Tierheilpraktiker beim BTB – Teil 8

Erzähle ich in meinem Bekanntenkreis darüber, dass ich gerade eine Weiterbildung zur Tierheilpraktikerin beim BTB mache, dann sehe ich mich oft fragenden Blicken gegenüber. Was lernst Du denn da? Hat das etwas mit homöopathischer Behandlung zu tun? Und wie merkst Du Dir das überhaupt noch alles – bist ja auch keine zwanzig mehr!

Zunächst einmal sei erklärt, dass man wirklich ganz an der Basis damit beginnt, sein Wissen aufzubauen. Die Zusammensetzung von Körperflüssigkeiten, der Aufbau von Zellen und Geweben, von Organen und komplexeren Systemen wird nach und nach verständlich vermittelt. Ist mir irgendwas nicht ganz klar, so gibt es Sekundärliteratur, auf die zu Beginn der Lerneinheiten hingewiesen wird. Außerdem finden sich im Internet ebenfalls viele Antworten auf offene Fragen, und zur Not steht den Schülern ja auch noch das interne Forum des BTB zur Verfügung. Außerdem hat jeder Schüler einen Fachtutor an der Seite. Ich habe bei der letzten Lektion auch eine Frage gehabt, und diese keine 24 Stunden später ausführlich beantwortet im E- Mail Postfach vorgefunden. Die Betreuung ist hier wirklich ausnehmend gut! Nach den Lektionen gibt es Fragen die man für sich im Lernheft beantwortet

oder Abbildungen die man beschriften muss

Zusätzliche Multiple- Choice Überprüfungsfragen finden sich außerdem auf der Homepage des BTB. Wenn man diese an Ende eines Kapitels absolviert hat, bekommt das betreffende Lernkapitel im virtuellen Campus einen Haken. Diese Fragen lassen sich beliebig oft wiederholen bis das Thema sitzt.

Nun zur Frage wie ich lerne. Normalerweise lese ich alles erst einmal locker durch, unterstreiche im Text gleich die Wörter oder Sachverhalte die mir unklar sind und schlage diese nach. Dann lese ich nochmal alles laut und schreibe auf Lernkarten wichtige Dinge nieder. Viele Fachbegriffe versuche ich mir auch über Eselsbrücken zu merken. So heißen zum Beispiel die Rezeptoren für den Gefühlssinn

Merkel Zellen (für Druckempfinden)

Meißner- Tastkörperchen (Berührungsempfinden)

Vater- Pacini Lamellenkörperchen (Vibrationsempfinden)

Ruffini- Körperchen (Wärmeempfinden)

Krausesche Endkolben (Kälteempfinden)

Meine Eselsbrücken dafür sehen folgendermaßen aus:

-Angela Merkel steht stark unter Druck aufgrund der Koalitionsverhandlungen mit der SPD – das ist ein Bild das sich mir gut einprägt.

-Kardinal Meißner hält immer so berührende Predigten – kann ich mir auch merken.

-Vom Kardinal zum Vater Pacini (Padre) springe ich im Kopf schnell. Vater beginnt mit V wie Vibration.

Ruffini heißt in München ein tolles Café – München liegt im Süden, und da ist es warm.

Krausesche Endkolben merke ich mir auch wunderbar, denn ein Schwimmlehrer von mir hieß auch Krause und ich hab im Wasser immer so schrecklich gefroren.

Wie man sieht – mit ein wenig Kreativität bekommt man auch als älterer Schüler solche Begriffe gut im Gehirn gespeichert. Die Lebenserfahrung hilft sogar, mehr Bilder zu finden die man verknüpfen kann. Also auch für die „Alten“ unter euch: nur Mut! Es macht wirklich Spaß den Horizont wieder etwas zu erweitern 🙂

Dieser Beitrag erscheint mit freundlicher Unterstützung des BTB

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3 Antworten zu Tierheilpraktiker beim BTB – Teil 8

  1. TFH schreibt:

    Also ich hab die Unterscheidung in Grobes und Feines Tasempfinden mit „Die grobe Merkel mit dem feinen Meißner Porzellan 😉
    und Onkel Ottos Hirnnervenvers wird Dir gefallen 😛

    Gefällt 1 Person

  2. ednong schreibt:

    Und wenn die Merkel mal nicht mehr ist? Ohoh, die arme Brücke …

    Gefällt mir

  3. Shark schreibt:

    Finde ich ja bemerkenswert, dass da so oft ein höfliches „bitte“ in den Aufgaben und Fragen steht. Kennt man sonst gar nicht von Tests.

    „Nennen sie bitte schnell und langsam adaptierende Rezeptoren“. Da dachte ich, nachdem ich die Hälfte des Satzes gelesen habe: „Hö? Was wird das für eine seltsame Frage, warum soll man denn etwas schnell und langsam nennen?“ Aber am Ende des Satzes hat es sich ja geklärt. 😀

    Oh ja, Eselsbrücken. 🙂 Ein Freund erinnert mich heute noch grinsend daran, dass ich für die Magisterprüfung, für dich ich einen komplizierten Satz lernen musste, als Merkhilfte für „begleitende Prozesse“ das Symbol „§“ auf Rollschuhen gemalt habe. (Da es von „gleitenden Paragrafen“ bis zu „begleitenden Prozessen“ für mich nicht weit war…)
    Hmpf. Ich kenne den ganzen Satz nicht mehr. Das war so ein abstrakter, komplizierter, verklausulierter, theoretischer Scheiß, der keinerlei Daseinsberechtigung hatte, außer der, die Existenz des Faches vor sich selbst zu rechtfertigen, dass ich nach der Prüfung alles sofort wieder vergessen habe.)

    Gefällt 1 Person

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