Pakete, Rezepturen und eine Ankündigung 

Heute war wirklich viel zu tun in der Vorstadtapotheke. Jeder Paketbote in der Umgebung hatte irgendwas für uns dabei, so dass wir vor lautet Riesenpaketen im Backofficebereich fast nicht mehr gehen konnten. Dabei waren Bäder für Kinder, Lotionen und Schaumduschen, Bandwurmmittel für Hund und Katz, Inkontinenzmaterial, Desinfektions- und Brillenputztücher, Läusemittel, Nissenkämme, Kalt/Warmkompressen, Winterdüfte, Kompressionsstrümpfe, Okklusionspflaster, Importarzneimittel, Nagelpflegeprodukte, Pillendosen, Prospektmaterial, Zeitschriften und Einleger, Dekomaterial, Bonbons und diverse Give- aways für die Weihnachtszeit. Zwischendurch kam immer mal eine Rezeptur rein, der Chef ist heftig erkältet und Birgit krank geschrieben. Sandra hat sich vorne wacker geschlagen während Sarah und ich alle Hände voll zu tun hatten die Waren zuzubuchen, die Rechnungen zu bearbeiten und alles so schnell wie möglich zu verräumen. Natürlich kam auch noch ein Vertreter zwischendurch, ein Herr rief an um sich nach einem russischen Medikament zu erkundigen (was ist drin, wofür ist das, gibt’s das in Deutschland auch, was kann ich stattdessen nehmen) und eine Dame will das Medizinprodukt das ich ihr direkt beim Hersteller bestellt habe, und das ich nicht mehr zurück schicken kann jetzt doch lieber nicht mehr haben. Als ich mich gerade fragte wie ich jetzt noch vier Rezepturen in diesen Vormittag quetschen soll wurde mir klar – das schaffe ich nicht. Stattdessen komme ich morgen außer der Reihe bevor die Apotheke auf macht, und mache noch zwei oder drei Stück. Dafür komme ich dann irgendwann mal später wenn nicht gerade die Hütte brennt. Ich hoffe gegen Nachmittag war es dann ruhiger… Und zur Ankündigung: die liebe Aponette hat einen Gastbeitrag verfasst, den ich morgen hier einstelle. Es geht um das Thema das hier in den letzten Tagen so heiß diskutiert wurde: warum gibt es in manchen Orten „so viele“ Apotheken, und beleuchtet in sehr persönlicher Weise die Schließung von Aponettes eigener Apotheke. Vielen Dank schon mal für Deine Zeilen, vielleicht versteht dann doch der ein- oder andere was dahinter steckt wenn man einen solchen Schritt gehen muss@

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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2 Antworten zu Pakete, Rezepturen und eine Ankündigung 

  1. ednong schreibt:

    Dann sollte der Chef aufpassen, dass er seine Viren nicht noch an euch weitergibt. Und kann ja stolz sein auf seine Mitarbeiter(innen) …

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    • ptachen schreibt:

      Ach was, ist doch alles gut! Viren gibt’s in der Apotheke im Winter sowieso überall. Und außerdem lieben wir doch unsere Arbeit – um es mit Sarahs Worten zu sagen: „Brauchst Du Erholung? Arbeite Vollzeit!“ 😉 Ich hab das nicht geschrieben um zu jammern, sondern um mal wieder zu zeigen wie viel Arbeit auch hinter den Kulissen getan werden muss. Viele Kunden meinen ja, wenn vorne keine Kundschaft steht würden wir nur Däumchen drehen… Wohl dem der seinen Backofficebereich gut organisiert hat, dann sind auch solche Vormittag gut verkraftbar!

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