400.000 mal Danke schön!

Meine Lieblingsbank an der Steilküste – ein Ort um abends zur Ruhe zu kommen und die Mitte zu finden. Und ein Ort um mich von Herzen zu freuen…

Die Petition von Benedikt Bühler hat es geschafft knapp 400.000 Unterstützer zu finden – dafür möchte ich mich hier einmal herzlich bedanken.

Das war tatsächlich nicht wirklich vorauszusehen, da im Vorfeld online nur etwa 8000 Unterschriften eingingen (meines Wissens), doch der erdrutschartige Erfolg kam über die Unterschriftenlisten, die in den Apotheken auslagen. Das sind die Unterschriften unserer treuer Kunden.

Und mit fast jeder bei uns gesammelter Unterschrift (und da wurden viele Bogen gefüllt in der kleinen Vorstadtapotheke) ist eine persönliche Geschichte mit verknüpft. Das sind 400.000 ernst gemeinte „Dankeschön, Vor-Ort- Apotheke!“ von unseren jungen Eltern, die nachts Hilfe für ihre Kleinen bekamen. Da waren ältere Menschen dabei, die komplett ohne Internet leben und ohne uns aufgeschmissen wären. Leute, die regelmäßig Rezepturen oder BTM benötigen, die sie nur bei uns bekommen.

Wie viele kleine Anekdoten haben wir gehört, wie oft in dankbare Augen geblickt, und wie häufig gesagt bekommen: „Schön, dass Sie immer für uns da sind“. Schon alleine dafür hat sich diese Aktion gelohnt, und dafür, dass unsere Nöte einmal in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Ich freue mich aus tiefstem Herzen über diesen großen Zuspruch aus der Bevölkerung für unsere Berufsgruppe. Da macht das arbeiten gleich nochmal so viel Spaß (auch wenn ich gerade Urlaub habe). Danke.

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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3 Antworten zu 400.000 mal Danke schön!

  1. gedankenknick schreibt:

    Das traurige ist, dass die Petition wahrscheinlich direkt seitens der Politik in die Ablage „P“ wie Paierkorb abgeheftet wird. Der (teilweise) Volkswille passt nicht zum derzeitigen politischen Manifest, welches lautet: Globalisierte Großkonzerne first, und damit eine Anschluss-Verwendung für den fraglichen Politiker second.

    Ich erinnere mich an eine Unterschriftensammlung gegen die Zulassung des Versandhandels mit Arzneimitteln. Das war im Jahr 2003 oder so. Da kamen ca. 7 Millionen Unterschriften zusammen. Das waren fats 10% der deutschen Gesamtbevölkerung. Frau Trullala Schmidt – genau die Zensursula, die sich immer mit den grandiosesten Ideen in den Vordergrund gespielt hat – und die damals soweit ich mich erinnere in 10 Aufsichtsräten gesetzlicher Krankenkassen gleichzeitig zu ihrem Gesundheitsministerposten saß, schmiss diese Unterschriftensammlung dem O-Ton weg, dass des Volkes Wille nicht vom Volk sondern von den gewählten Politikern ausgehe und deswegen solche Unterschriftensammlungen pupsegal für die Politik seien. Eine SPD-Politkerin, die ausländische Großkonzerne, deren Kerngeschäft es war, damals tagtäglich gegen Deutsceh Gesetze mit Ansage und Vorsatz zu verstoßen, protegiert. Damals habe ich meinen Glauben in die Politik verloren und bis heute nicht mehr wiedergefunden.

    Als Cassandra macht man sich nie beliebt, zumal man ja immer pessimistisch und depressiv drauf zu sein scheint. Aber wahrlich, ich sage Euch, es wird genau so weitergehen. Nein, es wird noch schlimmer weitergehen.

    Was mich am meisten ankotzt ist die schleichende Enteignung via 1) Vernichtung des Betriebswertes (Apotheken wit einem Umsatz von 4 Millionen € waren früher mit einem Verkaufswert von ca. 2 Mill. € angesetzt, heute kann man sie nicht mal mehr verschenken. Das Finanzamt legt aber bei Erbaschaft den ca. 12-fachen Jahresumsatz (!) als zu versteuerndes Erbvermögen an.) und 2) die völlige Abkopplung von der wirtschaftlichen Entwicklung seit 15 Jahren durch Verweigerung des Inflationsausgleichs und damit ein Ausbluten der Inhaber durch steigende Kosten bei Unmöglichkeit der Anpassung der Einnahmen. Mir braucht niemand mehr zu erzählen, dass dies politisches Unwissen ist – es ist Kalkül seit 2 Jahrzehnten. Und das ist eigentlich unfassbar, dieser gewollte Ausverkauf des deutschen Gesundheitssystems auf Kosten der Inhaber, der Angestellten und der Bevölkerung.

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  2. Pharmama schreibt:

    400 tausend! Gratulation! Das gibt doch ein deutliches Zeichen – und auch, dass das nicht nur die Apothekenmitarbeiter sind.

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