Auch wenn ich das Thema schon hatte…

…es beschäftigt uns in den Apotheken leider weiterhin mehrfach täglich: Lieferengpässe.

Den neuesten Engpass befürchten wir nun bei einem Diabetes-Medikament, denn es wurde wieder einmal eine NDMA Verunreinigung gefunden. Nicht derart hoch wie vor einem Jahr bei Valsartan, aber das ändert ja nichts an der Sache an sich. Bisher sind zwar keine Rückrufe geplant, aber wer weiß was noch kommt…

Dieser DRECK der sich in vielen Medikamenten inzwischen befindet macht mich so sauer. Und so hilflos. Was sollen wir denn den Leuten erzählen, die sich hilfesuchend an und wenden? Außer, dass sie nicht eigenmächtig ihre Arzneimittel ohne Rücksprache mit dem Arzt ändern sollen, können wir nicht viel tun. Und das ist einfach nur ätzend.

Jan Reuter hat das in seinem letzten Video wieder einmal treffend kommentiert (besonders ab 3:30min wird es interessant).

Die Vermutung die heute geäußert wurde, dass das NDMA über den Blister gekommen ist, ist noch die harmloseste, denn das würde immerhin die Möglichkeit zulassen, dass nicht wieder so gut wie alle Hersteller betroffen sind, weil wieder alle nur beim „Billigen Jakob“ in China eingekauft haben…

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Auch wenn ich das Thema schon hatte…

  1. Ist auch Januvia / Janumet betroffen?

    Gefällt mir

  2. gedankenknick schreibt:

    Aber wollten wir nicht total billige Arzneimittel? Sind nicht „Siofor 1.000mg 120St.“ mit 7,91€ Großhandelspreis ohne MwSt. viel zu teuer, so dass man BerlinChemie-Patienten mit einer Festbetrags-Aufzahlung „bestrafen“ muss? Und muss die Firma Lichtenstein/Zentiva bei „Metformin Lich 1.000mg 120St.“ und einem Großhandelspreis ohne MwSt. von 3,29€ nicht einen (geheimen) Rabattvertrags-Rabatt in Höhe von 0,1-99,9% auf diesen Preis an die Krankenkassen zurückerstatten?

    Wie soll man denn so einen Billig-Preis generieren, den Politik und Krankenkassen nicht nur wünschen sondern erpressen, wenn nicht über BILLIGST-Produktion? Und wie produziert man billig? Man spart an Personalkosten, an Reinigungskosten, an Qualitätsüberwachung. Und man sucht sich ein Land, in dem dies alles möglich ist und wohlwollend akzeptiert wird. Fertig.

    Dies soll KEINE Entschuldigung für die Industrie sein. Aber unsere Politiker und Krankenkassenfunktionäre dürfen sich gerne mal überlegen, wie sie ihre völlig gegensätzlichen Forderungen nach einerseits billigstem Preis und andererseits höchster Qualität unter einen Hut bekommen wollen. Das geht nämlich nicht, und das wußte schon meine Oma, als sie mir vor ca. 35 Jahren beibrachte: Wer billig kauft, kauft zweimal!

    Es ist wie mit meinem Warenlager. Die Lieferengpässe sind bei mir nicht mehr existent, seit ich die Forderung der VDEK-Frau einfach beachte und die nicht lieferbaren Arzneimittel einfach für einen 3-Monats-Bedarf bestelle. Schon kann ich wieder liefern. Fertig. *facepalm*

    Gefällt mir

  3. bombjack schreibt:

    Hm….schätze da dürfte noch mehr kommen….denn es gilt der „Analytik-Spruch“: „Man findet (sofern es enthalten ist), nur das nachdem man sucht…“

    Btw. die Synthese ist laut der allwissenden Müllhalde nicht so kompliziert: https://en.wikipedia.org/wiki/Metformin#Chemistry
    Würde ich mir zutrauen selber zu kochen 😉

    bombjack

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.