Die Fragen

Folgende Fragen habe ich nun mit eurer Unterstützung zusammengestellt! Ich bin gespannt ob und wie sie beantwortet werden:

Wann beginnt Korruption? Bereits wenn man sich ein Essen zahlen lässt, oder erst wenn eine gewisse Menge Geld fließt? Falls Korruption schon im Kleinen beginnt – warum lässt sich die SPD von Doc Morris zum Essen einladen (Stichwort Spargelfahrt)?

Ist es richtig, dass die SPD es lieber hätte wenn die Apotheken nicht mehr inhabergeführt sind, weil man mit Konzernen besser verhandeln kann?

Wie kann es sein, dass ausgerechnet die SPD es sehenden Auges gut heißt tausende wohnortnahe Frauenarbeitsplätze in Deutschland zu opfern, um einen Konzern im Ausland zu fördern?

Warum tritt die SPD so massiv gegen ein RX Versandverbot aus dem Ausland ein?

Wie attraktiv sind große Versandapotheken für Pharmafirmen?

Wie interessant wäre es für Pharmafirmen, wenn AMAZON mit ins Boot des Arzneimittelversands einsteigt?

PR wird vermehrt über Influencer gemacht. Blogartikel aber auch Kommentatoren sind immer häufiger „eingekauft“. Ist das tatsächlich ein wachsender Markt?

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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8 Antworten zu Die Fragen

  1. aponettesplauderei schreibt:

    Gut! Jetzt interessieren mich natürlich die Antworten….

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  2. Martin schreibt:

    Bitte unbedingt diese Fragen der SPD-Bundestagsfraktion zukommen lassen!

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  3. gedankenknick schreibt:

    Darf ich mich mal daran versuchen?

    Wann beginnt Korruption? Gemäß des Antikorruptionsgesetzes bereits bei 0,01€, sofern dieser benutzt wird, seinem Gegenüber in der Kaufentscheidung zu beeinflussen.

    warum lässt sich die SPD von Doc Morris zum Essen einladen
    1) Hier fließt kein direktes Geld, so kann man besser „Ausreden“ erfinden.
    2) Politiker sind per Definition unbestechlich – unsere SPDler nehmen nicht einmal Vernunft an.
    3) Bei Entscheidungen zu Gusten (ausländischer) Großkonzerne winkt ein Aufsichtsratsposten zur Nachverwendung (nach Beendigung der Polit-Karriere). Wenn DAS kein Grund ist, sich sowas mal anzuhören…
    4) Ausländische (Groß)Konzerne, insbesondere schweizerische und niederländische, entziehen sich gerne und erfolgreich der deutschen Rechtssprechung. Also droht auch bei Verstoß gegen das Antikorruptionsgesetz kaum Ungemach.
    5) Was diese Konzerne betreiben ist schließlich keine Korruption (ausdrücklich verboten), sondern Lobbyismus (ausdrücklich erlaubt). Ende der Erklärung.

    Ist es richtig, dass die SPD es lieber hätte wenn die Apotheken nicht mehr inhabergeführt sind, weil man mit Konzernen besser verhandeln kann?
    Nein. Es ist richtig, dass die SPD es lieber hätte wenn die Apotheken nicht mehr inhabergeführt sind, weil inhabergeführte „Klein“-Apotheke:
    1) keine Aufsichtsratsposten zu vergeben haben.
    2) schlechter für die Gewerkschaften – insbesondere für die ganz großen wie Ver^di – greifbar sind. Daraus folgt dann 1).

    Wie kann es sein, dass ausgerechnet die SPD es sehenden Auges gut heißt tausende wohnortnahe Frauenarbeitsplätze in Deutschland zu opfern, um einen Konzern im Ausland zu fördern?
    Siehe die oberen Erklärungen. Aufsichtsratsposten. Groß-Gewerkschaft. Für Belange zu Arbeitsplätzen, Frauen und Frauenarbeitsplätzen sind schließlich die Gewerkschaften zuständig.

    Warum tritt die SPD so massiv gegen ein RX Versandverbot aus dem Ausland ein?
    Siehe oben – Aufsichtsratsposten, Gewerkschaften. Außerdem wollen die gKVen den ausländischen Versandhandel, weil sie meinen, damit und mittels Selektiv-Arzneimittellieferverträgen zusätzliche Mrd.-€ sparen zu können. Da auch die gKVen nette Aufsichtsratsposten zu vergeben haben (Trullala Schmitdt war als Gesundheistministerin schließlich in 10 Kassen-Aufsichtsräten gleichzeitig zusätzlich zum Ministeramt) hört man gerne auf die Wünsche der gKVen.

    Wie attraktiv sind große Versandapotheken für Pharmafirmen?
    Eigentlich gar nicht, weil sie zu viel Marktmacht anhäufen und damit als Vertragspartner zu marktmächtig werden (Einkaufs-Macht). Das ganze dreht sich, wenn man die totale Vertikalisierung schafft. Also Herstellung, Großhandel und Einzelhandel gehören EINEM Konzern. Dann hat man selbst die totale Marktmacht, auch gegenüber den kranken Kassen. Gutes Beispiel hierfür ist Großbritannien, wo Apotheken prinzipiell nicht Produkte der „gegenerischen Großhändler und Hersteller“ am Lager haben.

    Wie interessant wäre es für Pharmafirmen, wenn AMAZON mit ins Boot des Arzneimittelversands einsteigt?
    Siehe eine Antwort oben. Ama^zon ist ein guter Logistiker in der Großstadt. Die nachgeschaltete Logistik interessiert die Pharma-Hersteller aber meist wenig. Ama^zon ist aber auf dem platten Land genauso schlecht wie der nachgeschaltete Lieferdienst. Ama^zon arbeitet IMMER für sich selber. Ama^zon wertet Kundendaten aus nach Strich und Faden. Die Frage ist, ob wir sowas wirklich wollen…

    PR wird vermehrt über Influencer gemacht. Blogartikel aber auch Kommentatoren sind immer häufiger „eingekauft“. Ist das tatsächlich ein wachsender Markt?
    Klar wächst dieser „Markt“. Und schließlich rennt man gerne seinem Idol hinterher, geht mir nicht anders. Irgendwann werden sich dann einzelne Menschen, wenn dann das Kind (persönlicher Weise) mal wieder in den Brunndne gefallen ist, an den Werbeslogan der „Gelben Seiten“ erinnern. Bloß dass es dann auf Grund mangelnder Nachfrage eben weniger Menschen gibt, die sich mit dem Problem auskennen. Und gemäß Marktwirtschaft wird dann die Bearbeitung teurer werden. Oder um es addaptiert mit Karl Valentin zu sagen: Vorher Gehirn einschalten spart Geld, ist aber anstrengend.

    ACHTUNG! ALLERGIEGEFAHR! Dieser Kommentar wurde in einem Gehirn erstellt, welches regelmäßig Sarkasmus, Ironie und Glucose verarbeitet. 😉

    Gefällt 1 Person

  4. Pharmama schreibt:

    Hallo PTAchen – willst Du meine Fragen (und Voraus-lese-Text) auch sehen?

    Woran wird der angebliche Lobbyismus der Apothekerschaft denn festgemacht? Abgesehen davon, dass die Ergebnisse da mehr als zu wünschen übrig lassen …
    Es sitzt (glaub?) genau eine Apothekerin im Bundestag. Und die war nur bis 2002 im Beruf.
    Dafür sitzt mittlerweile DocMorris in den politischen Gremien und diktiert den Gesetzgebern den Text diktiert? Ein Angehöriger von Schäuble arbeitet bei DocMo und siehe da: das Verbieten vom RX-Versand ist lt Schäuble unmöglich. DocMorris sponsert die SPD sponsert und die SPD spiegelt genau dieses in den Gesetzestexten wider: kein RX-Versandverbot mit der SPD …

    Widersprechen die Rabattverträge der Krankenkassen nicht dem Korruptionsgesetz?
    Was sagt Transparency International zum Thema Rabattverträge? Die sind ein schwarzes Loch und öffnet meiner Meinung nach der Korruption allerlei Türen. Da werden zwischen Pharmafirmen und Krankenkassen Verträge gemacht, die nicht einsehbar sind, wo niemand (ausser die Firmen und Kassen selber) weiss, zu welchen Konditionen … und die Umsetzung derselben ist dann auch noch rechtlich bindend für die Apotheken – bis zum Retax (also nicht bezahlter Leistung)? Die Apotheke berechnet den vollen Preis, die Herstellers erstatten die Rabatte an die Krankenkassen zurück. Unbekannt ist dann auch was mit der Zuzahlung ist: Sind die Präparate (die offenbar bis 90% rabattiert werden von den Pharmafirmen mit dem Zuschlag) dann alle frei oder kassieren die Krankenkassen dann knallhart 5 € vom Patienten und verdienen also noch dran?!

    Wieso müssen sich die Apotheken an den Rahmenvertrag halten, die Versender aber nicht? Wieso müssen Pharmagrosshandel und Apotheken die Temperaturvorgaben dokumentieren müssen, DHL und Co aber nicht? Ebenso der Versorgungsauftrag: die Versender haben den ja wohl nicht? Und natürlich die Aufhebung der Preisbindung für Rezeptpflichtige Arzneimittel für Ausländische Versandapotheken.

    Was sagen Sie zu dem Honorargutachten der Apotheken?
    Da steht ja auch drin, dass bereits seit 2015 etliche Apotheken vor dem Aus stehen, viele nur noch durch gnadenlose Selbstausbeutung überhaupt überleben und trotzdem weiterhin alle Gemeinwohlpflichten nicht kostendeckend erfüllt werden müssen (die ja dann offensichtlich ein Minusgeschäft und kein „Schutzzaun um alte Pfründe“ sind).
    Die den Apotheken vom Staat auferlegten Allgemeinwohlpflichten sollen laut Gutachtern nur noch zu 40% über RX gedeckt werden. Ist das zulässig? Der Staat regelt diese Pflichten, da kann er deren Entlohnung nicht dem Bürger auf’s Auge drücken, zumal der die Ausweichsmöglichkeit zu billig-billig-Versandapotheken hat. Dass den Apotheken vorgeschlagen wird, im Sinne der freien Marktwirtschaft die Preise bei OTC zu erhöhen ist lächerlich, da unpraktikabel und wird dem Bürger gar nicht schmecken.
    Politik und Krankenkassen ruhen sich sehr auf dem „Versorgungsauftrag“ aus. „Da sorgen sich welche um die Bevölkerung“ – OHNE daran noch zu denken, dass das auch eine entsprechende Honorierung notwendig macht. Entsprechende Honorierung bedeutet hier „wirklichkeitsnah“.

    – Ich bin gespannt, ob in der Diskussion auf etwas davon eingegangen wird …

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