Erste Hilfe mit der Reiseapotheke 

Wie gut es ist, immer eine ausreichend bestückte Reiseapotheke bei sich zu haben zeigte sich gestern wieder eindrücklich. Nach dem schönen Strandtag schlenderten wir in Richtung Kinderspielplatz, Kiosk und Toiletten, als eine etwa zwölfjährige an uns vorbeiflitzte. Sie musste wohl dringend mal austreten und hatte einen Mordsspeed, als sie über eine kaputte Bodenplatte stolperte, und mit den nackten Knien über den sandigen Asphalt schlitterte. Ich will gar nicht plastisch beschreiben wie das aussah, aber ihr könnt es euch sicher vorstellen. Sie war echt tapfer, aber man konnte ihr ansehen, wie viel Selbstbeherrschung das abverlangte! Die Arme! Zum Glück hatte ich die halbe Apotheke mitgeschleppt, so kamen Mullkompressen, Octenisept Spray, Octenisept Gel und Haftbinden zum Einsatz – und das kann ich wirklich jedem empfehlen bei sich zu haben. Mit dem Spray konnten die Wunden oberflächlich vom Schmutz befreit werden. Es spült den Sand runter ohne zu brennen. Das Blut und das „Waschwasser“ haben wir mit Tempos von der gesunden Haut gewischt, das Octenisept Gel großzügig auf der Wunde verteilt, Kompressen aufgelegt und mit der kohäsiven  (auf sich selbst haftenden) Binde umwickelt. Glück im Unglück, dass sie gerade uns vor die Füße gefallen ist… aber ich kenne das irgendwie. Ich schleppe tausend Dinge mit mir herum, brauche selbst gar nichts, aber wenn ich heimkomme ist die Reiseapotheke leer. Sei es drum, so habe ich meine „Karmakarte“ wenigstens mal wieder aufgeladen, wer weiß wozu das gut ist…

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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3 Antworten zu Erste Hilfe mit der Reiseapotheke 

  1. Sarah Pta schreibt:

    Oh ja. Als PTA ne Reiseapotheke zu packen ist schlimm. Man könnte ja alles brauchen.

    Gefällt 1 Person

  2. ednong schreibt:

    Oh mam ich kann mir schon sehr gut vorstellen, wie das aussah. Da hat sie ja Glück gehabt,dir vor die Füße zu fallen.
    Und wenn du da die halbe Apotheken reingepackt hast,haben deine Kollegen immerhin zu hause weniger zu tun 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Hermione schreibt:

    Haha, das ist wohl die gleiche Berufskrankheit, die mich dazu zwingt, immer mindestens zwei Paar Nitrilhandschuhe und ein Beatmungstuch in meiner privaten Tasche zu haben und wegen der mein (ebenfalls rettender) Freund nen Ambu-Beutel und zwei (unterschiedlich große) Beatmungsmasken im Kofferraum hat.
    Man weiß ja nie, wo man (zu Fuß oder im Auto) vorbeikommt, und als Mensch vom Fach hilflos daneben zu stehen, weil man nicht mal Handschuhe dabeihat und (selbstverständlich) nicht in fremdes Blut fassen will, ist scheiße.

    Octenisept Gel kenne ich aber noch nicht. Das klingt so, als würde ich es in meiner Hausapotheke (a.k.a. „Hermione neigt zu dummen Unfällen im Haushalt“-Notfall-Kit) dringend brauchen!

    Das Mädel hatte wirklich Glück im Unglück. 🙂

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