Apotheken als Kontrollinstanz

Die Geschichte der Bären Apotheke aus Ratingen die gerade bei Facebook erzählt wird ist typisch für die Aufgabe, die eine Apotheke täglich leisten muss: die Kontrollinstanz für Rezepte sein!

Ich hatte eine ähnliche Situation auch einmal vor gut 10 Jahren. Da kam eine Rezeptur aus dem Krankenhaus mit Kapseln für ein Baby mit Herzproblemen. Bei so etwas prüft man wirklich alles auf Richtigkeit, und die Normdosentabelle offenbarte nir damals: dreifach überdosiert. Der Arzt war damals sehr dankbar dass uns das aufgefallen war, gar nicht auszudenken was hätte passieren können…!

Gut, dass wir in den Apotheken nochmals nachkontrollieren. Da diese Kontrolle in den Krankenhäusern selbst oft fehlt nimmt es kaum Wunder, dass geschätzt zwischen 5 und 10 Prozent aller Medikamentenverordnungen dort fehlerhaft sind. Wie es besser geht zeigt eine Klinik in Hamburg: sie bindet den Krankenhausapotheker viel enger in die Versorgung ein.

Gut, dass es Apotheker gibt!

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Apotheken als Kontrollinstanz

  1. gedankenknick schreibt:

    Schwierig. Hatte schon Frühchenverordungen, wo es KEINE Normdosis gibt… und der verordnende Kinderarzt sagt, er mache bloß die Weiterverordnung der Klinik übers Wochenende und wüßte selber nicht, ob diese Dosis in Ordnung sei, aber in den Entlassungspapieren stehe es schließlich so… Und die Rezeptur wird HEUTE ABEND noch gebraucht.. also in 3 Stunden… Und in der Klinik in Großstadt ist für alle verantwortlichen Ärzte seit 2 Stunden Wochenende… Dann zweifelt man schon an sich, was wohl passiert, wenn man sich darauf verläßt, dass alles hoffentlich korrekt läuft,

    Gefällt mir

  2. aponettesplauderei schreibt:

    Bei so was sollte man doch direkt mal die Probe auf Exempel machen und das Rezept an unsere „Freunde“ mit dem grünen Kreuz schicken. Wäre doch interessant zu sehen, was da raus käme….

    Gefällt 1 Person

  3. Nanny Ogg schreibt:

    Mich muss man nicht mehr überzeugen, meine Stammapotheke habe ich schon als Kind kennengelernt. Ich empfehle sie auch weiter, weil ich von deren Service überzeugt bin – nicht nur die Öffnungszeiten sind unschlagbar.
    So gut ich das Internet für so manches finde, so abweisend werde ich, wenn es um meine Gesundheit oder mein Geld geht.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.