Tierheilpraktiker beim BTB Teil 14

Jetzt wo ich schon langsam die Ziellinie erkennen kann wurden die Kapitel aufgeschlagen, die mir bisher am schwersten fielen: Alternative Heilmethoden.

Gerade jetzt im Moment wo in den Apotheker- und PTAforen die Themen Homöopathie und Alternative Medizin und ihr Verbleib in der Apotheke heiß diskutiert werden sitze ich hier, und lerne etwas darüber. Was mir wirklich geholfen hat mich mit diesen Themen zu beschäftigen ist die unaufgeregte Art und Weise wie der BTB herangeht. Im Anschluss an die Lernseiten findet sich folgender Text:

Damit kann ich wirklich gut leben. Naturheilkundliche oder alternative Heilmethoden zur Ergänzung und Unterstützung der schulmedizinischen Behandlung sind genau das, was ich mir unter tierheilpraktischer Arbeit vorstelle.

Die Grenzen der Selbstmedikation müssen wir auch in der Apotheke jeden Tag erkennen. Wir können den Patienten und seine Selbstheilungskräfte unterstützen so weit es uns möglich ist – entweder vor oder nach einer ärztlichen Konsultation. Stets jedoch in dem Wissen, dass uns Grenzen gesetzt sind.

Besonders die Heilpflanzenkunde hat es mir ja angetan, doch es kann nicht schaden trotzdem über weitere Heilmethoden etwas gelesen zu haben. Ich finde außerdem, es macht einfach keinen guten Eindruck auf die Kunden (weder in der Apotheke, noch bei den Tierbesitzern) wenn auf eine Frage im Bereich Homöopathie ein all zu langes Gesicht gemacht werden muss. Es tut der eigenen Kompetenz gut, wenn zumindest das Prinzip der verschiedenen Heilmethoden erklärt werden kann – man muss sie ja weder alle für sich annehmen noch müssen sie umgesetzt werden.

Nach der Lektüre dieses Lernkapitels habe ich jedenfalls eine grundsätzliche Ahnung zu folgenden Themen erhalten: Homöopathie, Schüssler Salze, Bachblüten, Enzymtherapie, Hydrotherapie, Zelltherapie, Ozontherapie, Magnetfeldtherapie, Eigenharn- und Eigenbluttherapie, Farb- und Musiktherapie, Blutegelanwendungen, Akupunktur/Akupressur, Neuraltherapie, Chiropraktik, Bewegungstherapie und Reiki.

Die Heilpflanzenkunde und die Homöopathie sind hierbei die beiden Schwerpunkte. Der BTB gewichtet sie in besonderer Weise und beleuchtet sie in weiteren Lernkapiteln tiefergehend.

Für mich waren bei den kürzer beschriebenen Therapiemethoden besonders die Hydrotherapie, die Blutegelanwendungen und die Bewegungstherapie interessant. Hier werde ich sicherlich noch weitere Literatur suchen. Speziell für Wickel und Umschläge getränkt mit pflanzlichen Auszügen sehe ich besonders viel Potential für die Anwendung bei Pferden.

Ergänzend zu diesem Lernkapitel kam praktischerweise ein kostenloses Sonntagsseminar des BTB zum Thema „Alternative Heilmethoden“. Dort konnte ich gleich einige Fragen loswerden und weitere Schüler treffen, die sich auf diesen Gebieten spezialisiert haben. Gerade der Bereich Akupunktur und Chiropraktik benötigt viel Zeit und Hingabe um wirklich sagen zu können, dass man sie beherrscht. Und die Homöopathie ist derart komplex, dass sie eigentlich nur von den Menschen angewandt werden kann, die viele Stunden Zeit in ihre Ausbildung und die korrekte Anamnese investieren. So bildet sich privat langsam ein kleines Netzwerk unter uns BTB Schülern, wohin wir unsere Patienten einmal „überweisen“ können.

Hier wohnt eine, die sich im Bereich Schüssler Salze fortgebildet hat, dort eine die sich mit Akupunktur auskennt, und ich bin die Heilpflanzentante. Das macht richtig Spaß und neue Bekanntschaften bilden sich mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen: Tieren und ihren Besitzern zu helfen und bei Erkrankungen beizustehen.

Dieser Beitrag erscheint mit freundlicher Unterstützung des BTB

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5 Antworten zu Tierheilpraktiker beim BTB Teil 14

  1. aponettesplauderei schreibt:

    So mag ich das auch! Und Wickel sind überhaupt ein ungemein spannendes Thema, in das ich mich grade einarbeite. Zu Unrecht sträflich vernachlässigt.

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  2. Debbie schreibt:

    „Nach der Lektüre dieses Lernkapitels habe ich jedenfalls eine grundsätzliche Ahnung zu folgenden Themen erhalten: Homöopathie, Schüssler Salze, Bachblüten, Enzymtherapie, Hydrotherapie, Zelltherapie, Ozontherapie, Magnetfeldtherapie, Eigenharn- und Eigenbluttherapie, Farb- und Musiktherapie, Blutegelanwendungen, Akupunktur/Akupressur, Neuraltherapie, Chiropraktik, Bewegungstherapie und Reiki.“

    Reicht es etwa nicht zu wissen, dass davon vieles (oder das meiste?) grober Humbug ist?!

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    • ptachen schreibt:

      So weiß ich jetzt aber, WARUM ich vieles als Unfug empfinde und kann es auch einem Kunden erklären und ihn vielleicht von etwas anderem überzeugen. Bisher habe ich glaube ich mit meiner pauschalisierenden Ablehnung die Leute eher verschreckt und damit vertrieben. Jetzt kann ich darauf besser eingehen und erklären warum ich eine andere Therapiemethode vorziehe. Das hat was…

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  3. kinderdok schreibt:

    In meiner (nicht abgeschlossenen) Weiterbildung in Naturheilverfahren wirst Du ja auch ständig mit der Humbugseite konfrontiert. Eigentlich schade – die NHV werden dadurch zu Unrecht in eine Pseudomedizinische Ecke verschoben. „Ach, Sie machen Naturheilkunde? Ich hätte da gerne ein paar Glaubuli gegen…“ – SMACK!!

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