Corona-Macken

Nachdem ich den neuesten Beitrag von Florian Giermann in seinem Blog „Das Edikt von Cupertino“ gelesen habe, habe ich mich ein wenig selbst erkannt. Ich bin auch nicht frei von „Corona-Macken“.

Zunächst einmal habe ich auch tatsächlich Probleme mit körperlicher Nähe bekommen. Ich finde es noch schlimmer als sonst schon, wenn mir jemand Fremdes zu nahe kommt. Wie oft würde ich gerne den Satz aus „Dirty Dancing“ sagen: „Das da ist MEIN Tanzbereich“. Besonders beim Einkaufen. Aber auch wenn nur ein Lieferant in der Apotheke quasi zu nahe tritt. Das hat mich früher nie gestört (unsere Apotheke ist ziemlich eng im Backoffice-Bereich), inzwischen will ich einfach nur, dass Fremde da schnell wieder rausgehen.

Auf der anderen Seite empfinde ich es als angenehm, dass nun niemand mehr erwartet, dass ich ihn zur Begrüßung umarme oder auf die Wange küsse. Das mochte ich „früher“ schon nicht, und fühle mich in dieser Hinsicht schon beinahe befreit.

Die nächste Corona-Macke: mein erster Blick fällt in der Apotheke auf das Gesicht des Kunden. Trägt er/sie eine Maske? Falls nicht wird er umgehend nach draußen geschickt. Bin ich einmal zum auffüllen der Ware im Freiwahlbereich, dann sprinte ich immer schnell hinter unsere Plexiglasscheibe wenn jemand die Apotheke betritt. Ich glaube, dass ich beides nicht so schnell ablegen kann, wenn die Pandemie-Einschränkungen einmal vorbei sind.

Was besser geworden ist: ich checke nun nicht mehr täglich die „Worldometer-Corona-Statistik„. Ich versuche auch, mich nicht mehr täglich auf die Waage zu stellen 😉

Interessanterweise fehlt mir trotz meiner immer da gewesenen Scheu „fremde“ Menschen zu berühren das tanzen. Ein ehemaliger Tanzfreund schrieb bei Facebook als ein Erinnerungsfoto aufpoppte, er könne „schreien vor Entzugserscheinungen“. Da ist mir erst aufgegangen, wie sehr ich es vermisse.

Das ist jedenfalls das erste, was ich tun werde, sobald eine Impfung verfügbar ist. Mich impfen lassen, und dann ab zum tanzen. Dass es dazu erst eine Pandemie braucht… So lange tanze ich eben für mich, wann immer sich eine Gelegenheit ergibt.

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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