespannt wie es mit der Kundenfrequenz weiter geht. Aber es ist schon üblich, dass der Laden vor Weihnachten so brummt. Wenn Zeit bleibt wird Sandra sicher einige Zeit im Labor verbringen um die Schränke auszuräumen und für die Tees frei zu machen. Außerdem hoffe ich, dass die neue Rezepturenwaage angekommen ist…
In meinem PTA Forum wird gerade heiß über die Arbeitszeiten diskutiert. So manche PTA will die Apotheke verlassen, weil das Privatleben leidet, und ich kann es teilweise auch verstehen. Mich selbst hat es nicht besonders gestört Montags bis Freitags bis 18, 30Uhr zu arbeiten und nur Mittwoch nachmittag und jeden zweiten Samstag frei zu haben. Ich habe mich irgendwann dran gewöhnt, die Wocheneinkäufe in der Mittagspause zu machen, so wie auch einen Teil der Hausarbeit, damit abends ein wenig Zeit blieb. Man weiß doch auch vorher was einen erwartet wenn man sich nach den üblichen Öffnungszeiten richten muss, oder? Ich denke die PTA die das so massiv stört können sich doch zum Beispiel eine Apotheke in einem Einkaufszentrum oder in einer größeren Stadt suchen. Dort ist ja von 8- 20 Uhr offen und man kann Schichtarbeit machen. Aber ich muss auch ganz klar sagen, dass ich es sehr genieße zur Zeit eben NICHT an die üblichen Öffnungszeiten gebunden zu sein. Der Chef hat damals schon für Bergen eine Ausnahme gemacht, und sie hat nachmittags nur 1 Stunde Mittagspause gehabt um abends früher gehen zu können. Jetzt habe ich das Privileg früher anzufangen und eine 3/4 Stunde in die Pause rein arbeiten zu können, damit ich trotz Kleinkind auf eine annehmbare Stundenzahl komme. Das macht nicht jeder. Auf der Fortbildung letzte Woche habe ich einer Apothekerin die ich von früher kenne erzählt, dass Sabine in einer Apotheke gelandet ist, die nur einen einzigen Stuhl für die Belegschaft zu bieten hat. Daraufhin meinte sie, sie würde das auch nur so kennen. Sowohl in ihrer früheren Apotheke als auch in der jetzigen. Man müsse ja nicht zwangsläufig rumsitzen bei der Arbeit, das mache nur träge – in den zwei Stunden Mittagspause könne man genug sitzen… Also mal ehrlich – an den Tagen an denen ich fast 10 Stunden arbeite und die 1 Stunde Mittagspause habe in der ich noch mein Kind aus der Krippe hole etc. würde ich abends auf dem Zahnfleisch gehen wenn ich mich nicht ab und zu kurz setzen könnte. Es ist ja meistens sowieso nicht von langer Dauer, der nächste Kunde kommt bestimmt innerhalb von 5 Minuten rein. Ich kenne das auch von keinem anderen Arbeitsplatz! Hat schon jemand mal eine MFA, eine Verkäuferin oder eine kaufmännische Angestellte ohne Sitzgelegenheit gesehen? Geht gar nicht wenn ihr mich fragt. Wenn sowas gängige Praxis ist wundert es mich nicht, dass der Beruf immer unattraktiver wird…

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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7 Antworten zu Nächste Woche

  1. einjohannes schreibt:

    Gibt es so viele engstirnige Chefs, die denken von der Sitzgelegenheit hängt die Leistung und Motivation der Angestellten ab? Ist doch für deinen Chef viel besser so, wenn du dich hin und wieder kurz hinsetzen und durchatmen kannst – und danach wieder motiviert und vor allem konzentriert (!) Rezepturen mischen und Kunden bedienen musst…
    Schon traurig.

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  2. Aponette schreibt:

    Was für ein Ar*** und Idiot! Es gibt genug Sachen, die muß ich im Sitzen erledigen, als da wären BTM Dokumentation, Rezepte im Abrechnungsprogramm nachchecken, für PTAs denke ich die Plausi und Rezepturdoku macht man doch wohl auch im Sitzen am PC oder wenn schriftlich, dann ja wohl erst recht im Sitzen. Wenn ich für einen Kunden etwas recherieren muß, dann darf ich dabei doch wohl auch sitzen.
    Ich habe ehrlich inzwischen schon das Problem, das ich nicht mehr lange am Stück sitzen KANN, was lange Autofahrten oder Essen mit der Familie etwas problematisch macht, von Seminaren besonders Tagesseminaren mal ganz zu schweigen. Dafür kann ich stundenlang in Museen oder so rumstehen oder laufen

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  3. Sylana schreibt:

    Na, ja ich kann schon verstehen, das es viele Leute stört, wenn sie bis 18.30Uhr arbeiten müssen.
    In der Mittagspause Einkäufe und Hausarbeit und so, das geht ja auch nur, wenn man in der Nähe wohnt. Also bei mir wär das nicht möglich.

    Aber den ganzen Tag ohne Sitzgelegenheiten? Also, solche Chefs versteh ich auch nicht. Und im Verkauf ist das im übrigen ganz ähnlich, gerade in den kleinen Läden die nicht mal wirklich einen Personalraum haben. Da gibt es oft ein „Gelass“, das als Büro, Lager, Umkleide, Aufenthaltsraum dient. Wie es dort aussieht möge man sich anhand der Mehrfachnutzung vorstellen. Anscheinend gibt es immer noch Geschäftsinhaber, die denken, ein sitzender Verkäufer sieht unbeschäftigt aus.
    (Das war übrigens gängige Lehrmeinung für den Beruf)
    Ich hab ja mehr Probleme, wenn das Personal, entspannt weiter mit dem Handy spielt, oder miteinander schnattert, ohne den Kunden zu beachten. Ein sitzender Verkäufer, der sofort aufsteht, wenn der Kunde reinkommt, zeigt dagegen, das er sich jetzt um den Kunden kümmert.
    Liebe Grüße
    Sylana

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  4. Wölfchen schreibt:

    Was die Sitzangelegenheit bei MFAs angeht:
    Doch, gibt es auch, dass es die nicht gibt. An meiner vorigen Arbeitsstelle gab es nur drei Sitzplätze: Direkt an der Anmeldung (belegt durch die Arztfrau), in einem der Ärztezimmer (wir gingen mit in die Behandlung und schrieben mit, was der Herr Doktor so diktierte – in allen anderen Zimmern hatten wir dafür Stehpulte) und ein Zweitplatz an der Anmeldung – dort konnten wir in der Regel aber nicht sitzen, weil:
    Die Leistungsziffern und Diagnosen aus der handschriftlichen Akte in den PC (Stehplatz) eingeben, Rezepte und co ausdrucken, Akte weg sortieren, nächste Akte schnappen, Pat. ins Behandlungszimmer bringen und vorbereiten so lange dauerte, das man schon wieder beim nächsten Patienten mitdiktieren musste (ging zwischen zwei MFAs immer im Wechsel). Wenn es ganz übel kam, dann hatten wir nur zwei der drei Behandlungszimmern zur Verfügung, weil die kleineren Räume für Akupunktur genutzt wurde. Dann hatte eine Helferin das Glück in jeder Behandlung zu sitzen und die anderen immer zu stehen. Und ja – das ist oft genug passiert.

    Pflegekräfte haben in übrigen unter Umstände das selbe Problem. Sitzplätze gibt es dann nur im Mitarbeiterraum (für Besprechungen und so) sowie an ein oder zwei Arbeitsplätzen, die in der Regel durch die führende Kraft belegt ist. In der Frühschicht heißt es dann: durchpowern.- Gesessen wird erst, wenn alle Arbeit erledigt ist. Und die Armen müssen dabei noch körperlich richtig hart arbeiten (was bei PTA oder MFA nun nicht in diesem Maße los ist).

    Allerdings stehen doch Bäckereifachverkäufer (eigentlich alle Verkäufer ohne aKassensitzplatz 😉 ) den ganzen Tag oder?

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  5. heutmalanonym schreibt:

    Ich kann mich noch an einen Tarifvertrag erinnern, in dem stand, dass jedem Mitarbeiter ein Sitzplatz zur Verfügung zu stellen ist…
    Das war noch im letzten Jahrtausend, damals!

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  6. heutmalanonym schreibt:

    Ich kann mich noch an einen Tarifvertrag erinnern, in dem jedem Mitarbeiter ein Sitzplatz zur Verfügung gestellt wurde…
    war aber glaub ich noch im letzten Jahrtausend, damals!

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  7. ednong schreibt:

    @einJohannes
    Ja, solche Chefs gibt es. Die scheuchen einen dann auch imemr wieder von gefundenen Sitzgelegenheiten hoch.

    Und im Einzelhandel gibt es das auch zuhauf. Entweder wird dann vieeeeel Zeit im Lager verbracht – dort kann man ja dann mehr oder minder auf den Kartons sitzen oder in irgendwelchen dubiosen (eigentlich Nicht-)Raucherecken. Das stört die Chefs dann natürlich noch mehr, die sich dann schon ab und an von den eigenen Stühlen im Büro erheben …

    Wenn du im EH nur am Verkaufen bist ohne zu sitzen, ist das ungesund. Aber warum soltle es die Chefs stören? Gibt ja schließlich genug Arbeitslose …

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