DSGVO für WordPress

Ach Leute… als würde die DSGVO bei der Arbeit nicht schon genug nerven, ist jetzt auch noch mein Blog dran.

In meiner Blogger- Chatgruppe wird gerade fleißig diskutiert, wie wer was an seinem/ihrem Blog ändern muss, damit niemand verklagt werden kann. Keine Bilder mehr, keine Affiliate- links (hab ich eh nicht), keine Gravatare mehr, keine Kommentarfunktion (?). Ich bin irgendwie platt – das ganze drumherum tötet irgendwie das unbeschwerte und freie „frisch von der Leber weg“ schreiben.

Ich möchte die Kommentarfunktion ungerne zum 24.5. schließen, weil ich finde dass ein Blog ja gerade dadurch lebt und sich weiterentwickelt. Ich will aber auch ungerne eine teure Abmahnung erhalten, nur weil ich sie offen lasse.

Da WordPress sich nicht so sehr um die europäische DSGVO schert überlege ich ob ich vielleicht nur ein neues Theme wähle, das angeblich schon alles implementiert hat (Enfold Theme).

Ich werde mich weiter informieren (will ja nicht zumachen hier). Also wundert euch nicht, falls ihr in den nächsten Tagen eine neue Maske zu sehen bekommt… Ich bin’s trotzdem noch 🙂

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PTA mit Leib und Seele.
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9 Antworten zu DSGVO für WordPress

  1. nickel schreibt:

    Tut mir leid, wenn ich das so sage, aber dieses Gesetz ist absolut scheiße. Es fühlt sich an, als wäre es nicht zum (vorgeschobenen) Zweck des Datenschutzes angelegt, sondern um das Internet zu kommerzialisieren, weil es Ottonormalnutzern damit quasi unmöglich ist, einerseits durch dieses Wirrwarr durchzublicken, andererseits nicht gegen das Gesetz zu verstoßen. Dieser Kommentar, den ICH hier hinterlasse, würde DICH schon in Bedrängnis bringen, weil WP meine IP-Adresse speichert. Deine Social Media Buttons kämen dazu. Damit werden Blogger mundtot gemacht. Wer bloggt denn ganz ohne Rückmeldung, ohne Likes und Kommentare und vor allem wer wird denn ohne Teilen-Funktion noch gesehen?

    Dieses Gesetz zeigt ganz deutlich, dass die, die sich so nen Dreck ausdenken, absolut keinen Plan von der Materie haben.
    Schon wenn man etwas downloaded (wie etwa auf den Seiten der Bundesministerien) gibt man seine IP Adresse her.
    Zumal ich nirgends etwas davon gelesen habe, dass der Besucher auch sein Einverständnis geben kann.

    Jetzt habe ich mich ganz schön in Rage geschrieben.
    Ehrlich gesagt möchte ich den Gesetzgebern gerade in den Kaffee spucken.

    Neuland. Meine Fresse.

    Gefällt 2 Personen

    • nickel schreibt:

      Da fällt mir ein, passt ja prima, dass vor ein paar Jahren erst das Gesetz verabschiedet wurde, dass Blogger mit Namen und Adresse im Impressum zu verzeichnen sind.

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      • gedankenkarrussel schreibt:

        Darüber rege ich mich bis heute auf. Vor allem ist es total paradox, dass regelmäßig Behörden und Datenschutzbeauftragte warnen „stellen Sie nicht so viele Daten ins Netz“ und gleichzeitig müsste ich eigentlich meine komplette Adresse ins Netz stellen.
        Ich hab deshalb sogar mal unseren Landesdatenschutzbeauftragten angeschrieben. Die Antwort war so in etwa „ja, versteh ich, dass das für Sie doof ist, aber vielleicht sind Sie bei Ihrem Blog ja gar nicht verpflichtet, falls er privat ist, hier sind die Kriterien…“
        Danke für gar nichts. Ich verdiene zwar mit meinem Blog keinen Cent und bewerbe auch keine Dinge, aber laut diversen Urteilen ist es ja trotzdem möglicherweise „geschäftsmäßig“, weil nicht nur für die engere Familie bestimmt.
        Und im Gegensatz zu Politikern hab ich halt auch keine Büroadresse o. ä., die ich angeben könnte. Mal davon abgesehen, dass ich auf Grund der vorherrschenden Klischees zu Autismus und meiner persönlichen Berichte im Blog auch nicht unbedingt möchte, dass ein potentieller Arbeitgeber ihn findet (und mir dann erst recht gar nicht erst eine Chance gibt). Und fast alle Lehrer-, Arzt- etc. Blogs sind ja auch betroffen, weil sie nur anonym so schreiben können.
        Es ist zum Kot..n, wie weltfremd solche Regelungen sind. Für „echt“ geschäftsmäßige Seiten, die Geld verdienen, Dinge verkaufen etc. wollen – ok. Aber nicht für alle, die nicht nur hinter Passwortschutz für ihre Family bloggen.

        Gefällt 1 Person

  2. gedankenkarrussel schreibt:

    Ich bin auch noch am Rätseln – und die Tatsache, dass selbst Juristen sich teilweise widersprechen, was die Auswirkungen angeht, macht es nicht unbedingt einfacher.
    Das genannte Theme hab ich mir gerade angeschaut, aber ich bin definitiv nicht bereit, so viel Geld dafür auszugeben…

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  3. Andre schreibt:

    Unter https://datenschutz-generator.de/ gibt es einen sehr empfehlenswerten Generator für die Datenschutzerklärung. Und bei keinen oder nur geringen Einnahmen ist dieser sogar kostenlos.

    Gefällt 1 Person

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