Yes, we can!

Der Bundesrat hat nun tatsächlich für ein RX- Versandverbot gestimmt!

Als Grund für sein Votum nennt der Bundesrat mangelnde Sicherheit im Internet. Die Patienten könnten legale Versender nicht eindeutig von illegalen Anbietern unterscheiden. »Die uneingeschränkte Zulassung des Versandhandels mit Arzneimitteln hat zu einer Verminderung der Patientensicherheit geführt«, schreiben die Länder in ihrer Stellungnahme.“  )

(Quelle: pharmazeutische-zeitung.de)

Ein Grund zur Freude, aber nur ein Etappensieg. Dass ich einmal die Worte einer CSU Politikerin beklatschen würde hätte ich auch nicht gedacht, aber die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml steht auf unserer Seite. Sie sagt Sätze wie  „Wir dürfen keine ruinösen Preiskampf zulasten unserer Apotheken zulassen“, und kritisiert die Rosinenpickerei der ausländischen Versandapotheken, die zwar gerne hochpreisige Medikamente verschicken, sich aber bei Notdiensten und Rezepturen nicht in der Pflicht sehen. Auch der Präsident der Bundesärztekammer hält in der Frage des RX Versandverbotes erfreulicherweise fest zu den Präsenzapotheken. Das zu lesen tat richtig gut, sind es doch auch und vor allem die Hausärzte, mit denen wir tagtäglich zum Wohl unserer gemeinsamen Patienten Hand in Hand zusammenarbeiten. In diesem Zusammenhang stößt die gemeinsame Impfkampagne vom Hausärzteverband Nordrhein und DocMorris besonders bitter auf… gut, dass Patientenverbände sich ebenfalls für ein RX Versandhandelsverbot stark machen. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zum Beispiel lässt ihre Sprecher vermelden, dass für eine optimale Versorgung von schwerstkranken Menschen immer noch die wohnortnahen Apotheken zuständig bleiben müssen. Der gesamte Text der Pressemitteilung geht jedenfalls runter wie Öl, es tut einfach gut auch mal von Patientenseite zu hören, dass unsere Arbeit gewürdigt wird. Ob der Bundestag jedoch mit der Mehrheit der Länder im Bundesrat konform gehen wird? In der SPD kräht immer noch der Gockel Lauterbach seinen Ruf vom Misthaufen der angeblichen Preisersparnis herunter, er möchte „das kleine Pflänzlein Versandhandel nicht erdrücken„. Er sollte besser achtgeben, dass ihm die ausgewachsene Schlingpflanze nicht irgendwann einmal die Luft abdrückt, denn rechnen kann er offensichtlich nicht. Anhand von durchschnittlichen Umsatzdaten der Apotheken will der prominente Fliegenträger nämlich nachweisen, dass es den Apotheken wirtschaftlich gut gehe, und sie doch einen Teil ihres Gewinnes den ausländischen Versandapotheken gönnen können. Erstens hat der Umsatz nichts mit Rohertrag zu tun, und zweitens ist der Durchschnitt selten eine sinnvolle Berechnungsgrundlage. Nimmt man z.B. Donald Trump und einen Bettler, sind durchschnittlich beide sehr reich. Es gibt in Deutschland relativ gesehen wenige große Apotheken die immer mehr Geld verdienen, und daneben sehr viele kleine die immer weniger haben. Die gilt es zu schützen, und nicht die Heuschrecken aus dem Ausland. Aber der SPD Mann war noch nie ein Apothekenfreund. Man kann nur hoffen, dass so jemand niemals Gesundheitsminister wird… Aber konzentrieren wir uns auf das positive – wir Apotheken sind noch im Rennen, und ab Dezember startet eine große Unterschriftenaktion in den Apotheken für ein RX Versandverbot und den Schutz der wohnortnahen Apotheken. Wir kämpfen so lange wir können – „Yes, we can!“

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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36 Antworten zu Yes, we can!

  1. OtaconHC schreibt:

    Naja abwarten.

    Deutsche Versandapotheken wettern ja teilweise schon gegen dieses Verbot, und wollen stattdessen dass die Preisbindung fällt und sie das auch machen dürfen.

    Womit man dann einen weiteren Sargnagel für die Apotheken vor Ort hätte.

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  2. Aponette schreibt:

    Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und Lauterbach ist übrigens weder Apotheken- noch Ärztefreund, jedenfalls nicht wenn es einfache niedergelasse sind. Mit großen Kliniken und Posten in deren Aufsichtsrat dagegen kann er hervorragend…… Honi soit qui mal y pense.
    Und die deutschen Versandapotheken können vermutlich alle nicht rechnen, denn erst wenn auch deutsche Apotheken wieder Einkaufsrabatte auf RX-Medikamente bekommen, können sie selber welche geben.

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  3. me schreibt:

    „Als Grund für sein Votum nennt der Bundesrat mangelnde Sicherheit im Internet. Die Patienten könnten legale Versender nicht eindeutig von illegalen Anbietern unterscheiden. »Die uneingeschränkte Zulassung des Versandhandels mit Arzneimitteln hat zu einer Verminderung der Patientensicherheit geführt«, schreiben die Länder in ihrer Stellungnahme.“

    Wenn DAS wirklich die Gesetzesbgegründung ist, dann Gute Nacht in Karlsruhe. Es ist offensichtlich, daß dies ein vorgeschobener Grund ist und das sieht bei der verfassungsrechtlichen Angemessenheitsprüfung nie gut aus. Es weiß doch jeder, daß das eine Reaktion auf das Boni-Urteil ist. Diese Reaktion kann ja eventuell sinnvoll und verfassungsrechtlich iO sein, aber offenbar traut man sich doch nicht, damit zum BVerfG.

    Und „Die Patienten könnten legale Versender nicht eindeutig von illegalen Anbietern unterscheiden“ ist nurn wirklich lächerlich. Es gibt das Siegel mit Rückverlinkung auf die behördliche Apothekenliste.

    Und um ganz persönlich zu werden: Damit ist meine Medikamentenversorgung akut gefährdet bzw. sehr erschwert. Ich benötige mehrfach im Quartal neue Medikamente. Arbeitsbedingt kann ich nicht ohne unbezahlen Sonderurlaub vor oder nach der Arbeit zum Arzt. Mein Arzt hat Freiumschläge der Apotheke. Ich rufe an, die schicken meine Rezepte an die Apotheke, die schickt sie mir. Der Arzt müßte jetzt also mir die Rezepte schicken (Eine Abhol-Kooperation mit einer Apotheke vor Ort ist nämlich auch nicht erlaubt). Kostet entweder ihn oder mich extra. Dann muß ich damit zu einer Apotheke, wenn da mal wieder was von den aktuell KK-rabattierten Medis nicht da ist, dann müssen sie es mir vorbeibringen. Moment, ich bin ja meist nicht zuhause … die Versandapotheke kann problemlos an meine Packstation senden …

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    • ptachen schreibt:

      Kann die Arztpraxis die Rezepte nicht einfach fotografieren und per „Callmyapo“, Threema, WhatsApp oder anderen Apps an die Apotheke Deiner Wahl senden? Die können dann bestellen, mit der Praxis evtl. Unstimmigkeiten besprechen, das Rezept dort abholen und mit Dir einen Termin zum bringen verabreden wenn Du Zuhause bist? Machen wir so…

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      • me schreibt:

        Wie geht ihr denn da mit dem Verbot einer Rezeptsammelstelle um?

        http://www.apothekerkammer.de/recht/rezeptsammelstellen/

        Erst vor kurzem ging ein Urteil rum, wo genau das – Arzt bewahrt Rezept zur Abholung durch die Apotheke auf – mal wieder untersagt wurde.

        Und holt Ihr dann bei zig Ärzten ab? Und die Ärzte, haben die für zig Apotheken nen Sammelkorb? Und für jede Apotheke die passende App installiert?

        Und Stichwort Vorbeibringen: meine Apotheke bringt normalerweise um die Mittagszeit und nochmal Nachmittag. Aber nicht, wenn ich nach Hause komme. (mal davon abgesehen, daß ich mal so mal so nach Hause komme).

        Im Ernst: es gibt ein wunderbares System, daß von vielen Leuten Dinge abholt und an viele Leute ausliefert. Die Post. Das muß man nicht in zigfacher Eigenregie neu erfinden.

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    • OtaconHC schreibt:

      So ziemlich jede Arztpraxis bietet an Rezepte an die Apotheke zu senden oder sogar direkt dort abzugeben.
      Oftmals ist ja eine nur wenige Hausnummern entfernt.

      Und ich habe bis jetzt keine Apotheke gesehen die nicht liefern würde!

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  4. denschnet schreibt:

    Nun… Solange es z.B. in dem Flecken mit 6000 Einwohnern wo ich wohne 3 (DREI!!) Apotheken gibt, scheint es mir, das ich irgendwie jedes mal wenn ich dort bin zu viel Geld da lasse.
    Das Online bestellen von rezeptfreien Mitteln zu teilweise 1/5 des Preises bestätigt das dann….
    Ich befürworte die Apotheke vor Ort, aber es wird so langsam mal Zeit für eine Regulierung des Marktes…. Grob gesagt, ähnlich dem Telefonmarkt.

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    • ptachen schreibt:

      Dann möchtest Du wenn es drei Bäckereien im Ort gibt auch lieber Aufbackbrötchen im Supermarkt kaufen damit zwei von ihnen schließen müssen? Die Logik erschließt sich mir nicht ganz.
      Wie gesagt – sei froh wenn du alt wirst und genügend Apotheken im Ort sind, die auch mal Rezepturen herstellen und Notdienst schieben. Das machen die Versandapotheken nämlich nicht für Dich.

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      • denschnet schreibt:

        Du vergleichst hier leider einen Bäcker, der in jedem Laden andere Brötchen/Brote/“Teilchen“ anbietet mit einem Geschäft, wo du in jedem Laden so ziemlich exakt das gleiche bekommst. Ob ich also meine 10er 400er Ibo fürn Euro Online kaufe oder für 4,49 in Apotheke A oder 100m weiter für 4,99 in Apotheke B oder Ums Eck für 4,75 in Apotheke C… Das Zeug wirkt gleich.
        Die Apothekendichte ist in vielen Orten wesentlich zu hoch und das kann ich mir nur damit erklären, das die nen haufen Kohle verdienen. Da arbeiten ja nicht nur 2 Leute drin (wie in einer Bäckerei im eingang vom Lidl oder so…). Die Kohle sollte man im Gesundheitssystem lieber in mehr Ärzte in Bevölkerungsschwachen Regionen investieren. Wie erwähnt gibts hier 3 Apotheken und exakt 2 Allgemeinärzte. Die hoffnungslos überfüllt sind. Die Fahrzeugklassen der jeweiligen Inhaber muss ich hier ja nicht aufzählen. Meistens ausm Stuttgarter Raum ….
        Wir brauchen Apotheken, ohne diese ist die Versorgung einfach nicht vernünftig gewährleistet. Aber man muss keine drei von denen für 6000 Einwohner finanzieren, da reicht eine. Und das Masse.

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      • ptachen schreibt:

        Das ist reine Polemik. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du wirklich weißt, wer hier welches Auto fährt… und dass das Geld welches „frei“ wird dann irgendwo anders investiert wird glaubst du doch selbst nicht. Speziell im von dir geschilderten Fall – bei frei verkäuflichen Waren zahlt das System ja wohl nichts dazu. Wenn eine Apotheke schließt zahlt niemand dafür weniger Krankenkassengebühren. Auf propos Krankenkassen: ist es denn nötig dass es davon so viele gibt? Und dass die Ausgaben für deren Mitarbeiter ein vielfaches von dem betragen was die Apothekenmitarbeiter verdienen?

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      • denschnetde schreibt:

        Ob das reinvestiert wird um Ärzte aufs Land zu locken? Weiß man nicht. Ist aber ein Ansatz. SOlange es eben keinen Wettbewerb im Apothekensektor gibt, wird das auch so bleiben. Den einzigen Wettbewerb hat man ja jetzt scheinbar relativ erfolgreich angegriffen. Warum gibt es keinen vernünfitgen Wettbewerb bei verschreibungspflichten Medis? Da sind die Krankenkassen in der Pflicht. Und dann erübrigt sich auch die Dichte der Apotheken irgendwann von selbst, wenn man merkt, 3 in einem Ort sind völlig überflüssig.
        Apropos Krankenkassen: Hier existiert zumindest so etwas in der Art wie Wettbewerb (bei den Zusatzbeiträgen). Ich hab in 5 Jahren jetzt die 4. Krankenkasse.
        Ich bleibe also dabei: Es wird Zeit für Wettbewerb bei Apotheken. Gibt ja nicht umsonst das Sprichwörtchen „Apothekenpreise“.

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  5. Hermione schreibt:

    Als ich die Mitteilung in den Nachrichten gelesen habe, musste ich sofort an „meine“ Apothekenblogs denken und hab mich sehr für euch gefreut. Versandapotheken sind mir ein Dorn im Auge, und ich ärgere mich jedes Mal wenn ich bei Müller oder Rewe nen DocMorris-Rabattcoupon kriege. Wie kann man nur nicht sehen, wohin dieser Weg uns führt…

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  6. Hermione schreibt:

    Und wie soll das funktionieren? Apotheker zu Landärzten umschulen? Pharmaziestudienplätze in Medizinstudienplätze umwandeln? Statt einfach nur nerviger und aggressiver „Lass dich nieder“-Werbung an den Unis nen Prozentsatz der Studierenden dazu verpflichten, ne Hausarztpraxis in der Pampa zu eröffnen?
    Das ist doch wirklich ne realitätsferne Forderung, die überhaupt nicht umsetzbar ist.

    Und wenn es mit der Telemedizin dann weitergeht in Deutschland, heißt es irgendwann „Warum sollte ich zum Hausarzt, ich komm online viel eher dran! Wir haben zu viele Ärzte.“

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    • denschnetde schreibt:

      Nein, so natürlich nicht. Aber man kann, wenn man die Finanzen vernünftig verteilt, einfach dafür sorgen, das man nicht DREI Apotheken für 6000 Einwohner finanziert sondern eben durch finanzielle Anreize dafür sorgt, das sich ein neuer Arzt nicht im 50000 Einwohner Zentrum niederlässt, sondern eben genau in diesem 6000 Seelen Örtchen.
      (Bezogen auf uns: Der eine der beiden Ärzte ist mittlerweile über 70 und findet keinen NAchfolger weil „JwD“…)

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      • ptachen schreibt:

        Warum hast du eigentlich so ein Problem damit, dass sich 3 Apotheken in Deinem Ort befinden? Vielleicht halten sie sich so gut, weil die Leute nicht wegen jedem Wehwehchen zum Arzt laufen, sondern sich dort beraten lassen? Bevor sie beim 70 jährigen Mediziner anstehen müssen… Außerdem weißt Du, ob ein oder zwei Apotheken vielleicht in einem anderen Ort noch ein Pflegeheim beliefern? Sonst wird auf Dauer wahrscheinlich sowieso eine der drei schließen müssen, weil es sich eben NICHT lohnt mit so wenig Kundschaft zu arbeiten. Das Apothekensterben ist ja schon im Gange, auch ohne Konkurrenz aus dem Ausland. Warte mal noch 5 Jahre, dann wird vermutlich eine davon dicht machen, dann hast Du was Du willst. Kannst Dir dann ein Ei drauf backen, aber es wird die Krankenkassen um keinen Cent entlasten, und den Otto Normalverbraucher auch nicht.

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      • denschnetde schreibt:

        Weil die 3 apotheken hier im Ort genauso sinnvoll sind, wie der Edeka neben den Penny, neben dem Lidl geegnüber vom Netto beim Rossmann. (ja, die stehen hier alle wirklich und 3km weiter im nächsten übrigens noch mal…). Wobei es bei denen ja Wettbewerb gibt.
        Bei dn Apotheken aber, wie bereits gesagt, nicht. Und weil die Lobby es wohl erfolgreich schafft, muss der Otto-Normalo jetzt bald wieder das fünffache für ne Packung Ibo latzen. Einfach weil das rote A ein ungefährdetes Monopol hat…

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      • ptachen schreibt:

        Okay, wir lassen jetzt mal den „Markt“ alles regeln. Vor kurzem gab es einen Mangel an einem bestimmten Schmerzmittel – Novaminsulfon- das aber viele Schmerzpatienten dringend brauchen. Wir haben uns händeringend darum bemüht überall die Leute zu beliefern, eine Apotheke hat bei der anderen ausgeholfen und Ware bereitgestellt wenn irgendwo was „über“ war, dass alle was davon bekommen. Zum gleichen (niedrigen) Preis wohlgemerkt. Wie würde denn der knallharte Markt reagieren wenn etwas knapp wird? Man denke aktuell an die „Einhorn Schokolade“ von Ritter. Kostet normalerweise 99 Cent und gibt es jetzt bei ebay für 100€ Sofortkauf weil wenig produziert wurde. Honi soit qui mal y pense. Was denkst du zahlt ein Schmerzpatient wenn das Mittel das ihm hilft knapp wird?

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      • denschnetde schreibt:

        Der Wrtbewerb unterliegt natürlich dem Angebot und der Nachfrage. Das ist ja allseits bekannt. Wenn das Gegenteil davon funktionieren würde, wäre ja die DDR nicht zusammengebrochen 😉
        Allerdings ist es aktuell im Arzneimittenbusiness so (als Beispiel!): Bayer sagt: Das XYZ verschreibungsflichtige Mittel, wo drauf wir ein monopol haben, kostet für Schmerzpatienten, die das jeden Monat einmal brauchen, jetzt nicht mehr 50€/Packung sondern 5000€/Packung. Ein Schelm wer böses dabei denkt…. Da könnt ihr in der Apotheke nichts zu, wobei ich behaupte, die Marge ist dann auch höher, aber genauso läufts aktuell in diesem Markt. (Gabs da nicht sogar ein promintes Beispiel bei Krebsmedikamenten? Da fehlt der Wettbewerb. Ist er nämlich da, bekommt man auf einmal ne 10er Ibu 400 für 0,93€ (gerade gegooglet!) statt 4,75 (kurz mal gegenüber in er Apo geguckt im Büro).
        Bitte versteh mich nicht falsch, ich möchte auf keinen Fall das die persönliche Apotheke im Ort verschwindet! Ich möchte auch nicht das alles Online gemacht werden muss (Was in meiner Branche übrigens auch den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten würde…). Aber es muss ein gesunder Wettbewerb herrschen. Und das kann auch mit Online Versendern funktionieren.

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      • ptachen schreibt:

        Ich glaube du verstehst da grundsätzlich etwas nicht, weil du immer vom lediglich apothekenpflichtigen Ibu redest. Da gibt es jetzt schon keinerlei Preisbindung, und auch der Versand ist problemlos möglich. Das wird er auch in Zukunft sein. Worum es sich hier dreht sind VERSCHREIBUNGSPFLICHTIGE Medikamente. Dein Ibu gibt es weiterhin billig, keine Sorge

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      • ptachen schreibt:

        Ich werde heute abend mal einen Artikel verlinken, der sich mit dem Ertrag befasst, den die Apotheken bei bestimmten Medikamenten hat. Ich muss ihn nur noch suchen…

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      • denschnetde schreibt:

        Bekommt nicht jede Apotheke das selbe bei Rezept Medis?

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      • Hermione schreibt:

        Finanzielle Anreize sind nicht alles. Man könnte mir noch so viel Geld bieten, ich würde mich nicht am Rande der Zivilisation niederlassen wollen, meine Lebensgewohnheiten aufgeben, mein soziales Umfeld… Es gibt ja schon mehr als genug (aggressive) Kampagnen in diese Richtung, dadurch wird ne eigene Praxis aufm Land halt trotzdem nicht attraktiver.

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      • denschnetde schreibt:

        Ja, leider ist das so. Aber das sitzt man aktuell wohl aus, irgendwann stirbt die Generation weg und dann braucht man den Arzt dort auch nicht mehr. (Ja, das klingt hart, aber ich hab das Gefühl, so denken einige, die da was zu sagen haben…)

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      • Hermione schreibt:

        Aber was soll man denn machen? Leute zwingen, aufs Land zu ziehen?
        Und indem man das Apothekensterben forciert, wird eine Gegend auch nicht attraktiver für junge Ärztinnen und Ärzte. Das sind zwei Dinge, die wenig miteinander zu tun haben.
        Klar ist das blöd für die Leute, die aufm Land wohnen, das verstehe ich ja. Aber „da oben“ sitzt eben niemand und denkt sich „Was bau ich dort hin, die vierte Apotheke oder doch lieber ne Arztpraxis … hmmm … ich bau noch ne Apotheke.“ 🙂

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  7. ptachen schreibt:

    Doch, aber weißt du wieviel das ist bei einem Medikament, das 20, 600 oder 20000 Euro kostet?

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  8. me schreibt:

    „ich glaube du verstehst da grundsätzlich etwas nicht, weil du immer vom lediglich apothekenpflichtigen Ibu redest. Da gibt es jetzt schon keinerlei Preisbindung, und auch der Versand ist problemlos möglich. Das wird er auch in Zukunft sein. Worum es sich hier dreht sind VERSCHREIBUNGSPFLICHTIGE Medikamente. Dein Ibu gibt es weiterhin billig, keine Sorge“

    Ernstgemeinte Frage: Warum ist DAS eigentlich kein derartiges wirtschaftliches Desaster, wie wenn es ausländische Rabatte bei RX-Medis gibt?

    Denn, die Rabatte aka einfach geringere Preise die Versandapotheken (gar nicht mal aus dem Ausland, auch aus D), die sind im Vergleich zu dem bißchen RX-Rabatt, was es vor dem Verbot gab und jetzt wieder teils gibt, WESENTLICH höher. Wenn ich beim Arzt ein Rezept in die Hand bekomme, dann geh ich normalerweise sofort zur Apotheke um die Ecke. Ich habe meine Medis sofort und es kostet mich nichts extra. (Versand mache ich nur, wenn ich Rezepte für Dauer-Medikation brauche).
    Aber wenn ich meine non-RX-Sachen vor Ort kaufen würde … mein lieber Schwan … ob es nun Augenspray ist, Kopfschmerztabletten, Pflaster, … DA müßte euch Vor-Ort-Apos doch die Versandkonkurrenz viel mehr Schmerzen bereiten!?

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