797 Ausweise und ein Todesfall

Dass wenig Organe in Deutschland gespendet werden war mir klar – seit dem Skandal 2012 werden es auch immer weniger. Aber das??? 797 Menschen in Deutschland seien nur noch im Besitz eines Organspendeausweises schreibt „Die PTA in der Apotheke„.

Ich bin erschrocken. Richtig geschockt hat mich diese Zahl. Konnte das wahr sein? Woher will man außerdem die Zahl so genau festmachen? Ich trage ebenfalls einen Ausweis mit mir herum, aber ich habe mich nirgendwo registriert! Hätte ich das tun müssen?

Ich fing an nachzulesen was es mit dieser Zahl auf sich haben könnte – es ist (glücklicherweise) NICHT die Zahl der Ausweisbesitzer, sondern die Zahl der Organspenden 2017 in Deutschland!

Aber muss mich das eigentlich beruhigen? Eine gute Freundin von mir hat ihre Organe vor vielen Jahren gespendet (beziehungsweise ihre Eltern haben das so entschieden weil sie das auch so wollte). Ich habe mich sehr bewusst mit dem Thema auseinander gesetzt, und ahne, wie verdammt viel Kraft und Schmerz es die Hinterbliebenen kostet in diesem Moment so zu entscheiden. Aber ich weiß auch, wie viel Trost im nachhinein in diesem Schritt steckt.

Ich verstehe es, wenn die Eltern eines jungen Menschen es nicht ertragen können, wenn ihr Kind „zerlegt“ wird. Nur… später kann man an den Tod denken mit der Gewissheit, dass zumindest irgendwo anders dafür andere Eltern nicht um ihr Kind trauern müssen, und es leben darf. Oder dass eine Mutter ihre Kinder aufwachsen sehen kann, und nicht von ihnen zu Grabe getragen wird.

Viele Menschen scheuen diesen Schritt, weil sie Angst haben vorschnell für tot erklärt zu werden, wo man vielleicht noch etwas hätte tun können. Das sind zumeist die Menschen, die mit dem Begriff „Hirntod“ nichts anfangen können. Alle Fragen die ihr dazu habt werden auf dieser Seite erörtert.

Der „Skandal 2012″ den viele noch als Hintergrundrauschen in Erinnerung haben sei Schuld daran, dass immer weniger Menschen einen Ausweis besäßen liest man immer wieder. Doch wieso? Es ging niemals darum, dass irgendjemandem etwas entnommen wurde obwohl er noch nicht tot war. Es ging darum, dass sich Operateure Organe durch Manipulation der Patientendaten“erschlichen“ haben. Die Empfänger waren nicht so krank wie angegeben wurde, manchmal wurde ärztlicherseits Blut mit Urin gepanscht, manchmal wurden die Blutwerte vor- nicht nach der Dialyse weitergeschickt, und einmal wurde behauptet der Empfänger läge in Regensburg im Krankenhaus und nicht in Jordanien.

Ist das gut? Sicherlich nicht.

Und warum wurde das gemacht? Einmal ging es darum so viele OPs wie möglich ans eigene Krankenhaus zu holen, um Geld zu verdienen und das Renommee zu verbessern. Einmal ging es um ein schwer krankes Kind, einmal um eine junge Mutter von drei Kindern, in Jordanien weiß man es nicht genau. Der Arzt hatte dort persönliche Verbindungen – vielleicht lag es daran. Alles ist irgendwie menschlich erklärbar.

Inzwischen hat sich aber viel getan – zumindest finanziell profitieren die Operateure nun nicht mehr daran zu transplantieren – die „Kopfpauschale“ gibt es nicht mehr. Und alle anderen Betrugsmöglichkeiten wurden ebenfalls deutlich erschwert.

Verurteilt wurde übrigens meines Wissens vor Gericht keiner der Ärzte deshalb – auch weil deren Patienten zum Teil Falschaussagen zugunsten ihrer Lebensretter machten. Ich kann das nachvollziehen.

Es ist und bleibt ein Skandal, ja.

Aber keiner der einen davon abhalten sollte etwas Gutes zu tun. Wir können nichts mit hinübernehmen in die andere Welt (wenn es denn eine geben sollte). Kein Geld, keinen Reichtum… und keine Niere. Aber wir können noch etwas geben, nämlich Hoffnung und Leben für andere. Für unsere Angehörigen zum Trost.

Und so war es wohl ganz gut, dass „Die PTA in der Apotheke“ sich ein wenig vertan hat, hat es mich doch dazu gebracht mal wieder darüber nachzudenken und die Organspende zu thematisieren. Habt ihr eigentlich einen Ausweis…?

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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21 Antworten zu 797 Ausweise und ein Todesfall

  1. aponettesplauderei schreibt:

    Natürlich.
    Don‘t take your organs to heaven – heaven knows we need them here!

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  2. TFH schreibt:

    Klar hab ich auch einen…
    ich war mir auch nicht bewusst, dass es einen Skandal gab,
    allerdings das es durchaus auch eine „Organspendegegner“ gibt,
    die teilweise mit irreführenden Aussagen Stimmung gegen Organspende machen,
    teilweise auch einfach nur weil es nicht mit ihre Weltanschauung nicht konform geht.
    (z.B. KAO und andere, die auch Nicht-Organspendeausweise verteilen.. ich verzichte bewusst auf eine Verlinkung)
    Ich könnte mir vorstellen, dass die teils stark emotionale Argumentation in der Thematik hier auch Unsicherheiten fördert.

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    • ptachen schreibt:

      …dass DU einen hast war mir irgendwie klar 😉
      …dass es Nichtorganspendeausweise gibt wusste ich tatsächlich nicht. Schwachsinnig!

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    • Xeres (PTA) schreibt:

      Nun, dafür braucht man ja keinen speziellen „Nicht-Organspendeausweis“.
      Auf dem offiziellen Organspendeausweis schlicht „NEIN“ ankreuzen ist genauso effektiv, wenn nicht sogar die sicherere Variante.

      Personen die meinen einen solchen zu brauchen, zeigt an sich schon sehr schön das diese sich in keinster Weise damit beschäftigt haben. Sonst wüssten sie das. Maximal wurde sich dann damit beschäftigt, sich Sachen anzusehen oder durchzulesen die der eigenen Meinung entsprechen und diese stützen, egal mit welchem Wahrheitsgehalt oder Sinn.

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  3. Idgie schreibt:

    Aber die Leute haben sich dann wenigstens damit beschäftigt. Wenn auch mit falschem Wissen.
    Es einfach zu ignorieren finde ich noch schlimmer, auch für die Angehörigen die dann komplett überfallen werden und gar nichts wissen.
    Ich finde es besser wenn das so wie in der Schweiz??? geregelt wäre. Alle würden erstmal als Spender vermutet, und wenn man das nicht möchte müssen die Angehörigen das erwähnen um Gespräch.
    Nicht jeder kann im Todesfall noch spenden, manche sind einfach zu krank oder passen aus anderen Gründen nicht. Aber ich bin mir sehr sicher dass eigentlich fast jeder im Falle eines Falles ein Spenderorgan haben möchte.

    Ich selbst habe seit ich 18 bin einen Spendenausweis. Organe und Hornhaut dürfen entnommen werden.
    Allerdings möchte ich nicht dass meine Extremitäten oder Gesichtshaut verpflanzt werden. Den Grund kann ich nicht erkennen, ich fühle mich einfach unwohl dabei. Auch wenn ich weiß dass dann nicht „mein“ Gesicht durch die Gegend läuft sondern die Form sich durch das Gewebe da drunter formt.

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    • Arne Hofmann schreibt:

      Ich stimme dir zu. Das wichtige ist, das sich die Menschen früh einmal damit beschäftigen und für sich eine Entscheidung treffen. Und natürlich müssen sie ihre persönliche Entscheidung auch dokumentieren. Genau dazu dient der Organspenderausweis. Und im Organspenderausweis kann ja auch stehen, das man nicht spenden möchte.

      Ich bin seit 13 Jahren Nierentransplantation (Lebendspende vom Vater). Vor der Transplantation hatte ich ein Gespräch mit einem Freund. Der sagte: „Du kannst (zu Lebzeiten) alles von mir haben, ich helfe dir gerne. Aber wenn ich sterbe, dann möchte ich alle meine Organe mitnehmen.“ Das ist auch ein Standpunkt, den man akzeptieren muss.

      Ich schmunzle bei dem Gedanken, das ein Christ vor Petrus steht und Petrus sagt: “ Du hättest die Möglichkeit gehabt zu Lebzeiten eine gute Tat zu tun, die jetzt ( nach dem Tod) drei anderen Menschen das Leben verlängert und vereinfacht hätte. Hast du nicht, da geht es zur Hölle!“

      Für mich persönlich ist es absehbar, das in einem dreiviertel Jahr eine neue Niere brauche. Ich werde dann voraussichtlich für +- acht Jahre an die Dialyse müssen, bevor ich eine Niere bekomme da es zu wenig Spender gibt.

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    • TFH schreibt:

      Also die Kritik daran, dass ersteinmal die Annahme gilt, jemand sei Spender,
      halte ich für kritisch..
      Eine verpflichtende Entscheidung wäre ggf sinnvoll – allerdings aufwändig, da es dann auch eine ausführliche Aufklärung geben müsste – und medizinisches Personal dafür haben wir auch nicht gerade im Überfluss.. Ansonsten wäre es an sich recht einfach die Entscheidung beim Ordnungsamt in Verbindung mit dem Personalausweis treffen – und zentral hinterlegen zu können.

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    • Brigitte Novacek schreibt:

      Das ist in Österreich so, dass alle automatisch OrganspenderInnen sind und dem ausdrücklich widersprechen müssten. Finde ich gut.
      Soviel ich weiß, werden Angehörige vor der Entnahme auch noch gefragt.

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      • scrooge schreibt:

        In den Niederlanden liegt ein solcher Gesetzesentwurf vor, er muss noch durch die erste Kammer. Ich finde es auch gut, da sich viel zu viele einfach nicht mit der Thematik auseinandersetzen wollen und die bisherigen Aufklärungskampagnen relativ wenig gebracht haben.
        Selbstverständlich habe ich einen Ausweis, schon sehr lange.

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  4. Nanny Ogg schreibt:

    Ich selbst habe schon lange einen Ausweis, der ist auch immer bei meinen Papieren. Meine Kinder habe ich genötigt, einen bei sich zu tragen, auf denen sie die Spende ablehnen. Sie sind zwar informiert, sträuben sich aber, weil sie den Gedanken gruselig finden.
    Auf den Ausweisen, die ich kenne, kann man aus drei Varianten wählen:
    Spender, Spender mit Einschränkung(en), Nichtspender.

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  5. Christian schreibt:

    Ich habe meine Entscheidung auf einem Organspendeausweis eingetragen und diesen hinter meine Krankenkassenkarte gesteckt.
    Mit meiner Partnerin habe ich darüber gesprochen und auch wie ich meine Beerdigung wünsche.

    Lieber alles in einem ruhigen Moment klären als Unklarheiten in einer Not- / Schocksituation zu haben. Ich fnde die regelmäßige Erinnerung beim Personalausweiswechsel sinnvoll.

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  6. Christiane schreibt:

    Eine befreundete Krankenschwester hat mir mal erzählt, wie ihr Oberarzt mit Angehörigen potentieller Spender spricht. Sinngemäß „Wie würden Sie entscheiden, wenn Ihr Angehöriger mit einem Spenderorgan gerettet werden könnte?“. Wer kann da schon nein sagen?
    Es ist doch auch möglich bestimmte Organe auf dem Ausweis zu benennen, wenn man nicht „total ausgeräumt“ werden möchte, beispielsweise Nieren, Herz, Leber und Lunge. Oder tatsächlich zu Lebzeiten mit seinen Lieben über die eigenen Vorlieben sprechen, was im Notfall zu tun wäre.

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  7. Kira Leschik schreibt:

    Ich habe einmal, es ist reichlich zwanzig Jahre her, zugestimmt, dass die Organe eines verunfallten Familienmitgliedes gespendet werden dürfen. Ging grandios schief, der Chirurg machte bei der Entnahme einen Fehler und die Organe wurden damit unbrauchbar bzw. durften nicht mehr verwendet werden. Wahrscheinlich, damit die Sache nicht „umsonst“ war, hat man sich dann entgegen der Freigabe für die Entnahme einiger anderer „Kleinteile“ wie Hornhaut entschieden.
    Dumm nur, wenn eine offene Aufbahrung geplant war und einem der Bestatter nach der Abholung zartfühlend beizubringen versucht, dass es da wohl einiges an Arbeit bedarf.
    Ich glaube, an den heiligen Zorn, der mich da überkam, kann sich der entsprechende Chefarzt heute noch erinnern – ich hoffe es jedenfalls für ihn. Wie und womit er seinen Slasher vom Dienst damals diszipliniert hat, hab ich nie erfahren. Wenn er schlau war, hat er dessen Karriere gehörig ausgebremst – der Typ wollte sogar hinterher noch mir die Schuld zuschieben. Quasi eine nachträgliche Freigabe.
    Jedenfalls hat der Chefarzt meine Forderung umgehend erfüllt: dafür zu sorgen, dass die Aufbahrung wie geplant stattfindet. Stellen von „Ersatzteilen“ und Übernahme der Kosten für die nötigen Überstunden des Bestatters beim Herrichten. Letzten Endes hat er (oder die Klinik) die gesamte Rechnung beglichen, wahrscheinlich in der Hoffnung, die Sache buchstäblich zu begraben.
    Meinen Organspendeausweis habe ich danach zerrissen und der Mülltonne übergeben. Mittlerweile bin ich geneigt, die Dinge wieder etwas differenzierter zu sehen. Ich würde mir nie wieder einen Spenderausweis zulegen – aber in der Familie ist auch klar, dass wir trotzdem nicht grundsätzlich dagegen sind. Sollte so ein Fall jemals wieder eintreten, so soll jeder auch nach Art und Weise der Abwicklung und dem Eindruck gehen, den die involvierten Personen hinterlassen. Kurz, auf’s Bauchgefühl hören. Wir sind alle Menschen mit Fehlern – auch die Exemplare, die sich zwar Ärzte nennen, den Ansprüchen an geistige Reife, die dieser Beruf stellt, jedoch nicht mal ansatzweise genügen können.

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  8. Shark schreibt:

    Klar Organspendeausweis.
    Ich sehe Skandale auch nicht als Grund, sich gegen eine Spende zu entscheiden. Selbst wenn die „Chance“, dass Schindluder mit den Organen betrieben wird, 50 zu 50 steht, ist das immer noch eine 50%ige Chance, dass da ein Leben gerettet, bzw. das Leben eines anderen Menschen wieder lebenswert gemacht wird,
    Wohingegen die Alternative wäre, dass die Organe zu 100% nutzlos im Grab vergammeln.

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  9. gedankenknick schreibt:

    Zuerst: Ich habe auch einen. Immer bei mir.

    Zuzweit: Ein Nicht-Organspende-Ausweis könnte durchaus Sinn ergeben. Allerdings nicht in der Prämisse oben, sondern weil ich aus Kranksheitgründen (Infektionskrankheiten, Sucht, bestimmte Allergien, etc.) oder aus Arzneimittel-Therapie-Gründen (Antiepileptika, Therapie mit Interferonen, Antikörpertherapien, etc.) oder vielleicht auch aus ganz anderen (nachvollziehbaren) Gründen keine Organe spenden DARF. Dann wäre sofort und auf den ersten Blick klar: geht nicht. Keine langen, schwierigen und kostenintensiven Tests, keine Befragungen der Angehörigen. Das fände ich durchaus fair.

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  10. EVA Huber schreibt:

    Ausweis vorhanden. Im Geldbeutel und auf dem Handy 😊

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  11. Judi schreibt:

    Ich habe schon seit bestimmt 25 Jahren einen Organspendeausweis in der Geldbörse. Auch wenn ich zugegebenermaßen nicht sicher bin ob meine Organe brauchbar sind, das muss ich dann aber ja nicht entscheiden. Das Gleiche gilt für die Registrierung bei der DKMS.

    Ich habe gestern nur einen kurzen Bericht gesehen, in dem auch die Zahl 797 fiel. Darin hieß es unter anderem auch, dass das Netz in D ziemlich mangelhaft ist. Es gibt also potentielle Empfänger, es gibt einen passenden Spender, aber die Organe werden unbrauchbar, weil sie nicht rechtzeitig zu de Empfängern gelangen können.

    Aus „gut informierter Quelle“ (gute Freundin von mir ist Oberärztin in der Chirurgie eines großen KH) weiß ich, dass es dort – und lt. ihr nicht nur dort – so manche potenzielle Spende lange genug verschleppt wird, weil keiner Zeit für den Papierkram hat und das Genaze daher untern Teppich gekehrt wird.
    Was das betrifft könnte D vermutlich noch einiges von anders organisierten Ländern lernen.

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  12. Xeres (PTA) schreibt:

    Ich stelle immer wieder fest wie unaufgeklärt die meisten Deutschen über dieses Thema sind und finde das erschreckend! So sehr, das ich sogar finde man sollte ein Auseinandersetzen mit dem Thema erzwingen. (Erklärung folgt)
    Meiner Meinung nach sollte jeder einen Organspendeausweis besitzen. Das Problem dass dem nicht so ist ergibt sich erfahrungsgemäß am häufigsten aus 2 Sachen:.
    1. 99% der Leute setzen fälschlicherweise die Tatsache von „einen Organspendeausweis haben“ gleichauf mit „Organspender sein“
    2. die einzelne Person hatte noch nie einen Berührungspunkt mit dem Thema und hat einfach noch nie darüber nachgedacht

    Seltsamerweise denken fast alle mit denen das Thema ins Gespräch kommt, dass das gleichzeitig bedeutet ich sei der Meinung jeder solle gefälligst seine Organe spenden. Ich frage mich immer woher das kommt, da das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun hat.
    Personen die für sich selber „nein“ entschieden haben oder alleine das Thema schon unethisch finden und sich dagegen wehren, machen alle einen riiiieesen Bogen um jegliche Informationen darüber und erst Recht um die Ausweise. Dabei sollten gerade solche Personen einen haben, wenn Sie sicher gehen möchten dass das keinesfalls mit Ihren Organen passiert. Denn wer sich je einen Organspendeausweis angesehen hat, der stellt fest das man dort verschiedene Optionen angeben kann, unter anderem auch: NEIN!
    Manche sagen auch sie wären dazu bereit ihre Inneren Organe zu spenden, nicht aber Teile Ihrer Augen, Körperteile oder zB das Gesicht. Da sie aber uninformiert sind, denken sie sobald sie einen Ausweis besitzen wird der zwingend Körper komplett „ausgeschlachtet“, zerstückelt und aufgeteilt und haben eben aus dem Grund keinen Ausweis. Das sie dort die Möglichkeit haben sowas auszuschließen, wissen Sie nicht. Es wären also Lebensrettende Organe die auch gespendet werden würden, wenn die Person sich informiert hätte….. Dafür muss man nur auf den Ausweis einmal draufgucken aber das passiert offensichtlich nicht.

    Ich finde es wichtig einen zu haben allein schon aus dem Grund, damit die Familie in einem solchen Fall der diese Möglichkeit ins Gespräch bringt, in Ihrer Trauer, dem Schock usw nicht auch noch mit einer solchen Entscheidung belastet und ggf überfordert wird. Das muss nicht sein, wenn die Person einen Ausweis hat, brauchen sich Angehörige nicht den Kopf darüber zu zerbrechen wie die Person selber wohl entschieden hätte, ob sie das richtige tun oder nicht oder das Ihnen die getroffene Entscheidung Jahrelang schlaflose Nächte bereitet usw.
    Zum anderen geht es um die Personen die noch nie darüber nachgedacht haben. Sehr viele wären nämlich tatsächlich dazu bereit Ihre Organe zu spenden, im Fall der Fälle weiß es aber niemand. Es gäbe deutlich mehr Spenderorgane wenn jeder sich nur einmal damit auseinandersetzten und eine Entscheidung treffen würde.

    Ja, ich finde jeder sollte einen ausgefüllten Organspendeausweis besitzen und seine persönliche Entscheidung darauf festhalten! Egal wie die Entscheidung ausfällt, schnappt euch einen Ausweis und schreibt es drauf, schon euren Angehörigen zuliebe!

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  13. Idgie schreibt:

    Man kann es ja (wilde Phantasie) so machen dass beim beantragen von Personalausweis das Thema einmal angesprochen wird:
    „Das ist das Teil, die Optionen kann man ankreuzen, das bedeutet das dann,… Dazu einen Info Flyer mit ner Telefon Nummer drauf für weitere Fragen. Kostet 5 Minuten, und jeder Bürger hätte das Teil dann schonmal in der Hand gehabt und kommt damit in Kontakt.
    Ich Zweifel aber dran dass die Behörden der zeitlich und inhaltlich machen wollen und können.

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  14. Pingback: Tag der Organspende | apothekentheater

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