VISION.A 2018 – Teil 1

Es liegt entweder an Berlin oder an den tollen Leuten die ich hier immer kennenlernen darf, dass mir der Kopf vor Informationen und Eindrücken so schwirrt, dass ich es kaum in Worte fassen kann.

Die VISION.A ist – kurz gesagt – wirklich genau das, was der Name verspricht. Eine Vision all dessen, was im digitalen Bereich auf die Apotheken zukommen kann/wird. Ein Markt voller Chancen wie auch der Möglichkeit unterzugehen.

Was werden die Kunden in der Zukunft von uns verlangen, damit wir weiterhin mit Fug und Recht behaupten können in Gesundheitsfragen unersetzlich zu sein? Was sollten wir als Apothekenmitarbeiter auf dem Schirm haben, damit wir nicht wie völlige Trottel hinter dem HV stehen wenn die ersten Gesundheitsapostel vorbeikommen und sich ihre App- Daten auswerten lassen möchten?

Wie sollten sich die Vor- Ort- Apotheken miteinander vernetzen um den Kunden zukünftig mit seinen Gesundheitsfragen auf einer „Plattform A“ (wie sie Sascha Lobo taufte) zu begrüßen bevor er sich irgendwo anders hinwendet?

Und welche Gefahren lauern hinter „Big Data“, wenn bereits aus einem Telefongespräch anhand der Stimmanalyse recht zuverlässig auswertbar ist, ob man psychische Probleme hat ?Oder eine Überwachungskamera aus bis zu 12 Metern Abstand anhand eines Irisscans erfassen kann, ob man Herzprobleme hat?

Teilweise gruselig, teilweise faszinierend aber immer interessant und nur selten mit Längen, so präsentiert sich mir bisher die VISION.A!

Persönliche Höhepunkte waren aber die Pausen in denen ich mich mit Florian Giermann und Jan Reuter unterhalten durfte 🙂 Leider zu wenig Zeit für beide, aber vielleicht ändert sich das ja noch heute abend bei der Verleihung des Awards.

(Ach ja… Bruno den Bären habe ich auch kennengelernt – er ist knuffig und sehr sympathisch!)

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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3 Antworten zu VISION.A 2018 – Teil 1

  1. OtaconHC schreibt:

    Ach herrje gibt es den Lobo noch immer?
    Das selbsternannte Sprachrohr der Digitalen Welt nachdem keiner gefragt hat.

    Der es immer wieder schafft die „Digitale Generation“ als unfähig darzustellen weil er bis heute nicht rafft dass die Medien mit ihm spielen. Gerade sein „Markenzeichen“ macht das nicht besser.

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  2. Jessica schreibt:

    Ich bin gespannt auf deine Eindrücke und deine Prognose und bitte hiermit um eine 🙂

    Liebe Grüße und viel Spaß!

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  3. gedankenknick schreibt:

    Die von Lobo angehauchte „Plattform A“ war schon längst und seit Jahren bei einigen Apothekern im Gespräch. Wurde seitens der ABDA und der Kammern immer als „geht nicht, weil Datenschutz“ abgebügelt. Ich bezweifele mal stark, dass das mit der demnächst in Kraft tretenden Datenschutzgrundverordnung vereinbarer ist als mit den bisherigen Datenschutzgesetzen.

    Des weiteren ist die in Österreich bereits existierende „Plattform A“ gerade in sich zusammen gebrochen, soweit ich dies mitbekommen habe. Nannte sich „APOdirekt“. Ist wegen der geringen Nutzung seitens der Kunden wieder abgeschaltet worden, nach ca. 2 1/2 Jahren Betrieb: https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/internationales/oesterreich-aus-fuer-apothekenportal/

    Ein mir bekannter Kollege in Berlin hatte die Software für eine Plattform programmiert, mit der sich Apotheken gegenseitig von Verfall bedrohe (und von einer anderen Apotheke aber dringend gesuchte) Medikamente verkaufen hätten können. Wurde sofort von der Kammer unterbunden – da JEDE mitwirkende Apotheke eine Großhandelserlaubnis gebraucht hätte. Auch die anschließende Idee, das ganze dann über einen (sozusagen externen) niedergelassenen Großhändler abwickeln zu lassen, wurde von der Kammer als „verboten“ verworfen. Ich kann den Frust verstehen, der dann entsteht, bei dem, der da viel Gehirnschmalz vorab investiert hat.

    Aber ganz ehrlich – wenn die Menschen ihre (Gesundheits!)Daten alle an Gockel, Apfel, Fratzenbuch, TheShop und wie sie alle heißen FREIWILLIG und OHNE GEGENLEISTUNG (außer passend zugeschnittene Werbung) liefern, werden die KrankenKassen in ZUkunft da auch ein Wörtchen mitreden wollen. Wenn die KrankenKassen erst mal Zugriff auf diese Daten haben, wirds ganz gewaltig knallen – und zwar über die Tarife. Dann werden einem Schreiben ins Haus flattern wie: Die Irisdiagnose durch eine Überwachungskamera im Kaufhaus hatt vor zwei Tagen festgestellt, dass Sie ein Herzproblem haben und übergewichtig sind. Dies bedingt eine Tariferhöhung um 50%. Sie können Ihr Körpergewicht in einem Monat um 25% senken sowie einer Herzsportgruppe beitreten, den neuen Tarif akzeptieren oder unseren Tarif kündigen. Rufen Sie uns gerne deswegen an, wenn Sie Fragen zu diesem Vorgang haben. Sollte allerdings unsere Telefon-Stimmanalyse eine Depression bei Ihnen diagnostizieren, werden wir um eine weitere Erhöhung Ihrer Beiträge um zusätzliche 25% nicht herum kommen. MfG
    Dann werden übrigens weder Apotheken … noch Ärzte mehr gebraucht. Außer die vielleicht, die direkt bei der Kasse angestellt sind. Oder die, die man privat bezahlt, auch wenn man gesetzlich versichert ist.

    Die GESELLSCHAFT muss festlegen, wohin der Weg gehen soll. Um so mehr Menschen solche „Angebote“ akzeptieren und einwilligen, um so mehr werden die Menschen, die dies nicht möchten, ausgegrenzt. Dann aber bitte nicht mehr hinterher jammern, dass der Tante-Emma-Laden ja pleite gegangen ist, weil man selber Jahrzehnte lang mit seinem Auto immer zum Einkaufen 50km gefahren ist, um 10Cent zu sparen. Übrigends wäre es eigentlich Aufgabe der Politik, der Gesellschaft zu ERKLÄREN, was sie da gerade machen. Dies kann ich aber nicht erkennen, wenn ich mir anschaue, wie das Großkapital, ausländische Invenstorenbuden mit fragwürdigem finanziellem Hintergrund, auch KrankeKassen von genau dieser Politik PROTEGIERT werden, die die Gesellschaft an sich vor solchen Auswirkungen BESCHÜTZEN soll.

    Man schaue sich nur Fratzenbuch an. Erst arbeiten die mit dem Cambridger Analytikern zusammen wie blöde, um ihre eigenen Auswertungen zu optimieren und noch mehr Geld aus ihren Nutzern und deren Daten rauszumelken. (Nach eigenen Angaben kann Fratzenbuch mit ca. 300 „Like“-Anklickungen bestimmen, welche sexuellen Präferenzen der Nutzer hat. Mit 1500 Likes kennen sie einen besser als ein langjähriger Lebensgefährte. Na?) Dann wundern sie sich wie blöde, dass die Analytiker die Daten (angeblich ja „geklaut“) und deren Auswertungsergebnisse auch anderweitig verkaufen – und das ohne selbst die Krümel vom Kuchen zu bekommen!einself!. Zum Schluss erklären sie reumütig, dass man „Maßnahmen ergreifen werde“, auf dass so etwas NIE WIEDER vorkommt. Na wers glaubt… *kopfschüttel*

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