12 Jahre

Inerhalb von 12 Jahren kann man

– die ISS bauen

– Abitur machen

– das Paulinum in Leipzig fertigstellen

– eine Tramtrasse eröffnen

– durch die Hölle des Dritten Reiches gehen

– die S13 ausbauen

– sein Kind in die 6. Klasse begleiten

– wie Sirius Black unschuldig in Askaban sitzen.

Man kann also vieles tun in dieser Zeit. Was die Zeit nicht kann ist verzeihen. Vergeben. Vergessen. Diese Zeit reicht nicht aus, um aus Unrecht Recht zu machen. 12 Jahre bringen keine Gerechtigkeit.

12 Jahre Gefängnis hat er heute bekommen, der Apotheker aus Bottrop. Mit anschließendem Berufsberbot. Das kann lange sein, aber keine Zeit der Welt reicht aus, um die Opfer zu entschädigen.

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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6 Antworten zu 12 Jahre

  1. Christiane schreibt:

    12 Jahre sind zu wenig, viel zu wenig! Ich habe in meinem Bekanntenkreis mehrere Leute, deren Eltern und andere Familienangehörige die gepanschten Medikamente bekommen haben und nun unnötig weiter leiden oder tot sind. Auch wenn das Leid dieser Menschen nie wettgemacht werden kann, dieser „Mensch“ sollte nie wieder etwas schönes erleben dürfen!
    Lebenslang mit Sicherungsverwahrung wäre das einzig angebrachte, dazu eine so hohe Geldstrafe dass die gesamte Familie bankrott ist UND endlich die Apotheke zu schließen -die munter von seinen Eltern weiter geführt wird!

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    • ptachen schreibt:

      Die Apotheke wurde inzwischen von der Mutter verkauft (an die Mitarbeiterin eines guten Bekannten). Sie wird den Betrieb in „City Apotheke“ umbenennen und künftig keine Krebsmedikamente mehr herstellen.

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    • Bei allem Verständnis für die Wut. Die Forderungen hier sind nicht nur unrealistisch sondern schlicht völlig absurd und teilweise schlicht nicht mehr von unserer Verfassungsordnung gedeckt!

      a) Sicherungsverwahrung ist keine Strafe zur Verlängerung der Strafe. Sie ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Mit dem Berufsverbot ist diese Gefahr gebannt.

      b) „die gesamte Familie bankrott“ machen ist düsterste Sippenhaft, die gottseidank bei uns absolut verboten ist

      Gefällt 1 Person

      • Christiane schreibt:

        Wer das Leben so vieler Menschen riskiert/gefährdet/beendet ist eine Gefahr, auch mit Berufsverbot. Wem Menschenleben so oft egal waren, der ist nicht einfach geläutert nach ein paar Jahren Gefängnis.

        Und was das Vermögen angeht:
        Die ganze Familie hat davon profitiert (einfach mal gucken wo und wie die wohnen/leben). Daher: ja, sie sollten all ihr Geld verlieren (und zwar an die Opfer und deren Familien). Ich gehe aber mal davon aus, dass Du nicht aus der Gegend kommst und daher nichts über Lebensstil etc. weißt, der durch die Gefährdung von Menschenleben finanziert wurde.

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  2. Jessica schreibt:

    Hast Du gut in Worte gefasst, liebes PTAchen…

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