So ein Tag… Teil 1

… der dürfte gern vergehn… Heute früh fing es schon klasse an, nämlich mit einem Alptraum aus der Rezeptur. Um 5 Uhr lag ich wach im Bett und konnte nicht mehr einschlafen. Echt prima! In der Apotheke dann ein heilloses Gewusel, da vieles umgeräumt werden musste und es war ein ständiges Kommen und Gehen. Nebenher versuchte ich die jährliche Sonnencreme- Mammutaufgabe zu lösen: Ladival kam an. Mit Ladival Sonnenprodukten gibt es nämlich eine ganz eigene Vorgehensweise: STADAVita entscheidet nämlich selbst, wie viel Sprays, Cremes, Gels und Lotionen uns zugeteilt werden. Im Gegenzug dazu nehmen sie klaglos alles wieder zurück was im laufenden Jahr verfällt. Das nervt insofern, dass wir natürlich von manchen Produkten ewig viel zugeteilt bekommen obwohl wir WISSEN, dass sie sich nicht verkaufen bei uns (Ladival AntiAge Sonnencreme getönt), während wir zum Beispiel nur 3x die klassische Sonnenmilch mit LSF 20 oder 30 erhalten, die wir dann wieder nachbestellen müssen. Also musste ich heute die Altware mit Verfall 2016 abbuchen, den Bestand aktualisieren, die Neuware zubuchen, Preise machen, die Altware verpacken und auflisten, bei STADAVita anrufen und einen Abholauftrag für die Altware generieren und dann die Neuware sinnvoll geordnet und leicht zugänglich verräumen. Dabei bitte keine Fehler machen (trotz ca. 40St. Retourenware und 120St. Neuware mit 37 verschiedenem PZNs), dazwischen ans Telefon gehen, Arbeitern ausweichen, den schmalen Flur durchgängig lassen und bedienen. Frühstück fiel komplett aus, irgendwann kam kurz der Chef vorbeigeschneit und drückte mir im vorübergehen einen Kaffee in die Hand. Irgendwann war das auch erledigt, da fiel Birgit ein, wir könnten schon einmal die bedruckten gefärbten Ostereier die im Labor lagern an die Kunden rausgeben, denn in 2 Wochen ist ja schon das Osterwochenende. Ich ging nach hinten und öffnete den ersten Karton. Schon auf den ersten Blick sah ich viele angeknackste Eier, deutlich mehr jedenfalls als letztes Jahr. Ärgerlich. Ich fing an zu sortieren, denn kaputte Eier können wir ja schlecht verschenken. Bis zur dritten Lage in Karton 1 von 4 war beinahe die Hälfte angeschlagen, also dem Chef Bescheid gegeben dass wir reklamieren sollten wenn das so weitergeht. Karton 2 sah anfangs ganz vielversprechend aus, von der erstens Lage waren nur ganz vereinzelt Eier angeknackst, Prima. Dafür waren dann in Lage 2 einige bereits grüngrau angeschimmelt, lecker – Lage 3 ließ sich vor Schimmel kaum mehr abheben. Nee. Nee nee nee! Es war derartig ekelhaft, dass mir der Appetit auf gekochte Eier erst einmal vergangen ist. Sowas kann ich doch nicht verschenken! Wer weiß, wieviel Eier da bereits kontaminiert sind! Also alles wieder retour gepackt während der Chef bei der Firma anrief und die gesamte Lieferung reklamierte. Am Montag wird alles abgeholt – also gibt es dieses Jahr keine Ostereier bei uns. Schade! Und mit der Kundschaft lief es auch nicht besser, denn heute lief alles auf was „Rang und Namen hat“…

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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8 Antworten zu So ein Tag… Teil 1

  1. nickel schreibt:

    Uh, das ist ja ganz schön eklig mit den Ostereiern. Wer weiß, was da alles schief ging…

    Der letzte Satz klingt, als käme da noch was, so für uns meine ich. 😉

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  2. ednong schreibt:

    Urgs,
    das mit den Eiern hätte ich dann aber auch so gehandhabt. Gerade als Apotheke.

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  3. Wölfchen schreibt:

    Darum nur selbstgefärbt!
    Und am besten noch selbstgelegt!

    Also nicht von einem selbst, sondern von den Hühnern selbst. Also die von zu Hause im einen Hühnergartenhofstall.

    Maaaa ihr wisst was ich meine! *wildes gefuchtel*

    Alternativ natürlich weiße/braune/gepunktete/blaue Eier vom Eierhändler des Vertrauens und selber färben. In allen Fällen weiß man dann, wo es her kommt. Und bei den Farben nicht sparen.

    Oder so machen wie ich:
    Das ganze boykottieren und weiße/braune/punktierte/blaue Eier essen. xD

    Und was Rang und Namen hat?
    Also Herr… Dingenskirchenmenschwiehießernoch… Mr. Ich bin bitter böse am Telefon und zuckersüß an der Theke? Und die komische Frau? Und meine ach so verhasste Fr. Dr. med. MFA? Der Bürgermeister? Hugh Jackman? Oder… was ganz realistisches: DIE ZAHNFEE?

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  4. Sarah Pta schreibt:

    Klaglose Rücknahme ? Auflistung von ch.b., Rechnungsnr., Verfall, Artikelbezeichnung… finde ich doch recht aufwändig. 😦

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  5. aponette schreibt:

    Ihr verschenkt richtige echte hartgekochte Eier???? Nichts für ungut, aber die würde ich als Kunde echt nicht wollen, ich kaufe schon die fertig gefärbten im Laden nicht. Wie Wölfchen färbe ich lieber selber und weiß, wie alt mein Ei ist. Und SCHIMMEL?? Schauder, schüttel, uagh.
    Da sind doch Kerzen in Eierform besser.
    Ansonsten: auch die stressigsten Tage gehen vorbei – die sogar besonders schnell. :-))

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  6. Judi schreibt:

    Grad bin ichseeeeehr froh, dass ich keine kalten hartgekochten Eier mag. Habe mir da nie Gedanken drum gemacht, aber wie lange liegen die Dinger denn in Hinterzimmern und Kellern rum (oder in Lagern von Supermärkten), bevor sie an die Kundschaft verfüttert werden?

    Gut, dass ihr da wenigstens gut aufpasst, dass die gammeligen zurückgehen (y). Macht vermutlich auch nicht jedes Geschäft :-/

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    • nickel schreibt:

      Also im Supermarkt i.d.R. so 1-3 Tage, je nach Größe des Lagers. In dem Supermarkt, in dem ich gearbeitet habe, war das Lager winzig und die LM kommen noch am selben Tag ins Regal. Wird ja aber eh jeden Tag geliefert und jeden Tag genug abverkauft. Dass Dinge im SUpermarktlager 3 Wochen vor sich hingammeln ist so ein Mythos. Wozu sollte das denn gut sein? Ist ja auch Geld, das dem Laden durch die Lappen geht.

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