Freaky Friday – Teil 1

  1. Heute war es mal wieder so weit – die Leute drehten völlig am Rad. Den größten Teil des Vormittags verbrachte ich zum Glück im Labor (s. Beweisbild)

Ich hatte schon ganz vergessen, wie befriedigend es ist, wenn die Reaktionen wie gewollt ausfallen – wenn sich nach Zusatz von Natriumhydroxidlösung R ein Niederschlag bildet, der sich wieder auflöst sobald man mehr davon hineintropft, und wieder gebildet wird wenn man etwas Ammoniumhydroxidlösung R dazu gibt. Oder die zartrosa Färbung nach Zugabe von Phenolphtaleinlösung R… ich brach jedenfalls immer wieder in Entzückensrufe aus, während Bergen beim vorbeigehen immer nur trocken kommentierte:

„Dass es so einfach ist, dich glücklich zu machen…“

oder

„Sonst hast du jetzt nichts zu tun, oder?“

Als ich zwischendurch nach vorne kam um bei der Kundschaft zu helfen, rief sie mich zu sich

„Ptachen, ich brauch mal deine Finger“

Mit oder ohne Handschuhe mein Hase?“

„Ohne. Fass hier mal bitte an.“

„Gerne. Ist es so gut?“

„Nicht so weit unten, du musst deine Hände weiter nach oben nehmen, ja… so ist es gut!“

Ich musste so sehr lachen, dass ich fast einen Schluckauf bekam. Bergen rief nur noch, ich sei „total verdorben“, und

„Ich kann unter diesen Umständen nicht arbeiten!“

Als ich mich lachend auf einen Stuhl setzen wollte zog sie schnell eine Packung Buscopan Suppositorien weg, die ich fast geplättet hätte

„Hee! Aufpassen!“

Birgit darauf:

„Was ist denn los?“

„Da! Das Ptachen hätte sich beinahe auf meine Zäpfchen gesetzt!“

– Lachflash bei Birgit.

Beim Frühstück versuchte Bergen noch mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil ich die restlichen Puten- und „Schweinewürste“ vom gestrigen Frühstück zusammen auf einem Teller in der Microwelle warm gemacht hatte. Ich dachte gerade ernsthaft darüber nach ob ich sie besser getrennt erhitzt hätte, da sagte sie mit vollen Backen kauend

„Hmmm… die Wiener schmecken echt besser als die Putenwürstchen!“

Wir kabbelten uns noch eine kleine Weile bis es auch dem Chef zu viel Klamauk wurde und er augenzwinkernd sagte

„Heee! Jetzt hört mal auf ihr Beiden!“

Gut dass Bergen da war, denn mit den Foppereien konnte ich wenigstens die Kunden ausgleichen, die heute versucht haben mich völlig ausflippen zu lassen…

to be continued…

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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5 Antworten zu Freaky Friday – Teil 1

  1. ednong schreibt:

    Beweisbild? Nee, du bist ja da gar nicht zu sehen drauf. Nachher ist das noch Bergen in den Handschuhen …

    Und so so, weiter oben ist es also gut. Hm, ich könnte da meine Hände sicher auch kurzzeitig für entbehren 😉

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  2. Y lex schreibt:

    Hätte dir sicher jeder geglaubt 😉

    Ich hab mich versehentlich darauf gesetzt hören wir gar nicht oft…

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  3. Pingback: Die Freitagnachmittage | apothekentheater

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