Spahn ist raus

Im Rennen um den Parteivorsitz war Spahn ja wirklich schnell von der Bildfläche verschwunden – im Gesundheitsbereich bleibt er uns dafür erhalten 😦

In der nächsten Woche will er nun die Veränderungen präsentieren, die er sich für den deutschen Apothekenmarkt vorgestellt hat. Die NOWEDA (Apotheken- Großhandel) hat zu diesem Zweck Spahns Mailadresse öffentlich gemacht, damit die Apotheker mitreden können. Ob das etwas an Spahns Vorstellungen ändert bleibt zu bezweifeln. Und ob es sinnvoll ist ihn nochmal so richtig zu ärgern bevor er eine Entscheidung bekannt gibt die vielen das geschäftliche Rückgrat bricht auch.

Chance vertan würde ich sagen – wir werden sehen wie viele Apotheken in den nächsten Jahren dicht machen (so wie das aussieht alle unter 1 Mio Jahresumsatz). Schade, daß die Inhaber sich nicht auf eine starke Linie einigen können, doch so ist es seit vielen Jahren: der schlimmste Feind der Apotheker ist der Apotheker.

Jan Reuter macht es in meinen Augen genau richtig: er diskutiert zwar viel mit Kollegen und ist inzwischen auf vielen Bühnen präsent, aber als Apothekeninhaber zählt für ihn vor allem einer: der Kunde. Kundenorientierung als oberste Priorität zählt mehr als unsinnige Grabenkämpfe gegen die Politik die sowieso macht was sie will.

Spahn wird tun, was ihn selbst voran bringt wenn ihn die Partei früher oder später ausspuckt (denn er wird niemals ein Sympathieträger) – er wird die alten Kontakte und Seilschaften nicht verprellen. Max Müller von DoMo ist ein guter Freund den er sicherlich nicht gegen sich aufbringen wird. Wir können jetzt nur noch das Beste daraus machen und müssen uns die Kunden bei der Stange halten. Die bestellen nämlich nicht im Netz wenn sie gerne zu uns kommen und sich auf den Besuch freuen.

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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2 Antworten zu Spahn ist raus

  1. ednong schreibt:

    Eigentlich alles wie immer: die Politiker haben keine Ahnung von ihrem Tun bzw. deren Folgen. Nur das eigene Schäfchen, das schaffen sie immer wieder ins Trockene.

    Ich sag’s ja immer wieder: wer Politiker werden will, sollte mal ein Jahr (oder zumindest ein halbes Jahr) in und mit der „Unterschicht“ leben und deren Probleme kennenlernen. Und Politiker, die solche spezifischen Entscheidungen fällen, müßten dann mal ein halbes Jahr zusätzlich in dem Bereich hospitieren. Ich glaube, die Entscheidungen würden sehr viel anders ausfallen …

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    • gedankenknick schreibt:

      Hat Jens Spahn doch schon. Und hat dabei bewiesen, wie gut man von und mit Hartz4-Bezug leben kann:
      https://www.der-postillon.com/2018/03/spahn-IV.html

      Den *facepalm* gibs bei mir dafür, dass man das ohne speziellen Hinweis diesen Artikel gerade noch selbstständig als Satire identifizieren kann. Macht aber nichts, am armen Kollege Merz mit seinem Einkommen der „oberen Mittelschicht“ kann man nämlich (nicht) sehen, wie dicht Realität und Satire beisammen liegen. Unterscheidung ist da nei heutigen neoliberalen Politikern nicht mehr möglich.

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