Eine massive Werbekampagne

…fährt seit ein paar Wochen unser Lieblingsfeind DoMo. Von allzuvielen Plakatwänden, Kassenbons oder Werbeeinlegern starrt uns derzeit die grünweiße Schrift entgegen, und auch im Fernsehen und in den Tageszeitungen wird Werbung gemacht (heute lag sogar in meiner Zeitung etwas drin).

Gut – es wird den Großkonzern der vorgibt eine Apotheke zu sein nicht so viel Geld kosten wie andere Menschen – teuer wird es trotzdem. Und von was bezahlt der Billigheimer diese massive Werbekampagne? Von dem fetten Minus das das Geschäft in den letzten Jahren eingefahren hat? Wahrscheinlich wird einfach auf Wachstum gesetzt, denn das ist wichtiger als schwarze Zahlen (warum das so ist kann wohl nur ein BWLer erklären). Langfristig wird das aber auf Kosten der Versicherten gehen, denn irgendwo werden die Mittel dafür herkommen müssen.

Angeblich sieht Herr Oberhänsli das ganze ja (noch) sportlich, „Zur Rose“ kündigt aber schon mal gleich zur Sicherheit den „maximalen Widerstand“ gegen ein RX- Versandverbot an. Ob ihm wohl doch ein bisschen der A…. geht? Zu gönnen wäre es ihm.

Grundsätzlich ärgert mich der ganze Rummel gerade besonders, weil ständig suggeriert wird, die örtlichen Apotheken seien nicht auf dem neuesten technischen Stand, und würden die Digitalisierung verschlafen. Das stimmt einfach nicht! Wir sind längst nicht mehr die „Dinosaurier“ wie uns andauernd unterstellt wird. Ich möchte im Gegenteil einmal wissen, in welcher (Dienstleistungs-) Branche man derart modern arbeitet wie bei uns!

E- Rezepte schrecken hier keinen, auch Beratung im (Video) Chat ist längst möglich, wie auch andere geforderten Dinge längst umgesetzt sind. Die Forderung nach „mehr Mut“ im digitalen Geschäft klingt wie Hohn in meinen Ohren. Dient er lediglich dazu, der breiten Masse zu suggerieren wir seien im letzten Jahrhundert hängen geblieben. So manche Apothekeneinrichtung sieht danach aus – zugegeben – aber im Hintergrund könnten wir alle ohne die Technik gar nicht mehr arbeiten.

Stattdessen wird geworben mit Sprüchen, dass man nicht mehr „in der Schlange stehen“ will. Lächerlich. Wir sind nicht bei der Post – und das warten auf den Paketboten der kurz zuvor noch mit unserem Arzneimittelpaket Fußball gespielt hat ist natürlich unvergleichlich erquicklicher.

Wer sich am Ende halten wird? Time will tell – aber der vermeintlich so große Fortschritt macht nicht immer alles besser!

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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