Entwicklung und Ausblicke

Ich hatte ja das ein- oder andere Mal erwähnt, dass ich inzwischen auch als Dozentin an einer PTA-Schule arbeite. Um dort als „ungelernte Kraft“ ohne Studium eine Existenzberechtigung zu erhalten, bin ich gerade dabei, mir ein Hochschulzertifikat zu erarbeiten. Das nennt sich „Pädagogische Zusatzqualifikation für Direkteinsteiger“. Um es zu erlangen ist eine zweieinhalbjährige Frist vorgesehen, während der ich mich mit vielen Stunden Schulwesen, Pädagogik Lehr- und Lernmethoden und anderen Dingen beschäftigen darf.

Es gibt einige Unterrichtsbeobachtungen von Kollegen, meiner Mentorin und der Schulleitung die nur abgezeichnet werden, ebenso wie benotete Unterrichtsbegleitungen durch den Lehrgangsleiter. Auch wird mich am Schluss das zuständige Regierungspräsidium nochmals besuchen und eine Note vergeben, die zusammen mit Hausarbeiten und meiner Mitarbeit während der Lehrgänge benotet wird. Es bleibt also spannend bei mir 🙂

So – damit ich euch mit einbeziehen kann (wenn ihr wollt) kommt hier eine meiner kleineren Aufgaben zum nächsten Kurswochenende:

Wir sollen uns dieses Precht- Video ansehen, und drei seiner Thesen notieren, die wir teilen können oder die unseren Widerspruch herausfordern.

Vielleicht mögt ihr mit mir schon mal hier darüber diskutieren (auch wenn es jetzt keinen pharmazeutischen Bezug hat)? Ich kenne wenigstens zwei meiner Leser, die hier bestimmt etwas antworten könnten 😉

Über ptachen

PTA mit Leib und Seele.
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4 Antworten zu Entwicklung und Ausblicke

  1. nickel schreibt:

    Ui, sehr spannend. Precht ist immer wieder interessant. Wir haben im Seminar zu Verschwörungstheorien die Diskussion zwischen ihm und Harald Lesch geschaut und auseinander genommen.

    Zu Wissen vs Bildung habe ich vor Jahren auch mal was gemacht, aber das ist schon 10+ Jahre her. Vielleicht fällt mir noch was ein.

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    • ptachen schreibt:

      Das wäre super 🙂
      Ich bin so ambivalent was Precht angeht… er hat ja absolut Recht, nur denke ich immer, dass das schöne Ideen sind, aber die Umsetzbarkeit sehe ich nicht.
      Vieles empfinde ich als zu schwammig. Und das meiste ist ja nichts Neues. Was Lehrer angeht hört man entsprechende Aussagen auf jedem zweiten Kindergeburtstag von den Eltern, da brauche ich keinen Philosophen der das erklärt. Birkenbihl ist da deutlich besser…

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      • nickel schreibt:

        Ja stimmt schon. Ich habe heute auf Arbeit reingehört (das ging wunderbar nebenbei, da meine Arbeit so eintönig war) und muss sagen, dass manche seiner Ideen gut, aber entweder nicht umsetzbar sind oder ein großes ABER beinhalten.
        Z.B. das mit Mathe zu digitalisieren. Kann man machen, aber das setzt halt auch voraus, dass JEDE/R SuS entsprechende Endgeräte hat und eine stabile Internetverbindung – und bei 2. hört es da ja oft schon auf.

        Konform gehe ich aber damit, dass die Benotung irrsinnig ist. Vor allem läuft Benotung so ab, dass eine Leistung bewertet wird, die dann aber nicht noch einmal besprochen wird – wodurch der Zweck der Benotung ad absurdum geführt wird. Besser wäre es, einen Test zu schreiben, zu benoten, zu schauen was schief lief und dann einen Test zu schreiben, dessen Noten gezählt werden.

        Und ja, vieles ist absolute Moppelkotze und gehört nicht in den Lehrplan. Das kann man durchkauen, wenn man das studiert.
        Es wird viel zu viel Theorie gelehrt und fast keine Methodik. Wie lernt man? Wie hält man einen GUTEN Vortrag? Wie funktioniert eine Quellenkritik? Wie recherchiert man und woran erkenne ich, wo ich gut recherchieren kann und wo nicht? All solche Dinge.

        Ohne Methodik kann man die Theorie eigentlich auch knicken. Schule soll in erster Linie befähigen, sich selbst zu bilden, aber das macht sie einfach nicht ausreichend.

        Und ganz nebenbei: mehr Spaß würde ganz bestimmt auch nicht schaden, denn mit Spaß lernt man mehr und vor allem nachhaltiger als im Frontalunterricht, 8., 9., 10. Stunde.

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  2. TFH schreibt:

    Spannende Thesen,
    einer zentralen These kann ich nicht zustimmen
    „Schonmal gehört ist keine Bildung“
    –> in meinen Augen, macht das Bildung aus…
    Ich finde genau das macht Bildung aus – ein breites Spektrum an passivem Wissen,
    welches sich aktivieren lässt, wenn man’s halt braucht..
    Oft ein „das hab ich schonmal gelernt – das kann ich auch wieder lernen.

    Womit ich vollkommen übereinstimme ist der „Schauspielunterricht für Lehrer“.
    Im Bereich der neuen Medien ist der Begriff des „Speakers“ sehr hipp,
    also jemand, der sprechen kann.. also nicht einfach so, sondern so dass andere auch zuhören.. möglichst freiwillig..

    Was die Frage angeht „lernen nach Klassenverbänden“,
    ja – das System ist sicherlich mit Mängeln behaftet.. eine individuellere Förderung wäre wünschenswert..
    Eine Aufteilung, die es einst gab, war die Aufteilung auf drei verschiedene Schularten.
    Klappt heute nichtmehr..
    Ähnlich ist es mit den Noten – die ich für essenziell wichtig erachte..
    allerdings haben die sich mehr und mehr zu ebay-Bewertungen entwickelt: Nur 5 Sterne sind OK..
    Eine Lehre ohne Erfolgskontrolle lehne ich allerdings ab – ganz im Gegenteil würde ich die Erfolgskontrolle lieber in unabhängiger Hand sehen.

    Grüße TFH

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