Notfallpläne

Da die Privathaushalte nun aufgefordert sind, für 10 Tage Essen und Trinken einzulagern, mag sich der ein  oder andere fragen, wie das bei Apotheken geregelt ist. Es gibt bei uns zweierlei Dinge, die sowas wie die eiserne Reserve darstellen. Einmal die sogenannten „Notfallmedikamente„, die jede Apotheke vorrätig halten muss. Dazu gehören zum Beispiel Aktivkohle, die bei Vergiftungen eingesetzt wird, oder Tetagam, ein Antidot was nach einer Exposition von Tetanuserregern sofort verabreicht werden muss (z.B. nach einem Tierbiss ohne ausreichenden Schutz). Auch verschiedene Antibiotika sowie Schmerzmittel gehören dazu. Außerdem gibt es einen Pandemieplan. Darin wird für den Fall z.B. einer Grippepandemie geregelt, wohin wir uns wenden müssen, um Impfstoffe oder Antibiotika zu beziehen. Außerdem werden bestimmte Dinge zur Vorratshaltung verlangt. Dazu gehören unter anderem Einmalkittel, große Laborgläser, Gereinigtes Wasser sowie geeignete Gefäße um einen Antibiotikasaft schnell herstellen und ausgeben zu können. Wir sind also ganz gut vorbereitet für diverse Ernstfälle (was eine Internetapotheke zum Beispiel wie einen Nachtdienst auch nicht leisten kann). Kurz nach 9/11 wurden an die Apotheken auch Jodtabletten verschickt – nur für den Fall. So weit ist es jetzt zum Glück noch nicht…

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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8 Antworten zu Notfallpläne

  1. delfinstern schreibt:

    Naja dass man Essen + Trinken und diverse andere Sachen zu Hause haben sollte, ist nichts neues. Das Konzept gibt es seit den 50er Jahren (oder noch früher?) die letzte Überarbeitung war glaube ich 95. Das steht auch schon seit Jahren so im Internet, nur dass es da noch 14 Tage waren, die man sich alleine versorgen kann.

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    • OtaconHC schreibt:

      Die Medien suchen aber etwas mit dem sie wieder ein wenig Verwirrung Panik stiften können bei den Leuten.

      Die Empfehlungen sind echt nichts neues, aber irgendwer hat sie wieder ausgegraben und gedachte er müsse Brandheiß darüber berichten.

      Das Ende vom Lied ist dass dadurch wieder mal alle Hamster ausverkauft sind.

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  2. Shark schreibt:

    „Nach einem Tierbiss ohne ausreichenden Schutz“, heißt all die Leute, die keine Tetanusimpfung haben und gebissen worden sind, sollten sich an die Apotheke wenden wegen des Mittels? In welcher Form wird denn das verabreicht?

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  3. Hermione schreibt:

    Das finde ich spannend, danke für den Einblick. 🙂

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