Mehr Aufmerksamkeit als mir lieb ist

Mein Blogartikel „Kaufmann oder Heilberufler“ wurde von DocCheck unter „Das Bachblüten- Dilemma“ veröffentlicht und hat bisher unfassbare 58.000 Klicks bekommen. Nun hat auch die GWUP diesen Artikel aufgegriffen.

Es ist zwar ganz interessant, dass so viele Menschen ihn lesen, aber auch schade dass viele ihn nicht als das nehmen können was er sein sollte. Ich wollte irgendwie Verständnis dafür schaffen, dass wir verschiedene Heilmethoden anbieten. Jede Gruppe findet irgendetwas besonders gut oder besonders schlecht. Wir sind für sie alle ein Ansprechpartner und lotsen unsere Kunden durch den Dschungel der unübersichtlichen Angebote auf dem Gesundheitsmarkt.

Stattdessen wird sich von den unterschiedlichen Interessengruppen wieder nur gegenseitig beharkt – Schade drum!

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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16 Antworten zu Mehr Aufmerksamkeit als mir lieb ist

  1. Jessica schreibt:

    Ich finde dieses zur Zeit moderne Alternative Heilmethoden – Bashing nimmt langsam echt extreme Züge an. Jeder hat seine Meinung und nur diese ist richtig und keine andere darf nebenbei für irgendwen richtig sein. Und das muss lauthals herausgeschrien werden.
    Ich sehe es für meine Kunden in der Beratung ähnlich wie Du. So lange das Therapiekonzept stimmt und der kleine Jeremy-Pascal auch ein Antibiotikum und Ibu/PCM für seine Mittelohrentzündung bekommt, ja mein Gott dann soll er doch Pulsatilla Globuli einnehmen und sich Zwiebelsäckchen aufs Ohr legen dürfen. Wenn er/die Mama es denn mag und so ein noch besseres Gefühl hat. Und wenn nicht dann nicht. Die Hardliner auf beiden Seiten sind eher bedenklich (Einnahme synthetischer Wirkstoffe zu viel und zu häufig macht mir genauso Magenschmerzen wie die rein homöopathisch behandelte Mittelohrentzündung).
    Ich finde den betreffenden Post sehr gut geschrieben, nur schade dass die grundsätzliche Botschaft bei vielen in der Hitze des Gefechts untergegangen ist.

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    • ptachen schreibt:

      Danke Jessica – das ist GENAU das was ich damit sagen wollte. 🙂

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    • aponettesplauderei schreibt:

      Du sagst es! Genau so empfinde ich es inzwischen auch. Die Gegner der Homöopathie et.al. sind IMHO genauso verbiestert, wie die andere Seite.
      Und Antibiotika bei Mittelohrentzündung ist übrigens inzwischen nicht mehr Stand der Wissenschaft, afaik soll primär mit einem Schmerzmittel behandelt werden.
      Und Zwiebelsäckchen wäre dann auch eher bei Phytotherapie einzuordnen. 😀

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  2. Pharmama schreibt:

    Durchatmen, PTAchen! Ich geb Dir mal zwei Mantras für mehr Gelassenheit (vor allem auf DocCheck): 1. Du weisst, wie die Situation ist (wie im Artikel schön beschrieben!) und 2. daran ändern die ganzen Kommentare im Sinne von: das soll / muss anders sein auch nichts.
    Verinnerlichen und gut sein lassen.
    Liebe Grüsse von mir,

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  3. TFH schreibt:

    Ach die GWUPler.. fanatische Skeptizisten, die ihre Propaganda fahren…
    ..mit denen schlag ich mich regelmäßig rum..
    Sowas wie „Impfgegner“ nur andersherum..
    Prinzipiell finde ich das erklärte Ziel der Aufklärung ja ganz gut,
    nur hört niemand fanatischen Brüllaffen zu, die alles verteufeln, was ihnen halt so nicht in den Kram passt…

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  4. Bernd Harder schreibt:

    Sie hätten gerne sagen können, dass Sie der Autor/die Autorin des “Bachblüten-Dilemmas” sind.
    “Jede Gruppe findet irgendetwas besonders gut oder besonders schlecht.”
    Gerne noch einmal: Es geht nicht um “Meinungen” oder um irgendwas “gut” oder “schlecht” finden.
    Es geht darum, dass es zu Homöopathie, Bach-Blüten und Co. eindeutige Erkenntnisse gibt, die nichts mit “Meinungen” zu tun haben.
    In dem Zusammenhang ist es dann auch etwas peinlich, einen Kommentar zu liken, in dem die Skeptiker als “fanatische Brüllaffen” dargestellt werden, “die alles verteufeln, was ihnen halt so nicht in den Kram passt.”
    Weder “verteufeln” wir etwas, noch lassen wir uns gerne mit Tieren vergleichen, noch geht es darum, dass uns etwas “nicht in den Kram passt”.
    Wir beschäftigen uns ganz schlicht mit der Frage: Welche Belege gibt es für die Wirksamkeit von Homöopathie und Co.?
    Und da ist die Sachlage weltweit eindeutig, völlig unabhängig von “Meinungen” oder von dem, was uns “in den Kram passt”.
    “Ich wollte irgendwie Verständnis dafür schaffen, dass wir verschiedene Heilmethoden anbieten.”
    Das kann man auch begründen, ohne der “Alternativmedizin” einen faktischen Status einzuräumen, den sie nicht hat.
    Meinem (rein subjektiven) Eindruck nach laviert Ihr Beitrag unentschlossen zwischen (völlig nachvollziehbaren und verständlichen) ökonomischen Zwängen und einer (weniger nachvollziehbaren) fatalistischen Haltung zu unwirksamen Mitteln (“Na ja, wenn die Kollegen halt daran glauben …”).
    Jeder von uns kennt ökonomische Zwänge und muss im Job mitunter Kompromisse machen bzw. Dinge mittragen, die der persönlichen Überzeugung zuwiderlaufen.
    Deshalb kann man aber trotzdem klare Aussagen über die Realität machen und “Meinungen” (oder auch Zwänge) von Fakten trennen.
    Davon unabhängig habe ich Ihren persönlichen Standpunkt durchaus verstanden. Finde ich auch gut und habe ich mit keinem Wort kritisiert.
    Was ich kritisiert habe, war, dass Sie (meinem subjektivem Eindruck nach) meinen, für alle Ihre Kollegen sprechen zu können, obwohl Sie die Links zu einem völlig gegensätzlichen Erfahrungsbericht aus der Apotheke sicherlich gesehen/gelesen haben und wo das Beratungs-/Empfehlungsverhalten (plus dem monetären Aspekt) ganz anders gehandhabt wird, als von Ihnen.

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    • ptachen schreibt:

      Ich habe relativ zeitnah nach Ihrem Artikel kundgetan, dass ich die Autorin bin. Soweit ich das sehe ist das auch über die Doc Check Seite ersichtlich wenn man sich denn im Vorfeld die Mühe machen möchte nachzuforschen wer etwas verfasst hat. Aber ich kann mich natürlich auch irren.
      Dass Glaubuli und Co nun mal nicht im Supermarkt erhältlich sind ist in meinen Augen bedauerlich, denn dann könnte man sich als Apotheke klar davon distanzieren wenn man das wollte. Sie sind es aber nicht, und es gibt Menschen/Patienten/Kunden die sie verlangen, weil sie ihnen helfen. Sie glauben fest daran, und fühlen sich mit der Einnahme besser. Es grenzt für mich tatsächlich an Fanatismus sie ihnen vorzuenthalten, nur weil man selbst meint dass sie wirkungslos sind. So lange man mit der Einnahme keine wirkungsvollere Therapie unterbindet – wo ist denn Ihr Problem? Leben und Leben lassen – ist das für sie so unmöglich?
      Ich hatte einmal eine Kundin, die hatte stärkste Tumorschmerzen. Nicht einmal Fentanyl Pflaster hatten irgendeine Wirkung. Aufgrund einer Erkältung nahm sie eines Tages ASS plus C – oh Wunder – der Schmerz war weg. Soll ich ihr das jetzt wegnehmen weil es wissenschaftlich gesehen Humbug ist?
      Ich hatte einen Kunden mit Migräne bei dem nichts half bis auf blaue Placebo Tabletten. Soll er sich lieber die Seele aus dem Leib kotzen weil ich ihm sowas nicht verkaufen will? Das heißt in beiden Fällen nicht, dass ich das jemand ANDEREM mit gleicher Symptomatik empfehlen würde!!!
      Im übrigen schreibe ich hier keine Fachartikel die den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben. Ich schreibe einen/meinen Blog. Mit meiner persönlichen Meinung.

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  5. TFH schreibt:

    Nun – wer hat wohl eher die Chance jemanden, der auf Globuli steht, davon abzuhalten, auf eine notwendige Therapie zu verzichten?
    Derjenige der sich „Skeptiker“ nennt, und moralisierend blogartikel auf diese Art und weise rezensiert,
    oder der Apotheker, der Globuli anbietet, und seine Kundschaft fachkundig berät,
    wenn eben Globuli nicht ausreichen ?
    (und in vielen Fällen reicht es abzuwarten – und Placebos können da durchaus bei helfen)…

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    • Bernd Harder schreibt:

      @TFH:
      „oder der Apotheker, der Globuli anbietet, und seine Kundschaft fachkundig berät,
      wenn eben Globuli nicht ausreichen?“
      Auch für Sie gerne noch einmal: „DER Apotheker“ gibt es in diesem Fall nicht. „Ptachen“ mag so handeln, und das – ich betone es jetzt zum dritten oder vierten Mal – ist auch gut und richtig.
      Es verhalten sich aber bei weitem nicht alle Apotheker oder PTA’s so. Wir kennen viele Apotheker, die eingeschworene Homöopathie-Fans sind und Globuli gegen alles verkaufen, obwohl sie es besser wissen müssten.
      Darauf weisen wir hin, dass „Ptachen“ einen – sinnvollen – Idealzustand beschreibt, den es bei weitem nicht in allen Apotheken gibt.
      Jetzt endlich klar?

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  6. Bernd Harder schreibt:

    „Es grenzt für mich tatsächlich an Fanatismus sie ihnen vorzuenthalten, nur weil man selbst meint dass sie wirkungslos sind. So lange man mit der Einnahme keine wirkungsvollere Therapie unterbindet – wo ist denn Ihr Problem?“

    Das „Problem“ habe ich eigentlich ausführlich dargelegt. Noch einmal:

    a) Dass Globuli wirkungslos sind, ist keine „Meinung“.

    b) Ich habe mehrfach erklärt, dass ich *Ihre* persönliche Haltung und Ihren Umgang mit Globuli in der Apotheke überhaupt nicht kritisiere, sondern dass mich die Verallgemeinerung stört, die Sie meinem Eindruck nach in Ihrem Artikel vornehmen: nämlich dass alle PTAs und Apotheker angeblich genauso verantwortungsvoll handeln würden wie Sie.

    Das tun sie nicht, wie wir aus vielen, vielen Beispielen wissen. Einen konkreten Erfahrungsbericht hatte ich verlinkt, dazu kam bis jetzt kein Wort von Ihnen.

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