Die Rezeptur ist tot?

Neulich unterhielt ich mich mit einer anderen PTA. Diese meinte wörtlich, die „Rezeptur ist ja quasi tot“ – d.h. die Ärzte würden kaum mehr Rezepturen verordnen. Das kann ich so nicht bestätigen – im Gegenteil.

Gerade diese Woche bin ich selten mit weniger als fünf Rezepturen am Tag nach Hause gegangen. Gestern waren es acht, heute am halben Tag vier.

Und es kommt querbeet alles mögliche vor: Nasensalben, Nasensprays, Mundspüllösungen, Kopfsalben, Lotionen, Schüttelmixturen, Cremes, Teemischungen, Pulver und Pasten.

Neulich kam auch ein Kunde und legte mir mit großer Geste eine Cremerezeptur vor:

„Hier bitte schön! Da habe ich etwas gaaaanz exotisches für Sie!“

Auf meine Entgegnung, dass ich die gleiche Rezeptur in der letzten Woche beinahe täglich angerührt hatte war er platt. Er dachte, dass wir nur noch selten in unserer „Hexenküche“ stehen.

Mir macht das Spaß und ich stehe gerne mit Fantaschale und Pistill da und rühre. Aber ich wundere mich schon, dass es andernorts wohl ganz anders zugeht. Es würde mich ehrlich interessieren, wie da der Trend aussieht: hin oder weg von der Individualzubereitung?

Weiß jemand von euch da mehr?

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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Eine Antwort zu Die Rezeptur ist tot?

  1. OtaconHC schreibt:

    Der Trend geht ja eindeutig weg von der Fantaschale zur selbstgemachten Limonade finde ich. Vor allem ist Fanta einfach widerlich süß.

    Gefällt 1 Person

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