Ein weißes Haar…

…ein graues Haar – wieder geht ein Jahr… singt Hartmut Engler von PUR. Ja. Weiße Haare sind so ein Thema, das langsam eine gewisse Aufmerksamkeit von mir verlangt.

Warum eigentlich? Mit über 40 ist es ja eigentlich normal, dass sich das ein- oder andere weiße Haar auf dem „weisen Haupt“ blicken lässt. Bei Männern sieht das unverschämterweise auch häufig noch gut aus. Frauen wirken dann für viele nur noch „unfuckable“. Blöder Ausdruck. Ist aber oft so.

Der neue Trend zur grau gefärbten Mähne bei jungen Damen hilft da vielleicht ein wenig, ich empfinde den Anblick einer ergrauten Zwanzigjährigen aber noch immer als seltsam und irgendwie befremdlich.

Was soll ich nun mit meinen Haaren tun, nun da sich punktuell die weißen Haare zeigen? Färben? Nö. Aus vierlerlei Gründen. Einmal zerstört die Chemie sicherlich meine Haarstruktur, denn ich habe eher feines und sehr langes Haar. Dann bin ich bestimmt zu faul um ständig nachzufärben und hätte sicher dauernd einen herausgewachsenen grauen Scheitel, was das Ausmaß meiner Nachlässigkeit auch noch öffentlich sichtbar machen würde.

Und dann ist da noch das Negativbeispiel so vieler alter Frauen, die noch mit 80 Jahren mit pechschwarzen, leuchtend roten oder platinblonden Haaren herumlaufen und – Entschuldigung – einfach nur noch lächerlich damit aussehen. Männer sehen im übrigen genau so lächerlich aus, wenn sie sich im hohen Alter die Haare färben, aber davon gibt es weniger.

Also? Ausrupfen? Dann wäre ich irgendwann kahl, das ist auch keine Lösung.

Ich werde also versuchen, in Würde zu altern, und die weißen Haare so zu betrachten, wie der Schriftsteller Salim Alafenisch (oder war es Rafik Schami?) sie gesehen hat: als Sterne am Himmelszelt.

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10 Antworten zu Ein weißes Haar…

  1. Aponette schreibt:

    Ich färbe meine weißen Haare mit Henna – da ich dunkelbraune Haare habe gibt es sehr schöne rotgoldene Reflexe. Und es wäscht sich peu a peu raus.
    Aber das geht nicht, wenn man blond ist.

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  2. gedankenknick schreibt:

    Der neue Trend zur grau gefärbten Mähne bei jungen Damen hilft da vielleicht ein wenig, ich empfinde den Anblick einer ergrauten Zwanzigjährigen aber noch immer als seltsam und irgendwie befremdlich.

    Das war früher genau anders rum, wenn sich eine gewissen Szene ihre Haare blau, grün, gelb und feuerwehrneonrot färbte, am besten in Kombination mit teilweiser Glatze und Stehmähne, gemäß eines Indianerstammes bei Karl May. Und heutzutage haben wir Sascha Lobo. Aber da sich inzwischen dieser Trend gefühlt bis zu den 90-Jähigen zieht, muss die Jugend halt einen anderen Reibpunkt suchen, mit und an dem der Generationenkonflikt aufrecht erhalten werden kann. 😉

    Auch diverse durch die Haut gehende Metallteile im und am Gesicht (und anderswo am Körper) und Tattoos sind ja so salonfähig geworden, dass Du damit in unserer megatoleranten Gesellschaft keinen Hund hinter dem Ofen respektive der Fußbodenheizung mehr zum Bellen bekommst, nicht mal zum knurren. Ich staune nur immer, was passiert, wenn solch verschönerte Menschen mal bewußtlos dringenst in ein MRT geschoben werden müssen…

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  3. comicvomhimmelwald schreibt:

    Hartmut Engler von PUR singt aber „Ein GRAUES Haar“, nicht „Ein WEISSES Haar“. 😉

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  4. ednong schreibt:

    Ach herrje,
    darf man zum Geburtstag gratulieren?

    Und die grauen Haarte – wen stören sie noch mal genau?

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    • ptachen schreibt:

      Nö, der Geburtstag dauert noch etwas 🙂
      Das Thema hat Dandra und mich nur ein wenig beschäftigt am Wochenende…

      Vermutlich stören sie uns selbst am meisten. Das Leben ist endlich. Aber das ist vermutlich auch gut so.

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  5. Neli schreibt:

    Ich habe noch lange dicke dunkelbraune Haare. Vor 10 Jahren erschienen die ersten grauen Haare im Pony. Die ersten hüpfte ich aus, dann fragte mein Mann ob ich nicht färben möchte. Ich überlegte nur kurz und sagte nein, erstens wechselt meine Haarlänge von etwas länger über die Schulter bis kurz über den Po ( ich hasse Friseurbesuche) und zweitens bin ich allergisch auf einige Körperpflegeprodukte (Duftstoffe und Zusammensetzung), da probiert man nicht so einfach was neues aus. Mittlerweile bin ich fast 50 und nur mein Pony hat viele weiße Haare bekommen, der Pferdeschwanz ist immer noch schön dunkelbraun und es gefällt mir sehr gut. Eine meiner Kolleginnen hat auch lange ihre Haare dunkel gefärbt, dann war sie es leid und jetzt sieht sie so gut aus mit ihren grauen Haaren. Und auch zwei Kollegen um die 50 haben richtig tolle weiße Haare und sie sehen trotzdem noch jung aus.

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  6. Anja schreibt:

    Ich hatte mit 17 mein erstes graues Haar. Nach einer schweren Krankheit mit 24 sind mir 2/3 der Haare ausgegangen und als sie nachwuchsen, waren die meisten grau. Ich habe dann über 20 Jahre lang gefärbt, obwohl ich das Färben nicht gut vertragen habe (juckende Kopfhaut). Mit Mitte 20 wollte ich noch nicht grau sein. Um die Färbeintervalle etwas zu verlängern habe ich angefangen mit einem guten braunen Farbshampoo zu waschen. Dadurch war mein Ansatz in den dunkelbraunen Haaren nicht gesträhnt grau, sondern gesträhnt braun/mittel-dunkelblond. Das ging ganz gut und hat sogar problemlos mehrwöchige Tauchurlaube überstanden, ohne dass sich die Farbe verabschiedet hätte. Kurz nach Anfang 40 war ich die Färberei endgültig leid, habe mir auf Anraten meiner Friseurin Haubensträhnen in der Farbe des mittel-dunkelblonden Ansatzes machen lassen und dann mehrere Jahre nur mit dem braunen Farbshampoo gewaschen, was super funktionierte, sogar beim Tauchen. Ich war mittel-dunkelblond mit feinen dunkelbraunen Strähnen. Ich wurde mit der Zeit immer mittel-dunkelblonder. Leider gab es das braune Farbshampoo damals nur in einem warmen Farbton, der mir als Winterfarbtyp, zu dem kalte Farben besser passen, nicht so gut stand. Inzwischen gibt es auch kalte Farbtöne. Ich habe dann nach ein paar Jahren beschlossen, der Natur ihren Lauf zu lassen und das braune Farbshampoo weggelassen, um ganz langsam die grauen Haare zum Vorschein zu bringen. Das ging schön gemächlich, so dass man es fast nicht merkte. Inzwischen bin ich silbergrau mit ganz feinen dunkelbraunen Strähnen und wasche mit gutem Farbshampoo für graue Haare, damit die Haare keinen Gelbstich haben. Ich habe einen wunderschönen Silbergrauton und werde sehr oft gefragt, wie man denn so eine geile Farbe färben könne. Dabei ist das alles fast Natur.

    Wenn Du also nicht färben willst, kann ein gutes Farbshampoo eine prima Lösung sein. Allerdings sollte man nicht nach 2-3 Wäschen mit Farbshampoo den Effekt wie beim Färben erwarten, das dauert eher ein paar Wochen. Also am Ball bleiben.

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