Hoffnung Kymriah

Die erste Gentherapie gegen Krebs hat eine Zulassung in den USA bekommen: Kymriah nannte Novartis sein neues Medikament. Es wurde eine Weile spekuliert wie viel die Therapie kostet, die nur ein einziges Mal verabreicht wird, nun wissen wir es: 475000$ – zahlbar nur, wenn das Medikament auch wirkt.

Ist das nun Wucher auf Kosten von Sterbenskranken wie die Süddeutsche Zeitung vermutet?

Oder ist die Gentherapie so teuer weil derart viel Forschungsarbeit im Vorfeld erbracht werden musste?

Wieviel darf ein Leben kosten? Und – falls es in Deutschland zugelassen werden sollte – zahlt das die Krankenkasse? Wenn ja von welchem Geld?

Das „lebende Medikament“ wurde für Menschen bis maximal 25Jahre zugelassen, und hat eine Erfolgsquote von 83%, allerdings auch sehr starke Nebenwirkungen.

Kymriah, die neue, teure Hoffnung gegen Krebs – für junge und reiche Menschen in den USA…

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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6 Antworten zu Hoffnung Kymriah

  1. ednong schreibt:

    Der Preis ist horrend. Ich bin der Meinung, dass der Herstellers sein Geld sicherlich auch hereinbekommen, wenn die Therapie deutlich billiger und von den Kassen bezahlbar wäre. Aber das würde natürlich die Trennung von 1. und 2. Klasse Medizin aufheben …

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  2. Alexander schreibt:

    Ednong, ich gehe davon aus, daß Du die Zahlen nicht näher kennst, d.h. nicht weißt, wieviel der Hersteller in die Forschung, Zulassung, etc. gesteckt hat. Insofern ist eine Aussage wie „ich gehe davon aus“ pure Glaskugelei.

    Klar, Novartis ist ein kommerzielles Unternehmen und will daran auch was verdienen, aber das ist auch legitim, denn hätten sie diese Chance nicht, würden sie vermutlich gar nicht anfangen, so was zu entwickeln. Pharmafirmen sind, so hart das klingen mag, nicht das Sozialamt.

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    • OtaconHC schreibt:

      Oder man geht einfach den üblichen Weg der Pharmakonzerne in den USA.
      Die ersten Jahre erst mal horrende Summen verlangen.

      Gerade bei solchen „Leiden“ versucht man da aus den vollen zu schöpfen.

      Abschöpfungsstrategie nennt man das auch gerne. Wird auch in anderen Industrien gerne benutzt. Und ist wenn es um Menschenleben geht widerlich.

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    • ednong schreibt:

      Nein, ich kenne die Zahlen nicht. Aber kennst du sie?

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  3. Sarah PTA schreibt:

    Nun, Spinraza ist auch nicht so günstig. Schau mal in die Taxe, Ptachen. O.o

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  4. sakasiru schreibt:

    Ist eine „herkömmliche“ Krebstherapie, teilweise über Jahre hinweg, denn unterm Strich so viel günstiger? Okay, es wird wohl auch hier nicht allein auf „einmal Medikament nehmen und dann krebsfrei“ hinauslaufen, aber die Krankenkassen sollten das schon gegenrechnen, wie viel sie dafür auf der anderen Seite an Kosten einsparen könnten.

    Das der Hersteller erst mal so reinklotzt ist natürlich bitter. Aber auch da hoffe ich, dass sich ein erfolgreiches Medikament schnell amortisiert und der Preis gesenkt wird.

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