Sex sells

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In einem PTA Forum in dem ich mitlese wurde dieses Foto veröffentlicht. Die subtile Botschaft hinter dem gezeigten Plakat aufgerechnet zum „Tag der offenen Tür“ erschließt sich den Machern angeblich überhaupt nicht. Was findet ihr? Haben die PTA Recht, die den Eindruck haben dass sie  (wieder mal) zum „dummen Mäuschen“ degradiert werden, das mehr mit der Optik als mit fachlicher Leistung beeindruckt? Fühlen sie sich zurecht nicht ganz ernst genommen? Oder übertreiben es diejenigen, die sagen das Bild zeige eventuell nur, dass man als PTA so schlecht bezahlt wird, dass man nach der Arbeit sobald man aus dem Kittel schlüpft noch bei einem Escort Service weitermachen muss um über die Runden zu kommen?
Was Herrn V. angeht bin ich gefragt worden ob wir uns wegen seines Verehrertums keine Gedanken machen, weil der Chef ja offenbar derjenige ist, auf den er fixiert ist. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht… es fühlt sich von uns aktuell niemand von ihm bedroht. Das ist vielleicht wirklich nur deshalb so, weil er sich am Chef „festbeißt“, aber er ist ja normalerweise auch nur am Telefon so laut und aggressiv. Steht er uns gegenüber ist er bei weitem nicht mehr so forsch. Außerdem bin ich sicher, dass er nicht aus – im weitesten Sinne – sexuellen Motiven so handelt, er will den Chef glaube ich nur deshalb immer „PERSÖNLICH“ sprechen damit er sich ernst genommen vorkommt. Damit er sicher ist, dass seine Anliegen quasi an „höchste Stelle“ behandelt werden, dass er eine wichtige Person ist. Bekommt er was er will und treten keine Probleme auf, dann ist er ja lammfromm und es ist ihm relativ egal wer ihn gerade bedient. Auch das Telefonat ist einfach nur deshalb zustande gekommen weil er außer uns schlicht und ergreifend niemanden hat, den er hätte anrufen können. Das war glaube ich pure Langeweile; das ist eher traurig als bedrohlich. Echte unangenehme „Verehrer“ wollen ja immer nur eine ganz bestimmte Person mit ihrer Anwesenheit beglücken und sind zum Glück sehr selten anzutreffen. Was bin ich froh, dass ich meinen los bin!!!

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Über ptachen

PTA mit Leib und Seele. Mittleres Alter, mittleres Gewicht, mittlere Optik. Meistens freundlich (bringt der Beruf so mit sich), etwas chaotisch, viel erlebt, viel gelitten. Bin jetzt mit mir im Reinen :-)
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8 Antworten zu Sex sells

  1. nickel schreibt:

    Das Bild bringt mich ein bisschen an den Rande meiner Meinungsbildung.
    Im Prinzip finde ich es nicht schlimm, da es zeigt, dass man unter dem Kittel eben auch ein privater Mensch ist. Als Bild zu einer Einladung zum Ball hätte ich das super gefunden. Aber so? Zum Tag der offenen Tür? Da geht man ja nun wirklich nicht in Abendgarderobe hin? Oder wollte man einfach sagen „mach dich hübsch“, nur war das einzige Kleid des Models halt ein Abendkleid? Hat es das Model übertrieben?
    Argh. Ich komme nicht darauf klar. HELP!

    (Fies finde ich aber die Andeutung, eine hübsch angezogene Frau sei eine Escort-Dame. Schäm dich! ;-P )

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    • Molly L. schreibt:

      Du irrst, liebe Nickel, Du irrst! Das war so: Das Mädchen – nennen wir es Rosemarie – besuchte ein altehrwürdiges Gymnasium. Sie war stets eine gute, aber sehr schüchterne Schülerin, die es nie schaffte, Jungs auf sich aufmerksam zu machen. Und obschon sie so manche Stunde von ihrem Traumprinzen träumte, war ihr dank ihres Relismusses doch klar, sie würde wahrscheinlich als Gouvernante enden.
      Dann kam der Tag des großen Abschlussballes und PENG! auf einmal geschah ein Wunder! Denn in der Masser der Menschen war zufällig auch der Vater des Mitschülers, in den sie schon so lange verliebt war. Er erkannte sofort ihr Potential als Schwiegertochter und Angestellte seiner weltweit agierenden Apothekenkette. Er schnipste mit dem Zauberfinger und schon erschienen Visagistinnen, äh, sorry, ich meine: Make Up-Artists und Stilberater, die das vemeintlcih hässlihce Entleiin in einen schönen Schwan verwandelten, indem sie ihm Brille und Zahnspange nahmen, die Haare kämmten und in ein schönes Ballkleid steckten. Überwältigt vor Dankbarkeit angelte sich Rosemarie dann den Sohn und Erben der Apothekendynastie und tanzte die ganze Nacht mit ihm durch. Und … na ja.
      Am nächste Morgen aber galt es, ein Versprechen einzulösen: Für diese eine Nacht wie aus dem Märchen hatte sie dem Vater versprochen, sich für 3 Jahre in Lohn und Knechtschaft seiner Autorität zu begeben. Und dieses Versprechen hielt sie. Brav und tugendhaft zog sie am nächsten Tag den PTA-Kittel über, um sich ausbilden zu lassen.
      Was es da so zu grinsen gibt? Na, ganz einfach: Als gute Schülerin war Rosemarie ja nun nicht dumm und holte aus dieser einen Nacht alles heraus, was sie konnte. Inklusive dem neuen Erben der Apothekenkettendynstie, den sie nun unter ihrem Herzen trug.
      Ende

      … besser so? 😉

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  2. Molly L. schreibt:

    Also ich … *kreisch* Neee, watt geil!!!! 😀
    Mal ehrlich? Ich finde, der Beruf wird ein ganz klein wenig lächerlich gemacht! Aber auf so charmante Weise, also, so .. anrührend irgendwie, Mensch, die haben`s dochnur gut gemeint, wollten mal ein bisschen pfiffif sein, :-D, nee, böse sein könnte ich denen nicht. Nee, watt süß!

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  3. Nordmädchen schreibt:

    Ich hätte die Botschaft dahinter gar nicht so negativ bis sexistisch aufgefasst, sondern es eher dahingehend verstanden, dass man evtl. von einer Art „graues Streber-Mäuschen im weißen Kittel“-Image wegkommen will. (Womit ich nicht gesagt haben will, dass ICH PTAs als solche sehe, aber Jugendliche, die hier ja wohl angesprochen werden sollen, könnten das sicherlich so sehen.)
    Die Umsetzung ist aus unseren Erwachsenen-Augen wohl recht misslungen. Andererseits muss man wohl auch unterscheiden zwischen uns „Erwachsenen“ und der eigentlichen Zielgruppe; zumindest nehme ich an, dass da Schülerinnen angesprochen werden sollen, die bald ihren Abschluss machen. Wäre interessant zu wissen, wie diese Zielgruppe dieses Plakat auffasst.

    🙂

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  4. Molly L. schreibt:

    PS: Momentmal … Zieht die sich grade an oder aus? 😀 😀 😀
    Neue Plakatüberschrift: „STELLEN SIE PTA EIN! FÜR EINE GOLDENE ZUKUNFT!
    Nee, sorry, liebes PTAchen, ich kann nicht mehr, 😀
    -> Und dann bekommt auch „Tag der offenen Tür“ eine ganz andere Bedeutung und – nee, schon ghut, ich hör auf. Nee, watt geil hier!

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  5. ednong schreibt:

    Also erst einmal,
    wieso ist die denn schon verheiratet?
    Und dann ist da ja ganz schön photoshopped an ihrer Figur, ehrlich. Glaubt ja niemand mehr.
    Und dann drittens die Frage auch von mir: Zieht die sich nun aus oder an?

    Und überhaupt – ganz schön sexistisch! Wollen die da keine Männer sehen? Ist das eine reine Mädchen Frauenschule? Also wirklich, denen sollte man mal mit dem Gleichstellungsgesetz drohen …

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  6. Tomi schreibt:

    Botschaft: PTA ist ein Frauenberuf und hauptsache sie sieht nett aus, damit die Herren was zu gucken haben.
    Mir wird echt schlecht.

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  7. ednong schreibt:

    Ui,
    erstmal: es ist eine gemeinnützige GmbH. Das allein find ich ja schon interessant.

    Und wenn man dann diese URI aufruft, gibt es gleich eine Entschuldigung für das obige Plakat. Aha. Gab wohl einen ziemlichen Shitstorm deswegen?

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