Tierheilpraktiker beim BTB – Teil 7

Hier kommt zum Jahresende noch mein erster versprochener Beitrag zum Lehrgang „Veterinär- Heilpflanzenkunde“ beim BTB.

Dieser Lehrgang richtet sich natürlich in erster Linie an (Tier-) Heilpraktiker, ist aber auch für Menschen die aus anderen Bereichen des Gesundheitswesens kommen interessant. Ich habe bereits jetzt in der Apothekenpraxis von meinem neu erworbenen und wieder aufgefrischten Wissen im Bereich Heilpflanzenkunde profitieren können.
Aus der PTA Prüfung wissen wir ja bereits so einiges über Pflanzenwirkstoffe und deren Einsatzorte für den Menschen. Ich war mir bisher aber einfach oft unsicher, ob man das 1:1 auf Tiere übertragen kann, oder wie man dann die Dosis wählt. All das vermittelt dieser Lehrgang, und ich freue mich immer, wenn ich wieder ein neues Lernheft aufschlagen kann.
Wichtig zu wissen ist, daß hier die sogenannten „mite- Therapeutika“ behandelt werden – also Heilpflanzen die schwach bis mittelstark wirksam sind und nicht der Rezeptpflicht unterliegen.
Zunächst einmal werden allgemeine Informationen über die Wirkstoffe (ätherische Öle, Alkaloide, Bitterstoffe, Senfölverbindungen, Gerbstoffe und viele mehr) gelehrt, bevor man über die Grundlagen der Heilpflanzenkunde auf Basis der Humanphytotherapie auf die spezielle Veterinärphytotherapie übergeleitet wird. Sich die empfohlene Sekundärliteratur zuzulegen ist dabei sehr sinnvoll, und man kann schon einmal „vorspicken“, was im Veterinärbereich später auf einen zukommt. Mit Hilfe der angegebenen Bücher habe ich auch schon eine schöne „Leber- Mischung“ für ein Pferd zusammenstellen können, deren Halterin bei uns in der Apotheke nach etwas natürlichem zur unterstützenden Behandlung für ihr Tier angefragt hatte.
Es gibt richtig viel Motivation noch mehr zu lernen, wenn es auch gleich umsetzen kann!
Im ersten Studienbrief werden die ätherischen Öldrogen behandelt, davon mit besonderer Intensität die Kamille und die Pfefferminze. Wirkungen, Anwendungsbeispiele, die zur Verarbeitung verwendeten Pflanzenteile sowie deren Risiken und Nebenwirkungen werden ausführlich besprochen. Das Thema wird mit Rezepten und Dosierungsanleitungen abgerundet, und es gibt sogar Anleitungen für den Eigenanbau im heimischen Garten. Teezusammensetzungen, Bäder, Ölwickel, Inhalationen, Aromatherapie oder Einreibungen – der Phantasie sind bei ätherischen Ölen keine Grenzen gesetzt da sie überall auf- und im Körper wirksam sind.
Ich habe bereits angefangen ein wenig zu experimentieren und mir einen Ölauszug aus Ringelblumenblüten hergestellt. Mit ein wenig Bienenwachs und Sheabutter ergibt das eine wunderbare Fußbutter, die man entweder selbst anwenden oder auch verschenken kann. Mit ein wenig Orangenöl versetzt duftet die gelbliche Salbe sehr angenehm, und vereint damit die heilende Wirkung von Calendula, Sheanüssen und Honig mit dem erfrischenden Duft nach Zitrusfrüchten. Ein schönes Geschenk an mich selbst!

Dieser Beitrag erscheint mit freundlicher Unterstützung des BTB 

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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