Resigniert…

…habe ich noch nicht komplett, aber ich bin echt gerade dabei.

Das ganze unmögliche Bohei um Securpharm ist doch nun schon nervend genug. Aber ich bin es ja inzwischen nach zwanzig Jahren in der Apotheke gewohnt, daß solch unsinnige Verordnungen klaglos umgesetzt werden. So ist die Apothekerschaft nun mal.

Ein Physikstudent, ein Medizinstudent und ein Pharmaziestudent bekommen von ihren Professoren jeweils ein Telefonbuch vorgelegt, daß sie auswendig lernen sollen.

Der Physikstudent: „Ich kann aus diesen Messergebnissen nicht auf den Versuch schliessen und damit ist das Ergebnis zu ungenau und wertlos!“

Der Medizinstudent: „Ich verstehe nicht in wie weit mich das in meinem Studium voranbringen soll. Das mache ich nicht!“

Der Pharmaziestudent schaut den Professor nur müde an und fragt: „Bis wann?“

Leider sehr zutreffend… Dann kommt Fritz Becker mit der glorreichen Idee eines Folgerezepts um die Ecke, daß der Versand – sorry for that – im Moment deutlich besser handhaben kann als die Apotheke vor Ort. Uns fehlt die Softwareunterstützung. Wollen die uns sehenden Auges in den Untergang schicken mit solchen übereilten Vorschlägen?

Nun der nächste Bolzen, den die Hamburger Apothekerschaft schießt: die Einführung des E- Rezeptes mithilfe der Software und des Know-hows von ZurRose (DoMo)!

Seid ihr eigentlich alle noch ganz bei Trost? Haben die alten Herren da oben überhaupt noch irgendeinen blassen Dunst davon, was hier an der Basis Lage ist? Ich begreife das nicht, wie man derart blind sein kann und sich quasi selbst auf die Schlachtbank legt.

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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4 Antworten zu Resigniert…

  1. Christian schreibt:

    Entweder den zweiten studenten im Text, oder in der Aufgabenstellung noch anpassen 🙂
    Da wird aus dem Mathematikstudenten ein Medizinstudent.

    Liken

  2. gedankenknick schreibt:

    Wir legen uns nicht nur selbst auf die Schlachtbank, wir
    – machen vorher eine Weiterbildung zur Selbstschlachtung
    – bezahlen die Schlachtbank
    – sorgen für die Zertifizierung des Hygienestatus des Schlachtbetriebs
    – kaufen die Metzgermesser und überprüfen deren Eignung und Schärfe
    – schlachten und selber, und schreiben vorher 7 Entschuldigungsschreiben, dass wir uns nicht auch noch selbst zerlegen, zubereiten und verkaufen können, da wir dann tot sein werden…

    …und bezahlen freudestrahlend die STrafgebühr der Metzgerinnung, da wir gegen das vom Metzgereiminister durchgeboßte Selbstschlachte- und Verwertungsgesetz verstoßen haben, bevor wir uns selbst niederstrecken.

    Es ist zum kotzen, zum heulen und zum davon laufen. Die Frage ist, wohin das alles?

    Gefällt 1 Person

    • ednong schreibt:

      Oh man,
      das ist wunderschön zutreffend sarkastisch beschrieben!

      Wenn es denn nur nicht so ernst wäre.

      Aber ehrlich, was habt ihr für eine Standesvertretung? Tretet denen doch mal auf die Füße und haut die aus ihren Socken – und nehmt deren Posten ein, damit die nicht so einen Bullshit produzieren!

      Gefällt 1 Person

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