Erkenntnisse

Heute habe ich wieder mal etwas über die „Zustände“ in anderen Apotheken gehört, was mich noch sicherer sein lässt, dass ich hier am richtigen Platz bin. Es gibt nämlich nicht nur Apothekenleiter, die ihre Angestellten schikanieren – es geht auch umgekehrt. In einer Apotheke zwei Orte weiter treibt nämlich der Fachkräftemangel sein Unwesen. Den angestellten Damen ist sehr bewusst, dass sie auf einem ziemlich stabilen Posten sitzen, und verhalten sich zum Teil völlig unmöglich. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Pünktlichkeit. Scheinbar hält es dort 3/4 der Belegschaft nicht für nötig, rechtzeitig am Arbeitsplatz zu erscheinen, sie kommen mal 5, mal 10 oder 15min später – wie es ihnen gerade so passt, oder verschwinden mal zwischendurch für 30min zum einkaufen. Als der Pharmazierat bei uns wegging, war diese Adresse wohl seine nächste Station, und er stand 15min vor Beginn der Mittagspause in der Apotheke. Der Chef dort war wohl nicht da, und die angestellte Apothekerin erklärte ihm, dass sie nicht vorhabe ihre Pause nach hinten zu schieben bis der Apothekenleiter eintrifft. Sie warf ihn also quasi raus, und erklärte, dass er entweder 45min im Auto warten müsse bis der Chef da ist, oder um 15 Uhr zur regulären Öffnungszeit wiederkommen soll. Ich kann mir bildlich vorstellen wie er sie dabei angeschaut haben muss. Diese Apotheke hat er natürlich filetiert und dem Chef gegrillt serviert. Der darf jetzt quasi umbauen – und der Pharmazierat hat dort ebenfalls noch einen Rückbesuch angekündigt – und auch direkt gesagt dass er sich die nächsten Tage auch noch die zweite Apotheke vornimmt. Armer Chef…

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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6 Antworten zu Erkenntnisse

  1. altesweibsbild schreibt:

    Sehr schade…..

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  2. sakasiru schreibt:

    Wenn die Apotheke deswegen dichtmachen muss (einen Umbau kann sich auch nicht jeder aus dem Ärmel schütteln), dann war der Posten dieser Damen auch nicht ganz so fest 😛

    Ich finds schlimm, wenn man sich gegenseitig auf der Arbeit Ärger macht. Immerhin verbringt man einen Großteil seines Lebens dort, da wil man doch eine nette Atmosphäre, auch wenn es bedeutet, dass man sich anstrengt und pünktlich aus den Federn kommt.

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  3. nickel schreibt:

    Oha, sich sowas zu trauen…unfassbar. Im Supermarkt war immer Highlife, wenn man mitbekam, dass der Testkäufer im Hause ist. (Allerdings wohl vorrangig, weil Chefin androhte, sämtlichen Angestellten den jährlichen Bonus von 50€ oder so ähnlich, der statt Weihnachts- und Urlaubgeld als Guthaben für den Laden gegeben wird, wenn auch nur einer einen Fehler macht…So viel zu Schikane und gegenseitiger Achtung.)

    Im Laden gab es auch immer Zickenterror. Verstehe sowas nicht. Man hat manchmal genug mit frechen Kunden zu kämpfen und zu ärgern, da muss man sich nicht noch gegenseitig an die Extremitäten urinieren.

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  4. ednong schreibt:

    Generell ist Terror auf der Arbeit – egal, in welche Richtung – Schwachsinn. Ich will Spaß haben, während ich arbeite und mich nicht noch gegen alles mögliche und unmögliche verteidigen müssen …
    Aber sowas begreifen die Leut‘ immer erst viel zu spät.

    Bzgl. des Pharmazierats und Öffnungszeiten aber dennoch eine Frage: darf er denn verlangen, auch außerhalb der Öffnungszeiten eine Apotheke zu inspizieren? Ich meine, es könnte ja auch durchaus sein, dass in der Mittagspause niemand in der Apo anwesend ist. Und dem PR sind doch die Öffnungszeiten sicher auch bekannt, oder?

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    • Wölfchen schreibt:

      Hrm. Selbst wenn es so wäre – man hätte das ja weit aus besser kommunizieren können.
      Dort ein Cafè empfehlen, versuchen den Chef zu erreichen, ihn für die Wartezeit einen Kaffee anbieten und sich von Grund herauf ENTSCHULDIGEN, dass es nicht anders zu deixeln ist, weil man einen (gerne auch erfundenen) Termin hat, den man dringendst wahrnehmen muss (eigener Arztbesuch, Kind ist krank und muss abgeholt werden, etc. pp), weswegen man LEIDER nicht schon mal anfangen könne. Ich denke das hätte er verstanden. Er wäre vielleicht nicht begeistert gewesen (muss er auch nicht), aber auch nicht so verstimmt.

      Aber ja… diese Stutenbissigkeit in Berufen ist schrecklich. Egal ob da nun mehrheitlich Frauen sind oder nicht. :/

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