Achtung bei HCT!

Es ist schon länger bekannt, doch die offizielle Meldung kam erst vor ein paar Tagen: die Einnahme von HCT- Präparaten kann die Entstehung verschiedener Hautkrebs- Arten fördern.

Anders als beim Valsartan Skandal wird diese Nachricht glücklicherweise (noch) nicht aufgeregt von allen Medien aufgegriffen und die betroffene Patientengruppe dadurch verunsichert. Es gelten folgende Vorsichtsmaßnahmen für die Verwender:

1. Ein geeigneter Sonnenschutz sollte verwendet werden (bei Exposition mind. Faktor 50 oder Textilien wenn möglich) und auf Besuche im Solarium besser verzichten

2. Verstärkt darauf achten ob Hautveränderungen am Körper zu sehen sind (Muttermale die plötzlich auftreten, sich vergrößern, den Umriss oder die Farbe ändern)

3. Falls bereits eine Art des Hautkrebses im Vorfeld aufgetreten ist sollte mit dem Arzt zusammen (!) überlegt werden, ob nicht besser der Wirkstoff getauscht wird.

Nach dem „Rote- Hand- Brief“ haben wir uns dazu entschlossen, unsere HCT Kunden direkt anzusprechen. Das wird sehr positiv aufgenommen und ich empfehle es jeder öffentlichen Apotheke. Die betroffenen Patienten sind dankbar, wenn sie merken dass wir uns um ihre Gesundheit Gedanken machen!

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DocMorris Tag

Gleich mehrfach durfte ich mich heute gedanklich mit DoMo beschäftigen. Einmal der Versuch, die Arzneimittelausgabe in Hüffenhardt wiederzubeleben, und zum anderen der Aufkauf von Medpex durch die „Zur Rose“ Gruppe.

Der Zeitpunkt für die Hüffenhardt- Neuverhandlung erscheint günstig, denn Spahn hat ja gerade verlautbart, dass er innerhalb der nächsten 6 Monate auf dem Apothekenmarkt handeln will und neue Gesetze erlassen möchte. Dann haben wir April. Hoffen wir, dass wir am ersten April des neuen Jahres nicht komplett verarscht werden. Sorry for that…

Andere hoffen auf die Einführung des E- Rezeptes und geben dabei gerne Schützenhilfe. In der trügerischen Hoffnung, dass man ja auf Apothekerseite mitgestaltet hat und somit nicht vom Ertragskuchen ausgeschlossen wird. Ich befürchte, es wird bei dieser frommen Hoffnung bleiben, denn wie verdammt viel leichter wird es sein, dieses E- Rezept einfach bei DoMo hochzuladen und automatisch seine Boni auf das eigene Konto überweisen zu lassen? Das ist doch noch deutlich komfortabler als ein Papierrezept in einen Freiumschlag zu stecken und in einen Briefkasten zu werfen! Wer das nicht sieht ist blind – oder naiv. Alternativen gibt es dazu allerdings auch nicht – Spahn will es haben und er wird es einführen. Mit oder ohne die Apotheker, da hat er sich klar ausgedrückt.

Und während Oberhänsli schon die Eurozeichen in den Augen stehen hat werde ich mich morgen in aller Frühe in unsere Rezeptur stellen um 1,5 Stunden vor der Öffnung der Türe einen Ringversuch machen.

Warum so früh? Weil es der Kapsel- Ringversuch ist, bei dem am Ende alle 60 Kapseln einzeln auf der Analysenwaage abzuwiegen sind. Das dauert, und Erschütterungen durch Kundengetrappel verträgt eine Analysenwaage im 0,1 mg Messbereich einfach nicht so gut. Während also DoMo feiert und sich mit solchen Spitzfindigkeiten wie GMP in der Rezeptur nicht herumplagen muss wird in deutschen Präsenzapotheken noch die Fahne für Qualität in der Individualrezeptur hochgehalten. Wenn schon untergehen, dann mit Stil.

Hup Holland, Hup – ihr habt offenbar was richtig gemacht.

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Wo sind die PKA?

Eines wurde mir auf der Expopharm sehr deutlich: die Klientel der Apotheker wird hier umworben, das liegt in der Natur der Sache. Doch die nächste große Zielgruppe der Industrie sind eindeutig die PTA. Überall sieht man „PTA in love“, „PTA des Jahres“, PTA Fortbildungen und haufenweise Jobangebote aus der Industrie. Wir werden umworben wie selten zuvor.

Doch gibt es da nicht noch einen anderen Beruf in der Apotheke? Sind da nicht noch die PKA, die pharmazeutisch kaufmännischen Assistenten die dem Personal im Verkauf, dem Labor und der Rezeptur den Rücken freihalten? Wer denkt eigentlich an die?

Sie sind in den Apotheken meist die guten Seelen, die Telefonisten, die Aufräumer, die Lageristen, die Kaffeekocher. Manchmal auch Kosmetikexperten, Einkäufer, Buchhalter (ja – auch Buchhaltung gehört zur Ausbildung dazu!), Preisgestalter, Dekorateure und die rechte Hand des Chefs. Und was ist der Dank?

Sie werden so schlecht bezahlt, dass sie sich ohne Partner eigentlich kaum selbst finanzieren können. Zum Leben zu wenig, zum sterben zu viel – und trotzdem sind viele darunter hoch motiviert. Doch statt glücklich zu sein, dass es noch PKA in den Apotheken gibt wird gerade laut darüber nachgedacht, diesen Beruf abzuschaffen.

Aufgrund der miesen Entlohnung und der leider oft fehlenden Wertschätzung wandern viele der kaufmännischen Assistenten in andere Berufszweige ab und kehren der öffentlichen Apotheke den Rücken. Immer mehr PKA Schulen werden deutschlandweit geschlossen und die ADEXA schlägt Alarm. PKA scheint ein aussterbender Beruf zu sein.

Ich bin jetzt mal ganz ketzerisch und sage: gut so!

Und zwar nicht, weil ich die PKAs nicht zu schätzen wüsste, sondern gerade weil ich sie und ihr Wissen nicht missen will. Zu oft habe ich miterlebt, wie wirklich gute und engagierte Kaufmännische Angestellte in den Apotheken unzufrieden und unglücklich sind. Sie werden ihr Leben lang schlecht bezahlt, und alle anderen haben mehr Befugnisse als sie. Viele kehren der Apotheke irgendwann den Rücken oder satteln noch die drei Jahre PTA Schule drauf. Ohnehin vertrauen viele Apothekenleiter inzwischen die Warenwirtschaft den PTA an, denn die können immerhin auch mal in die Rezeptur oder den HV.

Gerade ist der PTA Beruf im Umbruch. Wäre es völlig vermessen, die beiden Berufe quasi zusammenzulegen bei längerer Ausbildungszeit? Die PTA könnte mit kaufmännischem Grundwissen nicht nur für Apotheken attraktiver sein, sondern sich auch noch andere Berufsfelder erschließen. Die PKA – ein Beruf der kaum noch ein auskömmliches Gehalt bietet – würde dann im PTA Beruf aufgehen.

Und die PKA die bereits fertig ist und aufsatteln will? Vielleicht könnte sich für sie die Möglichkeit bieten eine verkürzte Ausbildungszeit zu nutzen. Wenn man schon nicht den PTA Beruf aufwerten möchte indem man ihnen nach einer gewissen Zeit im Beruf die Möglichkeit bietet per Zusatzstudium eine Vertretungsbefugnis zu erlangen, kann man den Beruf so vielleicht attraktiver machen.

Ich weiß – viele WENNs und VIELLEICHTs… aber diese Gedanken drängen sich mir auf. Wenn meinem Berufszweig nicht mehr Verantwortung im Apothekenalltag zugetraut wird fällt es den Pharmazeuten vielleicht leichter, wenigstens die kaufmännischen Tätigkeiten für uns zu öffnen. Auch auf die Gefahr hin, dass wir „Alt- PTA“ dann irgendwann zu den Apotheken- Parias werden, die die PKA zur Zeit häufig sind…

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Moin meine Lieben!

Ganz ungewöhnliche Zeit für mich zum schreiben, aber es bietet sich an 🙂

Ich habe zwei unvergessliche Messetage hinter mir, viele viele Gespräche und Begegnungen und neue Eindrücke.

Das ist ein kleiner Querschnitt von Dingen, die ich einfach mitnehmen musste.

Die Stifte sind von der Wahl der „PTA des Jahres 2018“ die ich recht nahe mitverfolgen durfte. Die liebe Kerstin hat wirklich verdient gewonnen! Katzenfutter gab es tatsächlich auch noch (unfasslich) und ist wirklich für den Verkauf in Apotheken gedacht. Das fand ich so interessant, dass ich es mitnehmen musste. (Es waren tatsächlich einige Tiergesundheits- Anbieter vor Ort, da liege ich mit der Ausbildung als Tierheilpraktikerin voll im Trend!)

Das Edikt von Cupertino wurde mir wie gewünscht von Florian (gute Besserung an dieser Stelle für die Stimmbänder) UND Jan mit lieben Worten signiert, herzlichen Dank! Ich werde es dann bei Gelegenheit für ein irres Geld bei Ebay versteigern 😉

Quatsch – Blödsinn!!! Das halte ich wirklich in Ehren 🙂

Die Giftmischer Tasche ist auch sowas von cool und ich freue mich jetzt schon damit rumzulaufen. Eine obligatorische Weißwurst hab ich beim „Wort und Bild“ Verlag gegessen, und abends war es auch immer sehr unterhaltsam.

Ich freu mich, dass ich das auch einmal miterleben durfte!

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Fängt ja gut an…

…6:30Uhr: Reservierungen im ICE sind aufgrund eines Wagenwechsels geplatzt und ich stehe vermutlich die nächsten Stunden im vollen Zug herum. Super – eigentlich dachte ich, ich könnte mich noch etwas entspannen 😦

21:45Uhr: Puuuh! Sitze gerade im Hotelzimmer und bin geplättet vom Tag. Das wichtigste zuerst: Florian Giermann und Jan Reuter habe ich getroffen und von Beiden eine tolle Widmung in das Buch „Das Edikt von Cupertino“ geschrieben bekommen. Danke dafür!

Morgen werde ich erst richtig Zeit haben um über die Expopharm zu gehen und mir alles anzusehen. Dann kommen auch mehr Infos von mir für euch – versprochen 🙂

Der Tagesausklang fand mit netten Leuten im Löwenbräu statt und ich bin nur müde und platt – schlaft gut 🙂

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Wie gesagt…

…es wird wohl kein RXVV geben, aber Spahn will mit den Apothekern über die Honorierung neuer Dienstleistungen sprechen.

Mit anderen Worten: es darf gespritzt werden. Oder Medipläne erstellt. Oder sonst was mit viiiel Bürokratie und wenig Ertrag. Ernüchternd. Und damit ja alle schön spuren hat er das 2hm Gutachten aus der Hosentasche gucken lassen.

Ich fahre morgen früh zur Expopharm und komme am Samstag wieder zurück. Freu mich dort auf alte und neue Gesichter und hoffentlich mehr Elan…

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Spahn live beim Apothekertag

Wer sich übrigens morgen ab 14 Uhr live anhören will, wie Spahn das RX- Versandverbot beerdigt, der kann es sich auf der ABDA Homepage antun. Viel Spaß dabei.

Zum Dank für das monatelange stillhalten bekommen wir vermutlich noch die Erlaubnis, die Bevölkerung in der Apotheke gegen Grippe zu impfen. Oder alle Rabatte mit den KrankenKassen selbst auszuhandeln.

Ach Mensch… ich werde es mir vermutlich nicht live anschauen können weil ich zu der Zeit im Auto sitze, aber ich informiere auf jeden Fall im Blog über das Ergebnis!

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