Entspannung an der Coronafront (?)

Man merkt es deutlich, die Kunden sind entspannter seit bei uns seit 2 Wochen kein neuer Coronafall mehr aufgetreten ist. Es werden kaum mehr Masken gekauft, und das Desinfektionsmittel auf das die Kunden anfangs alle so heiß waren steht auch wieder ungeliebt in der Auslage. Mehrfach müssen wir außerdem inzwischen unsere Kunden täglich bitten, ihre Maske beim betreten der Apotheke aufzusetzen, weil sie es vergessen.

Auf der anderen Seite dürfen wir immernoch nur mit Mundschutz in den Zoo gehen, obwohl sich dort alles unter freiem Himmel abspielt, denn die Tierhäuser bleiben alle geschlossen. Auch der Kindergarten und die Schulen sind nur äußerst begrenzt zum erweiterten Notbetrieb übergegangen. Irgendwie weiß keiner so recht, wie er sich jetzt verhalten soll hat man den Eindruck.

Ich selbst tendiere im Moment eher zur Entspannung, und habe beschlossen, mich nun auch wieder verstärkt der Außenwelt zuzuwenden. Die Coronakrise hat in meinem Leben tatsächlich ihre Spuren hinterlassen. In dieser Woche habe ich jedenfalls zwei Menschen getroffen, die ich bisher nur aus den Sozialen Medien kannte, und das hat mir wirklich gut getan.

Einmal, weil mir wieder neue Perspektiven und Möglichkeiten geboten wurden, und einmal weil mir beide Menschen wirklich von Grund auf sympathisch waren. Es hat gut getan, sie zu sehen, und nicht zu schreiben oder nur in einen Bildschirm zu sprechen. Für mich werden die Gespräche per Videochat weiterhin eine Krücke bleiben, die das persönliche Miteinander niemals vollwertig ersetzen können.

Einer dieser Menschen ist der Pharmaziestudent Benedikt Bühler, vor dessen Elan und Einsatz für die Apotheke vor Ort sich so mancher gestandene Apotheker gerne eine große Scheibe abschneiden kann. Wir werden mit Sicherheit noch viel von ihm hören in den nächsten Jahren! Es war mir eine große Freude und Inspiration 🙂

Trotzdem denke ich, dass wir trotz aller Freude über die wiedergewonnenen Freiheiten darüber nachdenken sollten, wie wir sie so lange wie möglich behalten können. Dazu gehört sicherlich auch ein reflektieren der Globalisierung und ihrer Tücken. Ich denke, es ist kein Wunder, dass viele der Seuchen mit denen wir uns in den letzten Jahren herumplagen mussten aus Asien kamen. Nur zu hoffen, dass es die letzte war wäre blauäugig, nicht wahr?

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.