Das bekommen Sie in der Alditheke

Unlängst erreichte uns ein Rezept mit Verbandmitteln. „Multinorm Wundverband sensitiv steril“ war verordnet worden, aber Lea konnte diese Firma beim besten Willen nicht in unserer Datenbank finden. Sie suchte daraufhin in den Weiten des Internets nach besagtem Produkt, denn der Patient wollte von einem Austausch gegen eine andere Firma nichts wissen – der bekannte Satz „Der Arzt wird sich schon etwas dabei gedacht haben“ qualifizierte ihn direkt für ein Päckchen Limone Heißgetränk. Lea wurde fündig – dieses Produkt wird exklusiv für die bekannte Supermarktkette ALDI (Nord wie Süd) produziert. Das können wir nicht bestellen. Aber dort kann man ja bekanntlich NOCH keine Rezepte einlösen. Wir haben uns das Mal vorgestellt: Kunde kommt dort hin, kauft seinen wöchentlichen Bedarf dort ein – samt den benötigten Wundverbänden. Der Kassiererin reicht er dann am Schluss das Rezept, sie bedruckt es über die Registrierkasse, verrechnet 2,50€ als Gutschrift pro Hilfsmittelposition wie bei einem Rabattcoupon und verwahrt die Verschreibung an der Kasse. Am Abend werden die Rezepte eingesammelt und zur Verrechnungsstelle geschickt… wozu braucht man da noch Apotheken/ Sanitätshäuser? Das kann dann bei den Rollatoren die dort 2x im Jahr angeboten werden ebenso laufen wie mit Handgelenkbandagen etc. – Schöne Neue Welt… Der Kunde war zum Glück einsichtig, und der Arzt bereit ein neues Rezept auszustellen. Die Kasse hätte sicher etwas dagegen gehabt, wenn der Versicherte ihr eine Rechnung aus dem Supermarkt mitsamt dem Rezept zur Verrechnung einschickt… noch.

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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11 Antworten zu Das bekommen Sie in der Alditheke

  1. ednong schreibt:

    Naja,
    macht es dann doch genauso! Einfach alles anbieten, was Oma Helene in einer Woche so einkaufen würde und zum Schluss das Rezept beliefern. Soll ja keiner sagen, Apotheken seien nicht flexibel …

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  2. Kontrast schreibt:

    Hallo ptachen,

    ich lese deinen Blog zwar meist still, aber mit großem Vergnügen. Finde es sehr interessant, einen Blick hinter die Kulissen der Apothekenarbeit zu bekommen. Ihr scheint außerdem ein lustiger Haufen zu sein, das macht es noch spannender. 😉

    Ich habe nur eine kleine Anmerkung (ich weiß, das ist etwas unglücklich, da meldet sich der unbefriedigende, weil stille, Leser, mal zu Wort und dann meckert er gleich – entschuldige bitte!): ich finde, deine Texte würden sich viel besser lesen lassen, wenn du mehr Absätze einbauen würdest. Die dialoglastigen Artikel, wo du viele Absätze verwendest, lesen sich für mich viel angenehmer als die Blocktexte, von denen ich mich manchmal ein bisschen erschlagen fühle.

    Das ist aber eindeutig meckern auf hohem Niveau. Ich lese hier sehr gerne, wirklich. Danke, dass du uns auf diese Art teilhaben lässt.

    Schöne Grüße,
    Kontrast

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    • aponettesplauderei schreibt:

      Das ist ein interessanter Kommentar! Ich mache auch ungern Absätze bei WordPress, weil der Abstand zwischen zwei Absätzen immer gleich so groß ist, daß für mich die Absätze inhaltlich gar nicht mehr zusammen passen. Ich konnte aber noch nicht rausfinden, wo ich bei WordPress den Absatzabstand ändern kann.

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      • ptachen schreibt:

        Genau deshalb mache ich auch keine Absätze – weil dann gleich eine ganze Leerzeile entsteht. Den Einwand kann ich aber gut nachvollziehen! Ich lese auch ungern solche Blocktexte…

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      • ednong schreibt:

        Solche Dinge lassen sich im CSS verändern …

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      • stahldame schreibt:

        Was passiert bei Shift + Enter?

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      • nickel schreibt:

        Shift und Enter macht einen Absatz ohne ganze Leerzeile, ist hier also die richtige Lösung. 🙂

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      • ptachen schreibt:

        Ich schreibe auf dem Handy… Was mache ich da?

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      • nickel schreibt:

        Ich glaube da gibt es die Möglichkeit nicht.
        Hut ab für die Geduld das auf dem Handy zu schreiben. Ich habe das eine Zeit lang versucht und fand es ziemlich ätzend.

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      • Python schreibt:

        Ich bin mir nicht sicher, ob die mobile Version es anbietet, aber versuch mal im Editor von „Visuell“ auf „Text“ umzuschalten. In diesem Modus wird der Text nicht automatisch formatiert (etwa diese Zwangsabstände), sondern du kannst darin direkt HTML schreiben.
        Dann kannst du dort den Zeilenumbruch machen und anschließend wieder zurück wechseln. Oder du findest gefallen daran z.B. fette Passagen so zu schreiben (ich weiß jetzt nicht, welche Version richtig dargestellt wird, darum gibt es jetzt mehrere Zeilen):
        Hervorgehobener Text
        >strong<Hervorgehobener Text>/strong<
        Und falls es nicht wie gewollt geklappt hat in Worten:
        Zwischen „“ Zeichen steht die Eigenschaft, dann kommt die Passage, welche auch wieder mit „“ abgeschlossen wird.
        Das könnte (Ich habe es noch nie mit dem Handy versucht) einfacher gehen, als mit irgendwelchen Knöpfen.

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      • Python schreibt:

        Jetzt weiß ich wie es dargestellt wird, aber ich hab die Zeichen gerade falsch herum gezeichnet 😀
        Also:
        <strong>Hervorgehobener Text</strong>
        ergibt
        Hervorgehobener Text

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