Toller Beruf

Kürzlich war ein Artikel in der Fachpresse, in dem über eine junge Dame berichtet wurde. Sie hatte sich auf zwei Studienplätze beworben, nämlich auf Pharmazie und Medizin – gewonnen hat die Pharmazie. Ihre Gründe wurden erklärt und der Artikel war eigentlich ganz nett:

Nun wurde in einem Facebook Forum derart über die Entscheidung der jungen Dame gespottet – das war nicht mehr schön. Mut dieser Wahl hätte sie sich quasi das Leben ruiniert war beinahe die einhellige Meinung, und ich finde das furchtbar schade!

Auch wenn die Krankenkassen einem das Leben manchmal schwer machen, oder der Verdienst in einer öffentlichen Apotheke nicht mit dem in der Industrie vergleichbar ist – für mich bleibt die Arbeit immer noch eine der schönsten die ich mir denken kann. Warum?

– Die Kundenkontakte bringen jeden Tag eine neue Herausforderung. Man weiß morgens niemals wie der Tag aussehen wird, das hält geistig fit und ist genau das Richtige für neugierige Menschen wie mich!

– Man hat den Gegensatz von der Arbeit im „Verkauf“ und der Laborarbeit – wo sonst findet man solche Gegensätze an einem Tag?

– In der Apotheke hat man niemals „ausgelernt“, denn es kommen immer neue Erkenntnisse dazu, und das Feld „Gesundheit“ ist so weit wie kaum ein anderes.

– Die Herstellung von Rezepturen hat etwas von backen oder kochen. Ich freue mich jedes Mal über gute Ergebnisse!

– Das Anmessen von Kompressionsstrümpfen verlangt Genauigkeit und Fingerspitzengefühl.

– Auch buchhalterisch sollte man für die Arbeit hinter den Kulissen geschult sein und etwas verstehen.

– Die Dekoration der Apotheke und ihrer Schaufenster lässt auch die kreative Seite nicht zu kurz kommen!

– Es ist ein helfender Beruf ohne zu viel Hautkontakt zum Kunden 🙂

– Wenn man in einem so positiven und lustigen Team mit lieben Kolleginnen und einem tollen Chef angekommen ist wie ich, dann freut man sich morgens immer, alle wiederzusehen.

Der Humor kommt bei uns zum Glück nie zu kurz, und wir können einander immer eine Stütze auch in schweren Zeiten sein. Das ist so wichtig! Daher würde ich mich niemals anders entscheiden und immer den Weg in die Apotheke gehen, auch wenn ich nochmals wählen dürfte. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar, und somit kann ich die Wahl der Studentin nur begrüßen. „Ja“ zur Apotheke – aus tiefstem Herzen!

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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Eine Antwort zu Toller Beruf

  1. Nanny Ogg schreibt:

    Diejenigen, die spotten, tun mir leid. Sie haben offensichtlich keinen Beruf, der sie glücklich macht. Bei Dir ist das spürbar anders, was schön ist. Ein Beruf, der zwar viel Geld einbringt, mich aber unglücklich macht – der ist die Lebenszeit nicht wert.

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