Bericht von der Front – Teil 2

An die Apothekenleiter:

Jeder, der durch diese Krise muss kann auch punkten. Ihr ganz besonders, und zwar bei den Kunden und bei den eigenen Angestellten. Sorgt euch bitte um den nötigen Schutz!

Das bedeutet einmal den Schutz der Kunden – also bitte nicht alle gleichzeitig in die Räume lassen, sondern bitte geregelt. In kleinen Apotheken am besten nur einzeln eintreten lassen oder gleich auf der Straße bedienen. Klare Anweisungen bezüglich des Abstandes der gehalten werden sollte, dürfen nicht fehlen.

Bitte auch die Botendienste eher ausweiten als einstellen!!! Jeder, der seine Viren Zuhause lassen kann ist ein Gewinn für die Gemeinschaft. Der Apothekenbote kann die Medikamente auch vorbei bringen, an die Türe hängen, klingeln und wieder gehen. Geld kann auch überwiesen, oder einfach nachträglich bezahlt werden.

Das bedeutet aber auch den Schutz eurer Angestellten. Spuckschutz aus Plexiglas, ausreichend Desinfektionsmittel, Handschuhe und vielleicht sogar Mundschutz sind das eine – der Schutz des körperlichen. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten sich zu kümmern.

Das Zauberwort heißt „Psychohygiene“. Um die Resilienz seiner Mitarbeiter zu stärken ist es wichtig, ihnen auch einmal die Chance zum durchatmen zu geben. Zum schimpfen. Zum sich sammeln. Wenn es irgendwie geht, dann schaut, dass ihr alle im Gespräch bleibt. Wenn eine Apotheke im 2-Schicht-System arbeitet, dann ist es sicherlich sinnvoll, Videokonferenzen zu starten. Mitarbeiter die nicht „stabil“ sind sollten im persönlichen Gespräch- das auch am Telefon möglich ist – aufgefangen werden. Stellt Euch vor Eure Leute, wenn die Kunden ungerecht werden. Zeigt ihnen, dass sie wertgeschätzt werden! Das gilt such für Minusstunden, die durch ein Schichtsystem entstehen können. Vergesst sie! Motivierte Mitarbeiter geben annähernd 100%. Unmotivierte melden sich in diesen Zeiten einfach krank!

Möglich ist es – neben einer besonders kollegialen Bindung, die sich natürlich auch entwickeln kann – dass Konflikte untereinander aufbrechen, die sich vorher unter der Decke halten ließen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt!

Ihr steht gerade ganz besonders unter Druck liebe Chefinnen und Chefs. Ich habe tiefen Respekt vor der Aufgabe die da vor Euch liegt! Aber die Situation kann sich auch für das Team lohnen und es besonders zusammenschweißen. In der Krise liegt immer auch eine Chance!

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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Eine Antwort zu Bericht von der Front – Teil 2

  1. eine systemrelevante PTA schreibt:

    Einfach nur Danke! Ich werde es wohl drucken und mal ins Büro legen. Vielleicht hilft es…

    Gefällt 1 Person

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