Rezepturen für den Hausgebrauch – Teil 1

Die liebe Aponette hat mir mit ihrer Idee doch einmal selbstgemachten Senf zu Weihnachten zu verschenken die Grübelei erspart, was ich dieses Jahr meiner Verwandtschaft angedeihen lasse. Seit ich PTA bin, bekommen Tanten und Onkel nämlich immer irgendwas, das im weitesten Sinne mit der Apotheke zu tun hat. Dieses Jahr also Senf

Die Rezeptur teile ich gerne mit euch:

150g gelber Senf gepulvert (Semen erucae pulvis – aus der Apotheke)

50g schwarzer Senf gepulvert (Semen sinapis nigrae pulvis – aus der Apotheke)

300ml Essig (milder Wein- oder Apfelessig)

3 Bio- Orangen auspressen und den Saft auf 100ml reduzieren. 

Orangenschale von 3 Bio- Orangen, fein abgeraspelt

ca. 100g Honig

1 kleines Stück geriebenen Ingwer

4 TL Salz

Alles einmal grob mischen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Dann nochmals mit einem Pürierstab gut durchmischen bis eine zähe Masse entsteht. Über Nacht offen stehen lassen (dann dampft der Essig etwas ab). Am nächsten Tag kann man die Konsistenz begutachten, und entweder Saft oder Senfpulver beifügen bis es richtig „senfig“ ist. Auch mit der Menge vom Honig kann man je nach Geschmack noch spielen. Anfangs ist der fertige Senf noch sehr scharf – je älter er wird und je wärmer die Umgebungstemperatur ist, um so milder wird er dann. Falls noch Senfpulver übrig ist kann man zur kalten Jahreszeit auch noch ein wärmendes Fußbad machen. Dazu einfach lauwarmes Wasser in eine Schüssel füllen und 1-2 EL Senfpulver mit einem Schneebesen unterrühren. Die Füße ca. 15 Minuten darin baden, abtrocknen, eincremen und Wollsocken darüber ziehen. Hilft gegen kalte Füße und tut gut bei Erkältungen. Aber Vorsicht! Das ist nichts für Kinder und Schwangere. Kinderhaut ist dafür zu zart, und bei Schwangeren kann so ein Fußbad Wehen auslösen.

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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7 Antworten zu Rezepturen für den Hausgebrauch – Teil 1

  1. Eve schreibt:

    Das hört sich ja interessant und lecker an – und sieht auch noch gut aus.
    Nach meinem Experiment diesen Sommer (Feigensenf mit Igitt-Farbe) ist das ein echtes Argument.
    Das mit dem Senfbad interessiert mich auch.
    Ist das auch was bei Durchblutungsstörungen der Hände und Füße (Morbus Irgendwas.. oder Leichenfinger)? Oder sollte der Gatte da besser die Hände rauslassen? (Und den Senf besser essen?)

    Deinen Blog lese ich gerne, immer wieder…. Liebe Grüße Eve

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  2. aponettesplauderei schreibt:

    🙂🙂🙂 und der ist SOOO lecker!

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  3. Shark schreibt:

    Wie teuer ist denn so ein Senfpulver ungefähr? Ich habe da so überhaupt keine Vorstellung…

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  4. Shark schreibt:

    Danke für die Antworten! 🙂

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  5. Pingback: Rezepturen für den Hausgebrauch – Teil 5 | apothekentheater

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