Huffington Blogpost 

Das ist doch mal ein Blogpost: Apothekenbashing vom feinsten. Man fragt sich ernsthaft, ob der Schreiberling tatsächlich keine Ahnung hat wovon er da versucht die Leser für dumm zu verkaufen, oder ob er das gezielt macht. Die Gewinnzahlen, von denen er behauptet, dass die besonders erfolgreichen Apotheken bereits herausgerechnet wären, sind schon mal falsch. Dass Apotheker „oft“ Vermieter von Ärztehäusern seien und deren Mieter bei häufiger Verordnung von Kleinpackungen nach Mallorca zum Golfspielen einladen zeigt auch woher der Wind weht. Möglicherweise kennt der „Autor“ dieses Machwerks einen Apotheker, der ihm in einem Bereich seines Lebens das Wasser abgegraben hat… Er erregt sich darüber, dass Deutschland ein Achtel seines Inlandproduktes für Gesundheit ausgibt, suggeriert dem Leser dass die Apotheken den Löwenanteil schlucken. Das ist mitnichten der Fall! Wer an belegbaren Fakten interessiert ist, dem sei diese Seite hier ans Herz gelegt. Kurz, einfach und ehrlich wird hier darüber aufgeklärt, dass die Apotheken sicherlich nicht die Preistreiber in unserem Gesundheitssystem sind. Aber vielleicht haben wir den Autor Herrn Fred Roeder ja alle einfach völlig missverstanden! Ich meine, bei der „Huffington Post“ gibt es ja auch immer eine Satire Seite – möglicherweise hätte der Beitrag ja dort veröffentlicht werden sollen und ist nur verrutscht…

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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13 Antworten zu Huffington Blogpost 

  1. OtaconHC schreibt:

    Nach Recherche seiner weiteren Artikel und seines Twitter Feeds drängt sich der Verdacht von Lobbyarbeit auf die im Volk Stimmung gegen gewisse Dinge machen soll.

    Neben den Apotheken sind wohl Auch Taxiunternehmen sein Ziel.
    Auch dort will er nichts davon wissen dass Uber nicht verboten wurde wegen einem Monopol, sondern um den Fahrgast zu schützen.
    Versicherungstechnische Gründe so geeichte Taxameter und Fahrer die zumindest eine Gewisse Ortskundigkeit nachweisen müssen, so wie Fahrzeuge die strengeren Kontrollen unterliegen, davon wollte er nichts hören.

    All das hat Uber nämlich nicht erfüllt.

    Alle Gegenargumente winkt er ab mit Schwachsinnigen Argumenten.

    Ich vermute dass hier Ausländische Versandapotheken und Firmen wie Uber der Grund sind warum er diesen Schwachsinn verfasst.

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    • Die Unsoziale schreibt:

      Laut den dortigen Kommentaren hat er wohl für amerikanische Firmen in den entsprechenden Spaten gearbeitet. Wundert es da wirklich noch, dass er die amerikanischen Firmen hoch lobt und die deutschen Gegenstücke in Grund und Boden schimpft?

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      • OtaconHC schreibt:

        Ganz ehrlich?
        Ja.

        Aber irgendwann muss ich wohl auch einsehen dass die Europäische „Presse“ und sonstige Medien mittlerweile weit verzinkter mit Lobbies ist als die in den USA.

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  2. ednong schreibt:

    Alle nur gierig 🙂

    Wofür bitte braucht es denn fachliches und fachkundiges Personal? Apotheken kann doch jeder führen. Das schafft sogar Omma Meier von nebenan. Die kennt sich auch bestens mit den Glaubulis aus.

    Und Taxifahrer mit Ortskunde? Die zocken doch eh alle nur ab. Da kann auch Oppa Nitzschke von nebenan fahren. Der ist zwar 95 und halbseitig blind,hat aber in den letzten 2 Wochen keinen Unfall gehabt …

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  3. Jan S schreibt:

    Die Huffpost lebt doch nur von solchen Artikeln und Clickbait. Einfach ignorieren. Diejenigen die das ernst nehmen will man eh nicht zu Kaffee und Kuchen zuhause sitzen haben 🙂

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  4. Raeblein schreibt:

    Ich stimme zu, der Atikel ist einseitig ziemlich einseitig sogar aber ein paar ideen wären vielleicht eine Überlegung wert? Ich finde ein Dummer vorschlag eines Weisen ist nicht gut ein kluger eines Narren nicht automatisch schlecht.vielleicht fehlt mir einfach das Problembewusstsein.

    Was wäre so schlimm daran wenn pharmazeutische Laien die Apotheke Besitze und mir einen (mehre?) Apotheker suche die für sie arbeiten?
    Das es Apotheker als kundige Fachleute gibt ist unstrittig,
    Ich fände es gerade „auf dem Land“ eine Idee das sich ein anderer Kaufmann den „Luxus“ leistet halbtags eine Apotheke zu betreiben (einen Apotheker zu beschäftigen) eine Überlegung wert. eine Halbtagsapotheke dürfte sich für einen Apotheker nicht tragen aber als Zusatzservice wieso nicht?

    Und was ist so schlimm an den Onlinerezepten opensource verschlüsselt mit erwas wie PGP würde man eine MENGE Faxe und Post sparen und selbst wenn sie nur der Ersatz sind für all die Rezepte die falsch sind.
    und wenn man dieses opensource System fertig hat könnte man damit die Krankenkassen zwingen ein (teueres) Rezept vorab zu prüfen und nicht einfach zu sagen „Tja wir retaxieren, vielleicht. weil du ein Koma vergessen hast.“

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    • Aponette schreibt:

      Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll…..
      Zu aller erst mal: wir haben es in unserem Metier mit kranken, i.d.R. alten oder anderweitig gehandicapten Menschen zu tun, die sich häufig in einer existenziellen Notlage befinden und darauf vertrauen, daß wir ihr Wohl als oberste Priorität sehen und nicht das Bankkonto des Inhabers. Das ist natürlich der Idealzustand, aber die Geschäftsführung einer großen Kette ist an Oma Müller aus Untertupfing interessieret, sondern am Shareholdervalue, aber der Apotheker in seiner eigenen Apotheke kann sich nicht erlauben Oma Müller auszunehmen, denn er hat sein eigens Leben in ziemlich dem gleichen Umfeld. Dann: wollen wir Zustände wie in den Staaten, wo Du, weil es keine Preisbindung gibt, erst mal fünf Apotheken abklapperst um zu sehen, wo deine Medikamente am günstigsten sind. Das geht, wennDu gesund, fit und mobil bist. Das trifft auf den größten Teil unserer Kunden aber nicht zu.
      Halbtags-Apotheke – dazu müßte man die Apotheken Betriebsordnung ändern, uns ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, wann wir zu öffenen haben…..bzw. dienstbereit sein müssen.
      Weiter: wir haben vom Selben Gesetzgeber den öffentlichen Auftrag die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Arzeimitteln zu versorgen. Gesundheitsvorsorge ist nämlich Staatsaufgabe, wie Rechtsprechung, öffentliche Ordnung, Polizei etc.. Unser Staat hat nur beschlossen, diesen Bereich an die freien Berufe Arzt und Apotheker zu delegieren, die dafür bestimmte Privilege und genau so Pflichten bekommen haben.
      Und jetzt hör ich auf, denn das ufert aus.

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    • ptachen schreibt:

      Aponette hat mir die Worte aus dem Mund genommen. Die Parallelen zu den Ärzten sind auf jeden Fall da. Stell dir vor du gehst in eine Klinik weil du die Mandeln entnommen bekommst, und die Ärzte versuchen dich noch dazu zu überreden, dich gleich noch zu liften wenn Du eh schon in Narkose liegst – 25% Rabatt. Oder sie erzählen dir es seien gerade Blinddarm- Wochen, weil ein Arzt aus Bangladesch im August zum halben Preis operiert. Da fühlt man sich doch gut aufgehoben, wenn die Gesundheit nicht mehr in den Händen von Heilberuflern liegt, sondern von reinen Kaufleuten. Kommt deine Oma während einer Hitzewelle in eine Apotheke und klagt über plötzliche Vergesslichkeit wird sie im Normalfall erst mal gefragt, wieviel Wasser sie am Tag so trinkt. Das ist üblicherweise zu wenig, es wird ihr nochmals eindringlich nahe gelegt morgens zwei Wasserflaschen auf den Tisch zu stellen, die den Tag über getrunken werden sollen. Verdienst der Apotheke = 0, der Oma wird aber optimal geholfen. Geht sie zum Kaufmann drückt er ihr vermutlich ein Ginkgopräparat für 90€ in die Hand. Sinnvoll bei Vergesslichkeit da die Durchblutung des Hirns verbessert wird, bringt aber in diesem Fall garnichts wenn die Trinkmenge nicht gesteigert wird, und ist wohl auch unnötig da die Probleme gar nicht von einer Minderdurchblutung ausgelöst wurden. Verdienst Kaufmann = 20€, der Oma geht es aber schlechter als vorher weil die 90€ ihre kleine Haushaltskasse so belasten, dass sie sich für den restlichen Monat keine „Luxusgüter“ mehr erlauben kann.
      Was den Onlinehandel angeht: machen die dann auch die Nachtdienste mit uns zusammen, die wir ja vom Gesetzgeber her machen müssen? Dafür dass die Apotheken Privilegien haben müssen sie nämlich auch etwas als Gegenleistung bringen. Nacht – und Notdienste, Lagerhaltung von Antidoten, Auflagen an die Räumlichkeiten erfüllen, Pandemiepläne bei Bedarf ausführen… Und eine Ausbildung bietet DocMorris o.ä. soweit ich weiß auch nicht an.

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      • Raeblein schreibt:

        So bevor ich gesteinigt werde versuche ich einen Komentar zu meinem Komentar.

        1.) habe ich unumwunden zugegeben nicht im Thema drin zu stecken.
        2.) Habe ich doch nirgendwo gesagt „Lasst die Internetfirmen die Macht übernehmen?“ ich habe lediglich in Frage gestellt wieso der Apotheker die Apotheke BESITZEN muss.
        3.) Bleibe ich dabei das Opensource Verschlüsselte Rezepte / Komunikation mit der Praxis viele Probleme lösen könnte. aber da Opensource für die Regierung ein Fremdwort ist lasse ich den Punkt fallen.

        Und was das mit dem bösen (nicht Apotheker) Kaufmann angeht,
        1.) glaube ich NICHT das jeder Apotheker nur das Patientenwohl im Auge hat genauso wenig glaube ich das JEDER Kaufmann nur den Profit im Auge hat.
        2.) Liegt nicht eher das Übel in den Undurchsichtigen Preisen der Medikamente (diese sind für meinen Geschmack tendenziell zu hoch) und der unzureichenden(!) Vergütung der Apotheken (diese ist glaube ich unstrittig zu niedrig.)?

        und wundert es irgendjemand wirklich das gerade Menschen mit Schmalen einkommen die Medikamente die sie nicht über Rezept bekommen dort kaufen wo sie billig sind? und damit mein ich nicht mal die unseriösen Internetapotheken mit Sitz im Ausland, nein wenn jemand jeden Euro zweimal rum drehen muss kaufe er sein Ibu halt in der „Kette“ die es einmal im Quartal 30 % billiger verkauft. sind zwar nur 1 Euro aber der eine Euro ist halt viel wert.
        Das diese Ketten dann auch Umsatz mit Leuten machen die auch den doppelten Preis zahlen würden.

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      • OtaconHC schreibt:

        OpenSource ist kein Fremdwort für die Regierung.

        Verschlüsselung dahingehend schon eher….

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  5. Hermione schreibt:

    Aaaaaaalter!

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  6. Die Unsoziale schreibt:

    „Der sogenannte Apothekenzuschlag bringt dem Apotheker beim Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten eine garantierte Mindestmarge von 8,35 EUR und einen Aufschlag von 3 Prozent des Herstellerabgabepreises selbst wenn das verschriebene Medikament nur Cent-Beträge kostet. Dies gilt auch für Generika bei denen der Patentschutz bereits abgelaufen ist. Der Versicherte zahlt.“

    Herzlich. Das die Pauschale aber die selbe ist, wenn das Medikament deutlich teurer auf aufwendiger ist und damit sie Solidaritätsgesellschaft greift… is ja unwichtig. Untern Tisch damit!

    Aber schön, dass die Kommentatoren da alle ins selbe Horn blasen – ode rzumindest in ein anderes als im Artikel. 🙂

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