Das Buch der Woche…

… trägt den kurzen und prägnanten Titel:

Hilfe, ich bin dick, habe Zucker und zu viel Fett im Blut – was tun?

Schon darüber grinsten wir ein wenig. Vom Verlag dieses… jetzt weiß ich nicht mal wie ich es nennen soll… Roman? Fachbuch?… wir sagen mal Patientenratgebers haben wir auch
„Hilfe zuckerkrank, was nun?“ in der Apotheke liegen. Unsere Birgit hat diese Ausgabe immer mal Neudiabetikern ans Herz gelegt, da die Informationen über die Krankheit unaufgeregt in Romanform daherkommen und leicht verständlich aufbereitet wurden. Als wir davon ein paar neue Bücher geordert hatten lag nun ein Ansichtsexemplar des zweiten „Ratgebers“ bei, und bei dem Titel mussten wir einfach mal drin blättern. Es geht wie bei Buch 1 um „Otto“ und „Anneliese“, um Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Cholesterin. Das Thema wird aufgepeppt durch Annelieses Backrezepte, die gefühlt die Hälfte des Buches ausmachen. Es sind so schöne Rezepte wie „Schwarzwälder Kirschtorte“ oder eine leckere Biskuit- Schmand- Torte mit 6 Eiern, massig Schmand und Zucker, die erahnen lassen, wie Otto überhaupt zu seinem Diabetes und Übergewicht gekommen ist. Ich muss das Buch mal im Gesamten lesen, vielleicht erschließt sich dann ja die tiefere Bedeutung der Kalorienbomben, die als „schlanke Backrezepte“ beworben werden…
Wir haben dann festgestellten, dass es auch noch ein drittes Buch gibt, das vom Sohn der beiden Protagonisten handelt. Der hatte nun einen Herzinfarkt, und das Buch heißt irgendwas wie

„Hilfe, ich habe ein krankes Herz, Stress, ich bin zu dick und mein Cholesterinspiegel ist zu hoch, was tun?“

Wegen des Cholesterinspiegels darf sich der Sohn sicher auch bei seiner Mama und ihren Tortenrezepten bedanken. Sandra und ich sangen ihm fürs kranke Herz noch eine Runde „Liebeskummer lohnt sich nicht mein Darling – schade um die Tränen in der Nacht“, was uns verständnislose Blicke von Sarah ernten ließ. Die Buchtitel sind aber der Brüller. Seit heute abend weiß ich nun außerdem:

„Hilfe, ich habe einen Bandscheibenvorfall, bin gestresst, habe eine Allergie gegen Krankenkassen und Gesundheitspolitik und einen stehenden Beruf – was tun?“

Fallen euch auch noch ein paar prägnante und eingängige Buchtitel ein?

Advertisements

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Das Buch der Woche…

  1. ednong schreibt:

    BandscheibenVorfall ist shit. Dazu mein Bedauern.
    Die Buchtitel sind ja, ähm, ein wenig skurril. Erinnert ein wenig an“Es muß nicht immer Kaviar sein“

    Gefällt mir

  2. OtaconHC schreibt:

    Das klingt irgendwie so nach dem Titel einer Talkshow von Andreas Türk.
    Da gab es auch immer so geistreiche Themen „Hilfe mein Hund ist homosexuell“ oder so etwas in der Art.

    Wie wäre es mit „Hilfe, die Buchtitel sind mir zu seltsam und ich habe einen Herzinfarkt“

    Gefällt 1 Person

  3. sakasiru schreibt:

    „Hilfe, ich lese lieber lustige Blogposts, anstatt mich an meine Arbeit zu setzen, außerdem habe ich ein Suchtproblem bezüglich Pistazien, eine Dusche mit zu geringen Wasserdruck und ich finde keine Selbsthilfegruppe für meine spezifische Kombination von Problemen, also schreibe ich ein Buch darüber.“

    Gefällt mir

  4. Die Unsoziale schreibt:

    „Hilfe, ich bin Soziophob und da sind überall Menschen!“
    Wenigstens kann ichs auf den Punkt bringen… solange man nicht unbedingt den ganzen anderen Rest (Tachykardie, Burn-Out, Asthma, Allergie, […]) mit einfließen lassen will, 😀

    Und GZ zur Diagnose – schon mal etwas. Was gibts nu? Physiotherapie, Schmerztherapie, Lähmungsaufklärung?

    Gefällt mir

    • Biggi schreibt:

      Was bitte ist Lähmungsaufklärung?
      Ich habe mehrererere Bandscheibenvorfälle!
      Und verweigere bisher eine Operation.

      Gefällt mir

      • Die Unsoziale schreibt:

        Eigentlich wird bei nichtoperativen Bandscheibenvorfälle immer noch extra aufgeklärt. Im LWS-Bereich z.B.:

        Wenn man Urin und/oder Stuhl nicht mehr halten kann oder die Füße taub werden oder diese nicht mehr nach oben ziehen kann, sofort mit MRT-CD im Krankenhaus melden, da dann die Bandscheibe den Nerv ABquetscht und das ist eine absolute OP-Indikation.
        Das mit dem Urin/Stuhl kommt daher, dass man mit defekten Nerv den jeweils äußeren Schließmuskel nicht mehr schließen kann. Der innere Schließmuskel ist eh nicht bewusst beeinflussbar und sein natürlicher Zustand ist „zu“ – aber wenn der Druck zu stark wird, wird der Muskel eben aufgesprengt (es macht nicht Bumm und wenn der Druck weg ist, dann schließt er auch wieder, mir fällt nur kein besseres Wort ein) – und dann läufts halt.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s