Für alle Eventualitäten gerüstet…

Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass es mir schwer fällt das Haus zu verlassen ohne für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Das führt leider dazu, dass ich häufig mit einer überdimensionalen Tasche bepackt bin wenn ich auch nur einen kurzen Ausflug Unternehmen möchte. Für einen „Kurztrip“ (3 Stunden) in den Park/Wald/Zoo mit meinem 3 1/2 jährigen Kind habe ich eigentlich immer 

– mindestens 3 Tupperdosen voll Obst, Kekse, kleine Süßigkeiten oder Würstchen, hartgekochte Eier, Salz und etwas Brot

– 2 Liter Getränke

– 2 Garnituren Wechselklamotten und ein zweites Paar Schuhe fürs Kind

– 2 Mulltücher, Feuchttücher, Desinfektionsmittel für die Hände, Wundreinigungsmittel, Pflaster, Sonnencreme, Papiertaschentücher, Wundheilgel, Eisbeutel und Insektenstichheiler

– ein Schweizer Messer

– einen Blister mit Ibuprofen

– mindestens 10 Euro und die „Gesundheitskarten“

dabei. Und soll ich Euch was sagen? Ich brauche es sogar manchmal 😉

Es ist so eine innere Unruhe die mich ansonsten befällt, ein dauerndes Gefühl irgendetwas vergessen zu haben. Ist das typisch für unseren Beruf, oder bin ich nur paranoid? Oder beides? 

Im PTA Forum hat gerade jemand ernsthaft die Frage gestellt, ob es nicht sinnvoll wäre bevor man z.B. auf ein Festival geht prophylaktisch Flumazenil ret. einzunehmen, falls jemand einem heimlich k.o. Tropfen ins Glas schüttet. Einige haben sich darüber lustig gemacht, und gesagt dann könne man gleich prophylaktisch 

– die Pille danach

– MCP und Loperamid für den eventuell grassierenden Magen- Darm- Virus

– ein Antibiotikum

– eine Creme gegen Scheidenpilz

– Arilin gegen Trichomonaden und

– Truvada als HIV- Prophylaxe

einnehmen. 

Aber bei dieser sehr umfassenden Liste musste ich an mein Equipment denken, das ich immer mit herumschleppe… hat wohl doch irgendwas mit dem Beruf zu tun meine Paranoia 😉

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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13 Antworten zu Für alle Eventualitäten gerüstet…

  1. ednong schreibt:

    Wie gut, dass ich keine Festivals besuche. Vermutlich könnte ich als Mann immerhin auf die Pille danach verzichten …

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  2. Alexander schreibt:

    Hatte da echt jemand _ernsthaft_ die Idee, _vorsorglich_ dieses Zeugs gegen KO-Tropfen zu schlucken? Hm, da wäre meine Empfehlung dann eher, das Haus gar nicht mehr zu verlassen, denn das grenzt dann schon an Paranoia.

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  3. Shark schreibt:

    Wenn das Flumazenil nur zwei Stunden wirkt, muss man da aber eine ganze Kühltasche von Ampullen mitnehmen, oder?
    Wäre vielleicht einfacher, keine geöffneten Getränke von fremden Leuten anzunehmen…

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  4. nickel schreibt:

    Ich glaube das liegt nicht zwingend am Beruf. Auch ich habe immer meinen halben Hausstand dabei, wenn ich auch nur kurz in die Stadt fahre. Jetzt mit Kind ist das noch viel schlimmer.

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  5. kat_wirdgutesjahr schreibt:

    Ich habe auch fast immer den halben Hausstand dabei; mit 2 kleinen Kindern noch deutlich umfangreicher. Und ausgerechnet, wenn man nichts dabei hat, braucht man was. Ich war kürzlich mit beiden Kindern nur schnell was einkaufen. Das Auto sprang nicht mehr an und wir durften 1h auf den Adac warten. Natürlich hatte ich ausgerechnet dann kein Fläschchen für meine Tochter dabei. Seitdem habe ich immer ein „Notfläschchen“ dabei.

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  6. susepedia schreibt:

    Kurze Frage einer Nicht-Mutter: braucht man „so viel“ zu futtern bei einem unter halbtaglangem Ausflug? Halten Kinder in dem Alter noch nicht so lange ohne Essen durch? Oder geht es da nur um die Auswahl?

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    • ptachen schreibt:

      Meistens sind wir etwa 4 Stunden unterwegs. Wenn wir dann nach Hause fahren, dann schläft mein Filius immer gerne im Auto ein und lässt sich nicht mehr wecken. Abendessen fällt also aus. Ist der Magen leer, dann wacht er mit schöner Regelmäßigkeit gegen 0 Uhr mit einem Riesenhunger auf. Nach dem Mitternachtssnack ist er dann wach bis etwa 2 Uhr. Wenn der Wecker dann gegen 6.30Uhr klingelt und ich arbeiten muss bin ich platt. Also lieber „abfüttern“ unterwegs, dann ist die Nacht ruhiger 😉

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    • ptachen schreibt:

      …und natürlich geht es auch darum, dass die Kinder im Park überall andere futternde Kinder sehen, und dann jedes Mal auch dringend was brauchen. In dem Fall wird man arm wenn man an jedem Stand eine Waffel/Brezel etc. kaufen „muss“

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      • susepedia schreibt:

        Danke für die schnelle Antwort. Klingt beides sehr logisch. 😉

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      • ptachen schreibt:

        Ich hab das früher auch nie verstanden warum die Muttertiere immer ihren halben Hausstand mit sich herumschleppen… vieles erschließt sich erst, wenn man die Erfahrung selbst macht… Ich bin nur froh, dass die Windelzeit hinter uns liegt, da war es noch mehr Kram 😉

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  7. TFH schreibt:

    Also Ausflugs-Preppertum geht auch ohne Kinder,
    ist wohl aber mit Kindern sehr sehr üblich..

    Essen&Getränke – ist praktisch
    Wechselklamotten – naja.. ob 2 Garnituren sein müssen ist so eine Sache..
    Eine Garnitur im Auto und eine Plastiktüte um die Matschverklebten Klamotten zu transportieren reicht ja auch 😉
    Mobile Präventions- und Notfalltasche.. Klingt sinnvoll – braucht es wohl nicht immer.. aber wenn man eh schon ne Tasche rumschleppt, ist es bequemer das als Set bereitzuhalten, und nicht jedesmal individuell zusammenzustellen..
    Schweizer Messer – ist immer gut, eine Rolle Klebeband dazu und man kann die Welt retten.
    Bedarfsmedikation schadet auch nict
    und Geld und Krankenkassenkärtchen sollte in meinen Augen eh immer dabei sein.

    Ich würde meinen, das hat mehr mit dem Elterntum als mit dem Beruf zu tun..
    Eine „Ausflugstasche“ geht wohl Evolutionär aus der „Wickeltasche“ hervor.
    Da ist es ohnehin obligatorisch eben für Notwendigkeiten gerüstet zu sein,
    und die Tasche bleibt eben, aus Breichen und Fläschchen werden eben Tupperdosen mit Obst,
    und Getränkeflaschen, die WIndeln verschwinden, und es wandert eben so allerlei mit hinein, was man mal hätte gebrauchen können, oder was man meint gebrauchen zu können…

    Ist also nur entfernt verwand mit dem „Kinokoffer“ 😛

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