So ein schönes Fraktal…

…hat sich Florian Giermann da für seinen Beitrag ausgesucht – da MUSSTE ich einfach draufklicken 🙂 (Wenn ich einen Romanesco kaufe könnte ich ihn stundenlang betrachten bevor er gekocht wird).

Nicht nur wegen des Fraktals ist der Beitrag – wie auch der Neueste – sehr lesenswert. Also klickt mal rein in die schöne neue Apothekenwelt!

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10 Jahre rauchfrei

Vor 10 Jahren wurde das Rauchverbot in Gaststätten eingeführt. Ich gebe zu, ich war skeptisch ob das etwas bringt. Ich denke ich war vor alles deshalb skeptisch, weil ich damals selbst noch geraucht habe.

Und ich habe gerne geraucht. Als ich damit aufhörte habe ich jahrelang befürchtet, ich könne mich NIE mehr so entspannen wie früher. Es hat auch bestimmt 3 oder 4 Jahre gedauert, bevor die Lust auf eine Zigarette zum Rotwein nachließ.

Vor 10 Jahren habe dann auch ich aufgehört zu rauchen, weil mein neuer Partner Nichtraucher war und ist. Heute bin ich froh darüber! Damals war es schwer. Bis vor kurzem habe ich sogar noch gerne neben Rauchern gesessen und den Rauch eingeatmet. Ich habe festgestellt, dass das nun genauso verschwunden ist wie der Wunsch eine zu rauchen wenn ich etwas getrunken habe.

10 Jahre. Verdammt… Ich will mir gar nicht vorstellen wie hart es ist von Heroin oder Methadon runter zu kommen wenn schon Nikotin so viel Probleme bereitet. Hut ab vor allen, die das ernsthaft versuchen und schaffen!

Was wirklich erfreulich ist, ist dass vor 10 Jahren noch gut 30% aller Jugendlichen geraucht haben, und jetzt nur noch weniger als 10%. Das lässt in mir die Hoffnung keimen, dass die Sprösslinge es gar nicht erst versuchen!

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12 Jahre

Inerhalb von 12 Jahren kann man

– die ISS bauen

– Abitur machen

– das Paulinum in Leipzig fertigstellen

– eine Tramtrasse eröffnen

– durch die Hölle des Dritten Reiches gehen

– die S13 ausbauen

– sein Kind in die 6. Klasse begleiten

– wie Sirius Black unschuldig in Askaban sitzen.

Man kann also vieles tun in dieser Zeit. Was die Zeit nicht kann ist verzeihen. Vergeben. Vergessen. Diese Zeit reicht nicht aus, um aus Unrecht Recht zu machen. 12 Jahre bringen keine Gerechtigkeit.

12 Jahre Gefängnis hat er heute bekommen, der Apotheker aus Bottrop. Mit anschließendem Berufsberbot. Das kann lange sein, aber keine Zeit der Welt reicht aus, um die Opfer zu entschädigen.

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Armutszeugnis

So nannte meine Kollegin Birgit heute zwei Tatsachen im Bereich Arzneimittelwarnung. Einmal – der ein – oder andere wird es mitbekommen haben – gab es heute ein Riesenspektakel. Morgens meldeten sich bereits die ersten Patienten bei uns, die über die Medien erfahren hatten, dass valsartanhaltige Arzneimittel EU- weit aus dem Verkehr genommen werden. Eine Fabrik in China stellt diesen Wirkstoff für verschiedene Hersteller her, die daraus blutdrucksenkende Medikamente fabrizieren.

Nun ist dieser Wirkstoff wohl in dieser Firma mit einem potenziell krebserregenden Stoff verunreinigt worden. Und keiner hat es gemerkt. Wenn ich überlege wie wir Apotheken alle Ausgangsstoffe genau prüfen müssen bevor wir sie weiterverarbeiten hätte ich gedacht (aber was weiß ich schon?), dass die Industrie da noch genauer hinschaut als wir. Bevor sie hunderttausende Tabletten verpresst die in einem Skandal zurückgerufen werden müssen. Ein Armutszeugnis.

Nun denn… es wurde im Vorfeld nichts gemerkt, also gibt es JETZT den Rückruf vom BfArm. Aber statt den Apotheken und damit den betroffenen Patienten wenigstens mitzuteilen, welche Firmen betroffen sind (wenn man schon die genauen Chargen nicht kennt) – nichts. In den Zulassungsunterlagen der Medikamente die dem BfArm ja vorliegen müssen stehen doch die Herstellerfirmen drin. Da sollte es ein leichtes sein, schnell alle betroffenen Firmen herauszusuchen, aber NEIN- das weiß man offenbar erst gegen Nachmittag. Armutszeugnis Nr.2

Und über welchen „offiziellen Kanal“ erfahren die Apotheken zeitnah welche Firmen betroffen sein könnten und welche anderswo ihren Wirkstoff beziehen? Doch sicher über das AMK! Aber nein – wieder falsch gedacht, denn die Seite ist down weil sie offenbar mit der schieren Menge an Klicks und Anfragen überlastet ist. Hat man Nerven??? Dafür ist sie doch eigentlich konzipiert worden!

Wir mussten uns tatsächlich bei der apotheke-adhocPlattform über die neuesten Entwicklungen informieren. Armutszeugnis Nr.3

Das war heute echt kein Glanztag… ich verstehe so vieles einfach nicht, was da schief gelaufen ist. Vor allem verstehe ich nicht, warum ein Riesenhype über die Laienpresse gemacht wird, so lange wir nicht einmal wissen um welche Chargen es sich genau handelt. Und wie sollen wir da die Kunden adäquat beraten?

„Nein Frau Mauer, sie sollten die Tabletten lieber weiter einnehmen. Ob sie verseucht sind wissen wir nicht, auch nicht ob das vielleicht Krebs erzeugen kann, aber schlucken Sie die ruhig weiter. Die sind wahrscheinlich gut für ihre Gesundheit.“

Lächerlich. Peinlich. Unnötig.

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Weißer/Schwarzer Hautkrebs

Ein schwarzer Hautkrebs wird oft selbst erkannt, und auch der Hausarzt sieht in der Regel sofort was er vor sich hat. Aber wie sieht der Weiße Hautkrebs aus?

Diese Seite gibt einen guten ersten Überblick zum Thema.

Warum ich das heute bespreche? Es kommt dann und wann vor, dass Kunden Pickel/Warzen etc. von mir behandelt bekommen wollen („Gibt es da eine Salbe dagegen?“) und es handelt sich um ein fragwürdiges Gewächs. Ich schicke die Leute dann immer zum Hautarzt wenn ich unsicher bin, und so einige Male lag ich damit richtig.

Gerade jetzt wo sich halb Deutschland in die Sonne brezelt und halb gar braten lässt: seid bitte vorsichtig! Klar: Sonne ist gesund, aber nur dosiert 🙂

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Anders – aber auch gut!

Heute hatten wir ein wenig Unterstützung von einer Apothekerin aus einem Nachbarort. Die Arbeit war anders als gewohnt, aber es war wirklich nett!

Sie hat jedenfalls keine „Sitzvertretung“ gemacht, sondern sich voll eingebracht. Zwei Kundinnen waren so sehr angetan von ihr, dass sie richtig enttäuscht wirkten als sie sagte, dass ihre Anwesenheit bei uns nur eine Ausnahme ist.

Bitten nach vorzeitiger Ausgabe von Arzneimitteln ohne Rezept hat sie heute sehr klar und direkt abgelehnt, so dass sofort offenbar wurde, dass man in diesem Punkt nicht mit ihr diskutieren kann. Interessanterweise wurde ihr das von den Kunden scheinbar nicht übel genommen. Das leider nur zu bekannte Gejammere und Gemotze über unsere schlechte Flexibilität blieb völlig aus!

Möglicherweise liegt es daran, dass sie den Kunden einfach nicht bekannt ist, und diese deshalb natürlich nicht auf den „ich bin doch seit 20 Jahren Stammkunde hier“ Knopf drücken konnten.

Wie dem auch sei – abgesehen von der fremden Person im HV hatten wir auch noch den ersten Arbeitstag nach Monatsbeginn, und das bedeutet: UMSCHAU!

Die Zeitschrift macht das schon klasse mit ihrer Werbung… es ist wirklich witzig, wie viele Leute nur nach dem 1. und 15. jeden Monats zu uns kommen. Netterweise hatten sie kürzlich auch wieder die „Danke, Apotheke“ Karten eingelegt – wir bekommen dann immer ein paar ausgefüllt zurück und freuen uns wirklich über die netten Worte.

Danke, Wort&Bild!

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Big Citys Sehenswürdigkeiten

Zu meinen persönlichen Highlights gestern gehörte sicherlich der Besuch in Gabis Frisiersalon in Kreuzberg. Zu allem Überfluss hatte ich nach dem Flughafen- Desaster gestern nämlich im Hotel nicht einchecken können wie gedacht.

„Check in ab 15Uhr“

Äh… War das nicht geklärt, dass ich früher in das Zimmer kann? Um 15 Uhr ist mein Termin, da wollte ich eigentlich vorher noch duschen!“

„Frühestens 14.30Uhr“

Sch…“

Also hab ich den Koffer dort gelassen und mich zu Fuß auf den Weg zum Treffpunkt gemacht – in der Hoffnung dass mich ein mitleidiger Friseur auch ohne Termin reinlässt.

Gabi ist so eine Dame mit großem Herz. Sie erklärte mir kurzerhand, dass erstens 10cm Haarlänge weg müssen, weil sie zippelig aussehen, zweitens der Pony zu lange ist und zu wenig Haare drin sind, und drittens föhnen nach dem waschen nicht ausreicht weil „da Locken missen rein“.

Vertrauensvoll begab ich mich in ihre Hände, und gekonnt und resolut wurde das Angekündigte auch umgesetzt. Danke Gabi, ich gefalle mir jetzt besser! Jeder der also frisurentechnisch Hilfe braucht… ab nach Kreuzberg 😉

Die zweite Sehenswürdigkeit war für mich die „Apotheke 4.0„. Extrem modern, bewusste klare Linien – das hat nichts mehr mit der „Alten Apotheke“ zu tun in der noch Standgefäße ausgestellt werden. Hat was… Wer hier reingeht bezweifelt zumindest nicht mehr, dass Apotheken ins digitale Zeitalter passen!

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